Novembermutti

Mitte November , Vollmondphase. Daniel und ich waren insgeheim doch in der Erwartung in diese mehrtägige Tour gestartet, dass sich der eine oder andere kapitale Fisch an gewisse, unserer Erfahrung nach nicht seltene Gesetzmäßigkeiten halten würde. Natürlich hat man immer den Wunsch im Kopf, einen großen Fisch zu fangen. Gewisse Konstellationen lassen diese Wünsche aber mal mehr und mal weniger realistisch erscheinen. Diese hier sollte dann doch eher zuträglich sein.

Der erste Tag erwartete uns mit einem sehr dichten Nebel. Leider einer von der Sorte, bei dem man wenig Hoffnung hat dass er im Laufe des Vormittags verschwindet. Hochdruckgebiete im November sorgen häufig für diese Situation. Obwohl wir wussten, dass ein Befahren der anvisierten Gewässer nicht ungefährlich und vor allem im Hinblick auf die Sichtverhältnisse auch nicht erlaubt sein könnte, trauten wir uns doch auf's Wasser. Zu groß war die Vorfreude auf den Angeltag. Es war wirklich eine dichte Nebelsuppe, die Sichtweite schwankte zwischen 20 und vielleicht 200m - defintiv problematisch! Das folgende Foto zeigt noch eher eine Phase "guter Sicht"...

K640 2013 11 16 21-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es begann alles sehr zäh. Um 11:00 Uhr hatten wir gerade einmal einen Zander im Boot und zwei Fehlattacken zu verzeichnen. Das alte Spiel: Wo sind sie? Welche Tiefe ist heute favorisiert? Da die Strömung doch recht ordentlich war, vermuteten wir die Fische eher in beruhigten und flacheren Bereichen. In der Folge hatten wir einige sehr zaghafte Anbisse, konnten aber keinen der Fische verhaften. Eine Hafeneinfahrt, die eine Tiefe zwischen 5 und 6 Metern aufweist, war das nächste Ziel. Diese Stelle hatte sich bereits vor einigen Wochen als produktiv herausgestellt, während wir sie in den Vorjahren eigentlich nie auf unserer Agenda hatten.

Nach kurzer Zeit konnte Daniel einen schönen Zander fangen, na bitte! Hoffentlich waren noch ein paar mehr am Platz...

K640 2013 11 16 16-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur wenig später gab' es bei mir einen harten Einschlag. Gleich wurde klar, dass es ein größerer Fisch war. Zum Vorschein kam ein Zander der oberen Mittelklasse, der den Köder voll genommen hatte.

K640 2013 11 16 13-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

K640 2013 11 16 14-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Daniel's Köder wurden heftig attackiert...

K640 2013 11 16 17-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Nebel wurde immer dichter und die Befürchtung eines Kontaktes mit der Wasserschutzpolizei nahm erheblich zu... Naja, die konnten ja auch kaum etwas sehen...

Dann wieder ein Einschlag bei mir und... Kartoffelsackfeeling ! Yes, das ist etwas kapitales! Ich gab' Daniel gleich zu verstehen, dass es diesmal der große Kescher sein müsste. Nachdem ich zunächst an einen großen Zander dachte, machte sich während des Drills die Vermutung breit, dass es sich um einen Hecht handeln könnte. Spätestens als der Fisch Richtung Oberfläche zog war diese Vermutung Gewissheit. Als er jedoch die Oberfläche durchbrach begannen die Knie schon etwas zu zittern. Aber mit meinem Bootspartner Daniel ist man meistens auf der sicheren Seite. Während er in der einen Hand die Videokamera hielt und den Drill filmte, setzte er mit der anderen gekonnt den Kescher an und - zack,drin! Well done mate !!

Ich denke es war der bis dato dickste Hecht den ich im Boot hatte. Hoffentlich hat er nicht so viel von unseren geliebten kleinen Zanderchen verspeist! Wie war das noch gleich? November,Vollmond...

And here she is !

K640 2013 11 16-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Fett,oder?

 

Es kam allerdings was kommen musste. Gegen 15:00 Uhr wurden wir von der Hafenwacht vom Wasser geschickt, wegen der schlechten Sicht. Recht hatten sie die Beamten, und wir haben uns umgehend im Schneckentempo in Richtung Slippe aufgemacht. Eine Verwarnung gab' es nicht, die waren nett. Es war so ein toller Angeltag, da kann man auch mal früher Schluss machen. Am Ende hatten wir 11 Zander, zwei Barsche und den Hecht gefangen.

 

Der zweite Tag begann ähnlich neblig wie der erste. Bereits am Vorabend hatten wir beschlossen, diesen Tag nicht mit dem Boot auf dem Wasser zu verbringen, sondern stattdessen die örtlichen Gräben vom Ufer aus zu befischen. Später klarte es dann doch ein wenig auf, aber wir denken, dass es doch die richtige Entscheidung war. Leider gab' es ausser einem Fehlbiss und einem Nachläufer bei Daniel nichts zu holen. Zudem plagten Daniel Magenprobleme (zu viel patat speciaal ??). Wir brachen am Mittag ab und machten uns einen ruhigen Nachmittag vor dem Kamin.

K640 2013 11 17 1-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

K640 2013 11 17 2-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am dritten Tag konnten wir wieder mit dem Boot raus. Der Nebel war weg und glücklicherweise auch Daniel's Magenprobleme. Ich sag' ja, wenn man von zuviel patat speciaal derartige Probleme bekommt, dann hilft nur eine loempia speciaal mit groote patat obendrauf. Wenn das noch nicht genug ist, bitte noch eine frikandel speciaal dazu. Sei's drum, hat bei Daniel jedenfalls funktioniert.

Es war ein grauer Novembertag, zum Nachmittag frischte der kalte Wind auf und machte das Fischen zu etwas für "fishermen's friends" ...

Der Vormittag verlief wieder zäh, aber dann kamen die Fische doch noch in eine aktive Phase und wir konnten insgesamt 19 Zander und zwei Barsche fangen. Das gesamte Größenspektrum wurde abgedeckt, naja, fast... Die Oberklasse ließ sich heute nicht sehen, aber das tut sie ja meistens nicht :-) .

Kai

K640 2013 11 18 5-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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K640 2013 11 18 3-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

K640 2013 11 18 12-2

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