Frühjahrstour Schweden 2014 (live)

Während in Deutschland und in Holland die Raubfischschonzeit Ihren grauen Schleier über alle (raubfisch-)anglerischen Aktivitäten legt, verbringe ich mit Birgit einen zweiwöchigen Urlaub in Schweden. Nach einer langen Anreise kamen wir am Samstagvormittag an unserer Unterkunft an. Mit dem Boot am Haken dauert es zwar länger, aber irgendwie ist die Fahrt auch entschleunigt. Nun, der Samstag stand erst einmal unter dem Motto ankommen und ausruhen sowie einrichten in der Unterkunft.

Auch am Sonntag ging es noch nicht auf das Wasser, denn wir wollten zunächst einmal die Gegend erkunden. Verschiedene Gewässer, Bootsrampen, Supermärkte, Tankstellen etc. Also einfach alles was wichtig ist bevor man sich ins Abenteuer stürzt. Da wir zwei Wochen Zeit haben, lassen wir es mal ruhig angehen.

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Montag , erster Tag auf dem Wasser

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Der heutige Montag war unser erster Tag auf dem Wasser. Wir gingen mit unserem Gastgeber und dessen Boot auf eine erste Erkundungstour. Die schier unglaublichen Möglichkeiten und die riesengroßen Wasserflächen machen alles zu einer Qual der Wahl. Hinter jeder Ecke ein interessanter Bereich, eine Bucht schöner als die andere! Wir stellten uns auf eine typische Frühjahrsangelei ein, bei einer Wassertemperatur zwischen 5 und 7 Grad sicher nicht falsch! Wir fischten wunderschöne flache Buchten mit Jerkbaits und Spinnerbaits ab. Birgit hatte nun nach den Trockenübungen vor ein paar Wochen das erste Mal die Herausforderung der Wurfangelei mit der Multirolle zu meistern. Sie machte es bereits nach zwei Stunden wie ein Profi, ich denke nicht dass ich das damals so schnell gekonnt habe... So war es auch Birgit, die den ersten kleinen Hecht auf einen flachlaufenden Jerk in silberblau überlisten konnte!

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Nach Aussage unseres Gastgebers wird es nun in einigen Bereichen zum Laichgeschäft kommen, 7 Grad ist hier vor Ort wohl eine gängige "Hochzeitstemperatur" . Wir konnten jedoch keine Hochzeitsgesellschaften ausmachen. Da die Gewässer hier sehr vielfältig sind, wird es aber wohl zu sehr unterschiedlichen Zeiten ins Laichgeschäft gehen, und deshalb nie eine ganz passive Phase einsetzen. Naja, wir werden sehen, sind aber sehr zuversichtlich und entspannt. Das Wetter heute war überwiegend sonnig, aber es war doch ein ordentlicher Nordwind aktiv, der einige Zonen recht unangenehm machte. War man jedoch in einer geschützten Ecke, dann wurde einem nicht nur warm ums Herz wegen der Schönheit der Landschaft, sondern auch insgesamt warm...

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Wie bereits gesagt, nutzten wir den Tag heute insbesondere zum Kennenlernen des Gebietes, oder vielmehr eines Ausschnittes desselben. Trotzdem fischten wir einige Stunden, und es gab' auch Aktion. Vielfach kamen die Attacken "auf Sicht" und es gab' einige Nachläufer und Aussteiger. Das Boot von innen konnte sich aber leider nur noch ein weiterer halbstarker Hecht anschauen, der den silbernen Salmo Slider voll genommen hatte.

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Mal sehen was morgen so geht, dann gehen wir zum ersten Mal in unserem Boot auf's Wasser.

Kai & Birgit

 

15. April 2014, Was liegt denn da im Wasser?


Heute waren wir wieder früh auf, ich allerdings noch früher als Kai, weil ich unbedingt einen Elch sehen will. Und dazu muss man ganz zeitig in den Wald. Beim Blick aus dem Küchenfenster waren schon drei Rehe unterwegs, für den Elch kam ich allerdings zu spät um viertel nach sechs – seine Spuren sah ich noch…(Elchhaufen sehen aus wie braune Ostereier… nicht verwechseln!!!)

Zurück im Haus machten wir uns fertig für die heutige Angeltour. Kais gute Karte sollte uns über einen etwas kleineren See führen, der nur wenige Minuten von uns entfernt ist, der blaue Himmel gab sein bestes, den Wind zu vertuschen. Gelang nicht ganz.

Die Trailerrampen in Schweden sind toll ausgestattet und bieten allen Komfort, sodass man trockenen Fußes und ohne Watstiefel einslippen kann. Wir waren also gegen halb neun an Bord, die Ruten standen bereit und die Karte wurde eingeweiht.

Da sich die gebirgige Landschaft auch unter Wasser fortsetzt, ist das in Schweden sicher ein Muss. Kai konnte uns sicher und gut an die vermeintlich guten Stellen bringen, es war ordentlich windig, und weil der Wind aus Nord kam, war er auch eisig kalt und brachte uns ordentliche Wellen.

Alle Stellen, die wir ansteuerten, lieferten das selbe Ergebnis. Keiner zuhause.

Da waren wohl einige von den Fischen auf Hochzeitsreise. Mal sehen, ob wir das Gebiet noch finden würden…

Eine kleine Bucht mit wunderschönen Inseln versprach einiges. Dort war es windstill, flach und voller Schilf, Hoffnung keimte auf.

Nach einigen Würfen gab es in der Tat  Verfolger, einen Biss hatten wir nicht.

Kai gab mir das Ruder in die Hand – oder vielmehr die Fernbedienung und Steuerung – auch ich muss ja lernen, mit dem Boot umzugehen – lenkte ich um eine Insel herum und schaute, wo ich wohl meinen Köder auswerfen könnte. Anstelle eines guten Platzes sah ich aber eine ganz besondere Erscheinung: Ein Biber machte sich auf ins Wasser.

Sehr majestätisch und wichtig zog er seine Bahnen und schlug dann schnell einen Salto abwärts in die Tiefen um direkt an unserem Boot vorbeizuziehen.

Sehr beeindruckendes Schauspiel.

Das hatte sich gelohnt! Die Natur Schwedens bietet uns so vieles, ein paar Würfe noch, aber die Hechte blieben fern.

Kai übernahm das Boot wieder und brachte uns an einer Lachsfarm vorbei in Richtung Slippe – da der Wind dort angekommen abflaute, schlug ich vor noch ein paar Würfe zu wagen, es gab hier auch viel Schilf, und am Morgen hatten wir es noch nicht an dieser Stelle versucht.

 

Gesagt, getan. Und tatsächlich standen direkt vor unseren Ködern ein paar völlig erschöpfte Herren der Schöpfung, leicht lädiert und hoch unmotiviert, dem Köder zu folgen, wohl ganz jung verheiratet…

Das motivierte sehr, wir warfen noch eine ganze Weile weiter unsere Köder aus, für mich lag der Schwerpunkt darin mich in der Technik zu üben, und es gab in der Tat den ein oder anderen Hecht, der an uns vorbeizog, aber leider biss keiner an.

Für heute war der Tag mit Biber und von weitem gesehener Hochzeit erfolgreich, auch ohne einen Fang.

Gut gelaunt trotz der Nullrunde machten wir uns am frühen Nachmittag auf den Heimweg, es stehen ja noch 9 Urlaubstage und davon sicher auch einige Angeltage bevor, die bei unseren Voraussetzungen ganz sicher erfolgreich sein werden

 

Fazit: Das tolle am Angeln sind unter anderem auch die Überraschungen! Einen schönen Abend,

bis morgen,

 

Birgit

und liebe Grüße von Kai

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16.04.2014 - Erste eigene Erfolge


Heute morgen sind wir wieder zeitig auf's Wasser, der Wind hatte auf Südwest gedreht, aber am Morgen war er kaum spürbar. So langsam mussten die Hechte ja mal etwas aktiver werden, zumindest wenn es nach uns ging! Auch heute keine Hochzeitsgesellschaften gesichtet, aber es gab' recht schnell die erste Aktion auf einen Hybrida Jerk. Leider stieg der Fisch kurz vor dem Kescher aus, geschätzt um die 80. Die Motivation stieg. Vorsichtig navigierend entdeckten wir unzählige wunderschöne kleine Buchten, in denen wir das Flachwasser nach hungrigen Räubern absuchten. Eine wundervolle Angelei und wieder einmal ein Lob auf die I-Pilot Erfindung...

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In einer großen ruhigen Bucht fischten wir im ganz flachen Wasser (1-1,5m), als ich eine kräftige Attacke auf den Buster 12 bekam. Gleich wütete der Fisch an der Oberfläche, und Birgit konnte den ersten ordentlichen Hecht keschern.

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Kurz darauf hatte Birgit noch einen guten Nachläufer, bevor wir uns dann auf zur nächsten Bucht machten. Hier gab' es dann noch einen halbstarken Hecht für mich und weil der Wind mittlerweile doch deutlich auffrischte, beendeten wir den Angeltag am frühen Nachmittag. Für morgen ist Sturm und Regen angesagt, da machen wir mal einen Ausflugstag ohne Haken...

Kai

 

19. April , Der Sommer ist da!


Wie erwartet bescherte man uns heute wirklich wundervolles Wetter. In der Nacht hatte es zwar noch leicht gefroren, aber danach ging es stetig bergauf mit den Temperaturen und nach etwas Nebel auf dem offenen Wasser schien den ganzen Tag die Sonne. Stichwort offenes Wasser: Weil heute auch der Wind eine absolute Ruhepause einlegte konnten wir einen etwas weiteren Weg über offenes Wasser wagen um in einige abgelegene und vielversprechende Buchten zu gelangen. Dabei kamen wir u.a. an dieser Steininsel vorbei, die von einer Kormorankolonie belegt war bzw. ist. Wie immer wenn die Vögel sich irgendwo niederlassen geht alles Grün an ihrem Kot zu Grunde...

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Schließlich gelangten wir in abermals malerische Buchten mit unglaublicher Stille, die einem den Atem nahmen.

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Natürlich nutzten wir dies auch für ein Mittagsschläfchen mit Kaffee und Kuchen!

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Ach ja, geangelt haben wir natürlich auch fleißig und vor allem von Birgits Ausdauer war ich abermals überrascht und zugleich begeistert! So war sie es auch, die den ersten und gleichzeitig ihren bisher größten Hecht kurz zum Fotoshooting ins Boot holte.

K640 2014 04 19 9Fachmännischer Blick, oder?

Insgesamt fingen wir 7 Hechte, die allesamt noch auf den Laichgründen in maximal 1m Wassertiefe standen. Die Attacken im Flachwasser waren teils spektakulär, und das machte den Makel mehr als wett, dass auch heute wohl nur Männchen den Weg zu unseren Ködern fanden. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch noch eine große Dame zum Tänzchen gebeten werden darf!

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Kai

 

20. April 2014 , Keine Brise


Wenn es ums Wetter geht, kann man es uns Anglern ja selten recht machen. War es letzte Woche noch der starke Wind, so war es heute der quasi nicht vorhandene. Birgit hatte damit erwartungsgemäß keine Probleme, denn Sie genoss das Sommerwetter in vollen Zügen, aber ich wusste nur zu gut, dass es unter diesen Bedingungen nicht einfach sein würde, gut zu fangen.

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So lief der Tag anglerisch auch sehr zäh an, aber es gab' wie immer tolle Eindrücke und Möglichkeiten für tolle Fotos.

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Am späten Vormittag konnte ich dann doch noch einen halbstarken Hecht auf einen großen Buster fangen, interessanterweise exakt an der Stelle, an der ich vor einigen Tagen bereits einen Fisch gefangen hatte.

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Es wurde nun immer wärmer und man konnte in vielen Buchten auf Grund der fehlenden Wasserbewegung bereits frühzeitig den Gewässergrund erkennen. Aber wir blieben ausdauernd und fischten weiter.

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Schliesslich gelangten wir zu einer Bucht, in der es vor dem Uferschilf etwas tiefer als gewöhnlich war, und bereits der zweite Wurf mit einem großen Buster in silberblau brachte den ersten guten Fisch ans Band !

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Kurze Zeit später war dann Birgit an der Reihe. Direkt vor dem Boot packte bei ihr ein guter Fisch den 15er Buster im Hechtdekor, aber leider stieg der Fisch so schnell wie er aufgetaucht war auch wieder aus und verschwand in der Tiefe. Alles half nichts, kein weiterer Fisch ließ sich zur Attacke überreden. Wir beendeten den Angeltag gegen 17:00 Uhr und können wirklich behaupten, dass wir uns den schönen Abschluss redlich verdient haben. In ähnlich zähen "Sommerumständen" habe ich auch schonmal früher das Handtuch geworfen...  Morgen steht wieder ein kleineres Gewässer auf dem Plan.

Kai

 

 

21. April , Hochzeit der Weißfische und Schlangen


Das Wetter präsentiert sich noch sommerlicher als gestern, wenn auch der Ostwind für die nötige Abkühlung sorgt. Habe ich mich gestern über zu wenig Wind beklagt? Er ist wieder da! Hat aber nichts genützt. Wind aus dem Osten lässt die Haken rosten oder so... Nun, wir waren heute wieder auf einem etwas kleineren See unterwegs, wobei das Wort klein hier nicht allzu wörtlich genommen werden sollte. Es war schon am Morgen richtig Leben auf und im Wasser. Hochzeitsstimmung beim Federvieh und tatsächlich konnten wir an einigen Uferabschnitten laichende Rotaugen beobachten! Zumindest in diesem See war von den Hechten im Flachwasser keine Spur mehr zu sehen, deshalb versuchte ich es im tieferen Wasser mit diagonal geführten Gummiködern und so konnte ich tatsächlich noch einen Hecht überlisten.

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Nachdem ich kurze Zeit später noch einen guten Biss bekam, diesen jedoch nicht versilbern konnte, war es dann auch vorbei. Stattdessen verlor ich noch zwei komplette Montagen indem ich zugegeben etwas unvorsichtig an einer Bojenkette vorbei manövrierte und kurze Zeit später ein Warnschild mit dem Hinweis auf ein Unterwasserkabel übersah. Birgit war heute etwas "angelfaul" und zog es überwiegend vor die Sonne und die Natur zu genießen.

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Das Highlight des Tages hatte heute keine Flossen. In einer ruhigen Bucht entdeckten wir zunächst eine, später dann noch zwei weitere Wasserschlangen. Die hatten wohl heute Osterausflug! Wir kamen ganz nah ran und konnten einige herrliche Aufnahmen machen. Den Tag auf dem Wasser beendeten wir heute bereits mittags und genießen zur Zeit die Sonne bei Kaffee und Kuchen vor unserem Ferienhaus.

Kai

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22. April 2014 , Woman's day und Big Mama's day !


Nur ganz kurz: Ja, das Wetter ist unverändert, aber das mit den rostenden Haken bei Ostwind muss ich revidieren! 

Heute haben wir abermals ein neues Gewässer in Angriff genommen. Auf Grund der Lage hatten wir keine Chance unser Boot dort einzuslippen und so nutzten wir das Angebot unseres Gastgebers dort sein kleines Boot zu gebrauchen. So wurden aus 50 PS nun 2,5 PS, aus komfortabel gepolsterten und gefederten Bootsstühlen wurde eine karge Sitzbank und um das rudimentäre Flair perfekt zu machen, befanden sich schöne Holzruder im Boot. Ein kleiner Elektromotor war allerdings an Bord und sollte uns zum vorsichtigen Anpirschen an interessante Angelplätze dienen. Aber wie heisst es so schön: Tolle Technik fängt noch längst keine Fische!

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Der erste von uns ausgewählte Platz war eine langgestreckte Schilfzone, welche gut im Wind stand. Wie sagt der Holländer? Richtig: Wind op de kant - vis in de hand ! Birgit nahm es gleich wörtlich. Kurz nachdem sie zu mir gesagt hatte "Du Kai, wenn man hier einen größeren Fisch an der Angel hat, dann braucht man ja auch ein einigermaßen stabiles Boot..." , sah' ich sie schon mit krummer Rute und aufgeregtem Blick. Ein guter Fisch hatte sich Ihren silberblauen Jerk gepackt und machte ordentlich Radau. Ich konnte den Fisch sicher keschern und wusste gleich, dass dieser nun Birgits PB um einige cm übertreffen würde. Und richtig: Mit 93cm war es Birgits größter Hecht, da war aber jemand stolz!

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Kurze Zeit später fing sie dann noch einen aus dem Hechtkindergarten, während ich keine Aktion verzeichnen konnte. Wir fuhren weiter und auch an der nächsten Stelle fing Birgit noch ein "Kleintje". 3:0 für Birgit, oh,oh... Ich darf vorwegnehmen, es kam noch viel dicker, im wahrsten Sinne des Wortes!

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In einer flachen Bucht im Windschatten versuchten wir es weiter, aber außer einem tollen Kranichfoto gelang uns nichts.

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Nächste Bucht. Sehr flach und voller Schilfstengel, die gerade so eben aus dem Wasser ragten. Mittlerweile wie ein Profi warf Birgit Ihren Jerk weit in ein lichtes Schilffeld hinein. Kurz angejerkt, und plötzlich ein großer Strudel gefolgt vom einem wütenden Tänzchen an der Oberfläche. Dann ging der Fisch auf Tauchstation (sehr tief konnte er ja nicht weg...). Es war klar, auch das war ein guter Fisch! Er kam näher ans Boot, Birgit machte alles richtig, und das obwohl sie nun wirklich nicht viel Übung im Drillen großer Fische hat. Dann der erste Sichtkontakt und meine Erkenntnis: Der ist größer als der von vorhin... Kurze Zeit später lag die Hechtmutti im Kescher, und mein erster Satz war: " Jetzt hast Du Deinen Meterfisch!". Birgit war recht stumm... "Echt ?"  "Meinst Du?". Ich löste den Köder und hob' den Fisch aus dem Kescher. 10kg+ , auf jeden Fall. Birgit übernahm den Fisch und musste sich ganz schön anstrengen, aber sie bestand alles mit Bravour und ließ auch nicht locker als der Fisch einmal kurz versuchte sich aus ihrem Griff zu lösen. Wir machten schnell ein paar Fotos und legten das Maßband an. 1,09m WOW! Schnell setzte ich den Fisch zurück in sein Element und er verabschiedete sich mit einem sanften Flossenschlag in die Tiefe. Wer von uns in diesem Moment mehr beeindruckt war kann man wohl schwer sagen, jedenfalls waren wir beide in so einer Stimmung zwischen total aufgeregt und "In sich gehen", ersteres traf eher auf Birgit zu, letzteres mehr auf mich, denn ich bin wirklich total stolz auf Birgit, Ihre Ausdauer und Ihre in kurzer Zeit erlernte Technik. Den Erfolg hat sie sich verdient, und ich freue mich wohl fast mehr als hätte ich den Fisch selbst gefangen.

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Birgit fing dann auch noch ihren 5. Hecht des Tages (60cm) , bevor auch ich noch einen Minihecht überreden konnte, mich nicht als Schneider nach Hause gehen zu lassen. Wir beendeten den Angeltag gegen Mittag und freuen uns auf unseren für heute geplanten Grillnachmittag!

Kai

 

23. April 2014


Ja Ja - immer noch Ostwind, aber seit heute doch wieder deutlich kälter trotz weiterhin wolkenlosem Himmel. Wir haben heute nur einen kurzen, dreistündigen Angelausflug unternommen. Es bot sich natürlich wegen der gestrigen Fänge aber auch auf Grund der Kürze der Zeit das Gewässer von gestern an. Wir konnten drei Hechte fangen, der größte war ein 60er. Wer ihn gefangen hat? Natürlich Birgit! Meine beiden Hechte waren gerade dem Kindergarten entkommen, aber einer davon musste dann doch kurz zur Fotosession, denn er war wirklich gierig und auch noch kannibalisch veranlagt, wie man auf dem Foto sieht.

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Es wird voraussichtlich unser letzter Angeltag gewesen sein. Die lange Rückreise rückt näher und wir blicken auf einen tollen Urlaub zurück. Im September sind wir mit dem ganzen Team noch einmal in der Gegend und alle freuen sich schon sehr darauf. OK - große Fische werden schwer zu fangen sein, Birgit ist ja nicht mit...

Kai

 

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