Auf die letzte Minute (live)

Nachdem in den letzten Wochen eher Lernen als Angeln angesagt war, da meine Abschlussprüfung zum Informat-Betriebwirt anstand, war die Freude nun umso größer, dass es kurz vor der Hechtschonzeit noch mal ins Land der Windmühlen losgehen konnte.

Gemütlich reisten Simone und ich an einem Freitag an und bezogen die sehr geräumige Ferienwonung, die wir schon aus dem Herbst des Vorjahres kannten und schätzen gelernt haben. Ein hauseigener Steg zum stressfreien Anlegen des eigenen Bootes macht die Sache perfekt und extrem "frauentauglich" Lachend.

 

Tag 1:

 

Wie das bei leidenschaftlichen Anglern halt so ist konnte ich bereits am Freitag nicht die Füße stillhalten und musste unbedingt noch mal aufs Boot, während Simone sich dazu durchgerungen hat, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Gesagt, getan ging es noch mal los, aber allzuweit kam ich nicht. Kaum 500 Meter von der Wohnung entfernt versuchte ich es mit "Speedtrolling" und bekam nach wenigen Metern einen hammerharten Biss auf einen Pikefighter bei ca 10 km/h.

 

Nach kurzem aber heftigem Drill lag ein sicher metriger Fisch im Boot. Schnell fuhr ich die paar Meter zurück zum Steg und Simone konnte ein paar schöne Bilder von dem Fisch machen. Eine gemeinsame Messung ergab 1,07 Meter!! So kann es gerne weitergehen....

 

Der Gemütlichkeit halber beendete auch ich den äußerst kurzen Angeltag überglücklich und gab mich einem wohlverdienten "Meterbier" hin...

 

Tag 2:

 

Nachdem der erste Tag so super anfing war ja klar, dass es am folgenden Tag zäh werden sollte. Bei schönstem Wetter und voller Erwartung ging es gleich morgens früh raus, aber die Ernüchterung folgte auf dem Fuße...

Bis mittags biss kein Schw*** an. Noch nicht mal ein Zupper war drin. Völlig deprimiert machten wir erst einmal eine ausgedehnte Mittagspause (während der wir allerdings sicherheitshalber noch 2 Deadbait-Ruten auslegten, wenn auch ohne Erfolg..).

Frisch gestärkt und etwas erholt sollte es dann nachmittags noch mal rausgehen und wie sich heraus stellte waren die Fische mitterweile auch wach!

Gleich nach einigen hundert Metern biss der erste halbstarke Hecht von ca. 65 cm. Kurz darauf folgte dann noch ein untermaßiger Schniepel.

Frohen Mutes fuhren wir weiter und schon passierte es: BÄÄHHHMM! Wieder ein knallharter Biss auf einen Pikefighter, dieses Mal in Redhead-Design.

Sofort nach dem Anschlag konnte ich sehen, dass es ein guter Fisch war, aber was Simone kurz danach sicher kescherte war dann doch mehr als das Erwartete. Ein superfetter Meterfisch mit genau 1,08 Metern lag sicher im Kescher.

 

 

 

Schnell wurde der Fisch wieder in sein Element zurückgesetzt.

Da bisher alle Bisse auf meine Rechnung gingen wurde Simone langsam auch etwas ungeduldig und wartete sehnsüchtig auf den ersten Biss. Bis zum Feierabend wurde sie dann auch noch mit 2 kleinen Hechten belohnt, der wirklich Große blieb für sie jedoch erst mal aus, aber was noch nicht ist kann ja bekanntlich noch kommen...

Den Abend ließen wir dann bei lecker Grillfleisch und Bierchen (wieder mal "Meterbier"!) ausklingen.

 

Tag 3:

 

Die Geschehnisse von Tag 3 sind relativ schnell erzählt:

Bei Windstärke 6 und schauerartigen Regenfällen, gemischt mit sonnigen Abschnitten, fanden wir nicht die angenehmsten Angelbedingungen vor. Dennoch schafften wir es, uns im Laufe des Tages 5 Fische "zusammenzuangeln". Den Größten des Tages hatte Simone mit 71cm. Insgesamt fielen 4 der 5 Fische Simones Ködern zum Opfer. Hier ein paar Bilder des Tages:

 

 

 

 

Tag 4:

 

An vierten Tag der Tour war dann das Wetter wieder deutlich besser. Der Wind blies mit ner Stärke 4 immer noch ganz schön kräftig, aber es blieb den ganzen Tag trocken und auch die Sonne war ein gerngesehener Gast.

Es stellte sich im Laufe des Tages aber raus, dass die Fische wohl noch etwas brauchen werden, um sich an den Wetterumschwung zu gewöhnen, denn die vier gefangenen Fische waren hart erarbeitet. Die größten Fische des Tages mit 69 und 71 cm seht Ihr hier.

 

 

 

Tag 5:

 

An Tag 5 haben wir ausnahmsweise mal nicht geangelt, sondern haben stattdessen einen tollen Tag am Meer verbracht. Morgen geben wir uns aber wieder richtig MüheLachend

 

Tag 6:

 

Der 6. Tag war wettertechnisch der bisher schönste Tag. Von morgens bis abends wurden wir mit reichlich Sonne verwöhnt und auch der Wind war kaum wahrnehmbar. Zum Glück zeigten sich auch die Fische von Ihrer guten Seite und wir konnten 9 Fische bis 69 cm fangen.

Auch wenn an diesem Tag kein größerer Fisch dabei war hat es tierisch Spaß gemacht und zum Abschluß wurde uns noch ein wunderschöner Sonnenuntergang präsentiert.

 

Tag 7:

 

Am 7. und damit letzten Tag wurden wir vom Wetter noch mal richtig verwöhnt. Es machte allerdings den Anschein, dass die größeren Fische so langsam anfangen sich dem Liebesspiel hinzugeben, denn den ganzen Tag über gelang es uns lediglich, 5 absolute Schniepel zu überlisten.

Erst am späteren Nachmittag gelang Simone dann mit dem Fang eines 86er's noch ein krönender Abschluss der Tour.

Glücklich über einen gelungenen Angelurlaub wurde das Boot ausgeslippt und der Abend gemütlich ausklingen gelassen.

Für uns steht auf jeden Fall fest, dass wir wiederkommen und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Tour. Jetzt ist erst mal Schonzeit für die Hechtlein angesagt, damit sie für reichlich Nachwuchs sorgen können...

 

Guido und Simone

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