Raubfischnet(te) Geschichten (17)

Raubfischnet(te) Geschichten (17)

Donnerstag, 28. Juni 2018

Zum Ende des ersten Monats der Saison geht es mit Uli für vier Tage zum Fluss. Uns erwarten 4 Tage sonniges Wetter. Nach der Nahtoderfahrung im Gewitter während unseres letzten gemeinsamen Angeltages ist uns das gerade recht, wenngleich bereits der erste Tag ein wenig "Brathähnchenfeeling" aufkommen ließ.

Heute morgen waren wir bereits um kurz vor halb fünf an der Slippe - und trotzdem nicht die ersten. Zunächst mussten wir warten bis das Boot vor uns eingeslippt hatte, aber das ging recht schnell.

Der Vollmond zeigte sich in der ersten Stunde noch von seiner schönsten Seite.

Es dauerte nicht lange und der erste Zander konnte gelandet werden, gleich mal 60+ cool

Auch Uli war schnell entschneidert.

Bald war eine zweistellige Menge an Fischen gefangen, und die Durchschnittsgröße war ordentlich.

Am späten Vormittag war dann erst einmal eine Pause angesagt, aber für ein langes Mittagsschläfchen war der ausgewählte Platz dann doch zu sonnig und warm.

Die zweite Hälfte des Angeltages eröffnete Uli gleich mit einem schönen Hecht.

Kurz darauf konnte ich das Räubertrio mit einem 40er Barsch komplettieren.

Den Topfisch des Tages konnte Uli zum späten Nachmittag überlisten, mit 70cm sein zweitgrößter Zander bisher. Vielleicht geht da ja noch was in den nächsten Tagen? wink

Am Ende hatten wir 23 Fische gefangen und traten sehr zufrieden die Fahrt zurück zur Unterkunft an. Der Plan für morgen: Etwas ausschlafen, Angelgeschäft besuchen und eine potentielle neue Slipstelle erkunden. Den Angeltag werden wir morgen erst am Nachmittag beginnen und dann bis in die Dämmerung hinein fischen. Mal sehen was der Abend so bringt, mal eine neue Taktik!

Freitag, 29. Juni 2018

Nachdem wir heute tatsächlich "ausgeschlafen" hatten (bis 07:30 Uhr), versuchten wir zunächst eine neue Slippe zu erkunden. Nun, gefunden haben wir eine bis 2020 gesperrte Straße und auch ein Fußweg brachte keine neuen Erkenntnisse. Fehlschlag!

Danach dann erstmal in den Angelladen. Uli's erster Besuch dort hinterließ Eindruck bei ihm, und ein kleines Loch in unseren Geldbörsen. Natürlich brannten wir beide darauf, die neu erworbenen Kleinigkeiten auszuprobieren. Wie gestern geplant erreichten wir um ca. 15:00 Uhr die Slippe. Kaum war das Boot im Wasser, gab es die erste böse Überraschung des Tages. Ein Schlepper blockierte die Hafenausfahrt, kein Durchkommen.

Nachdem wir bereits eine gute halbe Stunde gewartet hatten kehrten wir zunächst zurück zur Slippe um dort wenigstens etwas Schutz vor der erbarmungslosen Sonne zu suchen. Den fanden wir auch, neben dem entscheidenden Tipp eines Einheimischen, der uns einen schmalen Weg zeigte. Da wären wir im Leben nicht drauf gekommen, aber dieser Tipp sorgte dafür, dass wir schon bald unsere Köder das erste Mal baden konnten. Die Fische zeigten sich sehr faul, es gab kaum Aktionen. Während ich mir in den ersten drei Stunden zumindest 5 kleine Zander zusammenangeln konnte, blieb Uli Schneider. Lediglich einen halben Baum konnte er verbuchen. Dafür waren die Blätter daran noch sehr frisch und farbenfroh laughing

Unsere Taktik ging in der Folgezeit leider weiterhin nicht auf, die Fangerfolge waren bescheiden, sowohl was die Anzahl als auch die Größen anging.

Sollte der Abend wie erhofft noch eine Wende bringen? Das erste wirklich große was wir sahen war ein Riese der anderen Art...

Es blieb "mau", auch als die Sonne langsam verschwand wurde es nicht wirklich besser. Zum Glück konnte ich dann doch noch einen schönen 70er Zander fangen, aber mit insgesamt nur 10 Fischen war für uns der Plan nicht so ganz aufgegangen.

 

 

Samstag, 30. Juni 2018

Bedingt durch die späte Heimkehr am Vorabend und das anschließende Feierabendbier schafften wir es heute nicht ganz so früh ans Wasser. Halb 7 musste reichen. Die Aktivitäten unter Wasser ähnelten sich... leider sehr mit denen des Vorabends. Hier und da ein "kleintje".

Gegen 11:00 Uhr war dann endgültig die Luft raus, bis dahin hatten wir uns zwar insgesamt 10 Fische zusammengesammelt, aber es war sehr zäh. Eine schöpferische Pause war angesagt, und dazu suchten wir uns einen urigen Platz!

Satte drei Stunden später kehrte die Motivation dann langsam zurück. Der gelbe Planet hatte allerdings mittlerweise wieder so richtig losgelegt. Keine Wolke in Sicht. Nun gut, dann eben wieder Brathähnchen sein...

Unerwartet ging es schon nach kurzer Zeit mit einem guten Fisch bei Uli los.

Unsere Befürchtung, dass die zweite Tageshälfte ähnlich schlecht läuft wie der Vorabend und der Vormittag war anscheinend unbegründet. Einige gute Fische fanden noch den Weg ins Boot.

Gegen 18:00 Uhr beendeten wir den Angeltag und konnten dann doch noch auf 15 weitere Fische zurückblicken.

 

Morgen greifen wir dann noch einmal in aller Frühe an, denn bei dem Trubel auf dem Wasser der ab Mittag einsetzt werden wir dann schon auf dem Rückweg sein. Vielleicht läßt sich ja noch etwas überlisten...

 

Sonntag, 01. Juli 2018

Schon als der Wecker heute klingelte war draußen ein kräftiges Rauschen zu hören. Wind! Bei Ankunft an der Slippe gab es selbst im Hafen schon etwas Welle, na das dürfte eine schöne Schaukelei werden heute, wenn schon so früh am Morgen 5 bft wehen.

Trotzdem war Uli ganz konzentriert bei der Sache, hatte er eine Vorahnung?

Nur mühsam ließ sich an der ersten Stelle eine Drift machen, Aktionen gab es keine. Also weiter in einen vermeintlich etwas windgeschützten Bereich hinter einer Brücke. Hier ging es etwas besser, und während der ersten Drift hatten wir jeder einen Biss. Verwandelt werden konnte jedoch nichts. Zweite Drift, und plötzlich ein knallharter Einschlag bei Uli. Die Rute war krumm bis ins Handteil. Nur wenige Augenblicke später hatte ich auch schon den großen Kescher im Anschlag. Ein großer Zander durchbrach die Oberfläche, und als ich den Fisch gekeschert hatte war ich es, der einen Freudenschrei durch die Morgenluft schickte. Ich verband dies mit den Worten "Da hast Du Deinen neuen PB Zander". Uli jedoch war sprachlos ob dieses Anblicks. Er realisierte nur ganz langsam was er da gerade gefangen hatte.

Satte 92cm hatte dieser tolle Zander !

In der Folgezeit wurde es weiterhin schwer Bereiche zu finden, in denen man vernünftig fischen konnte. Der Wind bließ mittlerweile mit 6 bft aus Ost, längs des ganzen Flusses. Schaumkronen hatten sich bereits um 7 Uhr morgens gebildet.

Ich konnte mir in den nächsten zwei Stunden noch 4 Fische zusammensuchen.

Bei Uli blieb es tatsächlich bei diesem einen Fisch, bevor wir relativ entnervt bereits um 10:00 Uhr wieder ausslippten. Bei diesem Wind machte das leider keinen Sinn mehr.

Trotzdem machte dieser Ausnahmefisch die widrigen Umstände natürlich mehr als wett. Nach dem Riesenhecht vor 4 Wochen nun schon der zweite PB für Uli in diesem Jahr, da entwickelt sich etwas!

Wir blicken wieder auf eine tolle Tour zurück!

 

Kai

 

 

 

 

Kommentare   

#1 CliffordJuicy 2018-07-11 13:52
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