Raubfisch net(te) Geschichten (2)

An diesem ersten Dezemberwochenende ging es mit Dieter auf Tour. Die Fänge der letzten Wochen machten Lust auf mehr und dementsprechend groß war auch die Zuversicht. Ausserdem: Wir hatten Vollmond! Immer gut für einen aussergewöhnlichen Fisch. Auch diesmal?

Nach der Anreise am Freitagabend wurden wir wie immer sehr herzlich empfangen, diesmal dann so:

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Man fühlt sich gleich wie zu Hause! Naja, ist ja auch schon fast so...

Den schon fortgeschrittenen Abend ließen wir bei einem Becher Glühwein ausklingen, am nächsten Morgen um 06:00 Uhr sollte ja schliesslich der Wecker klingeln.

Der erste Tag empfing uns mit traumhaften Wetter, und das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Gleich zu Beginn ging es mit einem 40er Barsch los.

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Kurze Zeit später meldeten sich auch die ersten Zander, es war Action angesagt! Während Dieter leider einen größeren Fisch (wir vermuten einen guten Hecht) im Drill verlor, stieg bei mir auch gleich ein richtig guter Zander ein.

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Zur Mittagszeit waren wir bereits zweistellig, es wurde dann jedoch etwas ruhiger unter Wasser. Zur Abwechslung gab es am Nachmittag etwas sehr spannendes zu beobachten. Ein Bohrschiff wurde über den Fluss bewegt. Eigentlich für diesen Flussabschnitt ein wenig zu groß, führten mehrere Schlepper und Schubschiffe den Koloss sogar durch eine enge Brückenpassage - ein Schauspiel!

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Der eine oder andere Zander ließ sich dann doch noch überreden.

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Die Krönung des Tages war dann eine Barschbombe von 48cm, die ich über einem sehr hängerträchtigen Steinfeld zum Anbiss überreden konnte.

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Insgesamt stand der Zähler am Abend bei 18 Fischen, wieder ein sehr erfolgreicher Tag!

Nachdem wir ja bei der letzten Tour "Pommesfrei" gegessen hatten, gab' es an diesem Abend dann aber das volle "Frikandelprogramm" !

Auch der zweite Tag begann mit schönem Wetter. Wir kannten allerdings die Prognose, und die war alles andere als einladend. Dauerregen,Sturm und teilweise Hagel. Wir planten schonmal ohne den Nachmittag... Während des Vormittags braute sich dann auch so einiges am Himmel zusammen, und gegen Mittag haben wir dann ausgeslippt. Eine weise Entscheidung wie sich später herausstellte. Trotzdem konnten wir noch 7 Fische fangen, darunter ein sehr schön gezeichneter Zander.

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Für den dritten Tag waren die Prognosen grauenhaft. Windstärke 6-7, Dauerregen. Das wollten wir uns nicht antun. Ein Alternativplan musste her. Nun, was macht man als Angler auf einer Angeltour wenn man nicht angeln kann? Richtig - Man besucht Angelgeschäfte und gibt Geld für meist unnötige Dinge aus. Nein, natürlich braucht man das alles ! Da die Geschäfte erst am frühen Nachmittag öffneten, versuchten wir es am Morgen in den örtlichen Poldern auf Hecht, leider ohne irgendeine Aktion. Die Sonne schien vom blauen Himmel, und wir verfluchten schon die Wettervorhersage. Hätten wir doch auch raus fahren können! Nein, hätten wir nicht! Binnen weniger Minuten erschien eine erste schwarze Wand am Horizont und schüttete kurze Zeit später alles aus Ihren Kübeln was sie hatte. Den ganzen Tag gab' es nun heftige Güsse , gepaart mit starkem Wind und ab und an ein paar Hagekörnern. Da möchte man wirklich nicht auf dem Boot sein. Die Tour durch die Angelgeschäfte hat wie immer viel Spaß gemacht, und vor allem Dieter hat dann auch ordentlich zugelangt. (Dieter, ich hätte die Rute auch gekauft...).

Am Abend machten wir dann ein Bild welches die örtliche Situation sehr gut wiedergibt:

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Letzter Tag, tatsächlich schien wieder die Sonne. Wie üblich sollte es bis Mittag auf's Wasser gehen. Der Fluss war voller Treibgut, fast so viel wie im letzten Jahr nach dem Sturmtief "Xaver". Und wiederum zeigten sich die Fische sehr beeindruckt und waren total passiv. Ganze 4 konnten wir fangen, und die waren hart erkämpft. Gerettet wurde der Tag dann noch von einem schönen Hecht, der bei Dieter einstieg.

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Wieder eine abwechslungsreiche Tour, und nachdem uns der Wettergott in diesem Jahr so oft verwöhnt hatte, müssen wir ihm wohl dieses störende Wetterintermezzo verzeihen.

 

Kai

 

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