Raubfisch net(te) Geschichten (3)

Der "Klippen... äh ... Slippenspringer" wird zu "Aal Uli"


Lange vorher geplant, heute ging es endlich mal wieder mit Uli auf's Wasser. Ja, das ist der, der im letzten Jahr an der Slippe einfach mal ein wenig zu früh aus dem Boot ausstieg... Uli hatte mir versprochen dass das nicht wieder passieren wird, und so stand einem schönen gemeinsamen Angeltag auch wirklich gar nichts mehr im Wege. Wir trafen uns am 01:00 Uhr im Hof und starteten (jaja, wieder mal ohne geschlafen zu haben) in Richtung Wasser. Natürlich waren wir auch die ersten an der Slippe, aber auch im Tagesverlauf gesellten sich lediglich zwei andere Bootsteams dazu. Der Tag begrüßte uns gleich mit einer ordentlichen Brise aus Südwest, es wurde also nichts mit der morgendlichen Stille auf dem Wasser. Naja, mal sehen was die Fische heute so sagen! Die erste Drift brachte einen Aussteiger, danach war es erst einmal recht ruhig, bevor Uli den ersten mittleren Zander fing. Hätten wir mal ein Foto gemacht... Der erste schöne Barsch des Tages folgte kurze Zeit später.

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In der Folgezeit verloren wir ein gefühltes Dutzend Fische im Drill, es wurde "spitz" gebissen. Über die Bissfrequenz konnten wir uns allerdings nicht beschweren, und so war auch bald der nächste Zander "an Bord".

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Am Horizont machte sich eine ungemütliche Farbe breit, und dann... ja, es fing an zu regnen. Der Regen begleitete uns bis zum Mittag, aber wir hatten trotzdem viel Spaß, wie man auf dem folgenden Foto sieht.

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Das Highlight des Vormittags? Ja wo mag denn der Name "Aal-Uli" wohl herkommen ? Nachdem ich Uli die FoxRage "Legend" als Köder für große Fische beschrieben und empfohlen hatte, erhielt er kurze Zeit später tatsächlich eine kräftige Attacke. Und? Aal , ca. 75cm ! Wir hatten ja auf einen großen Zander gehofft, aber der Drill verlief schon recht merkwürdig. Leider konnten wir kein Foto machen, denn Uli war mit dem Wirrwarr, welches der Aal in seiner Montage hinterließ, schon gut geschäftigt, als sich der Aal irgendwie wieder ins Wasser schlängelte. Naja, Aalschleim vermieden - auch ein Erfolg!

Als sich der Regen zurückzog und ein Hauch von Sonne zu sehen war, machten wir erst einmal Mittagspause. Ich glaube ich habe geschlafen wie ein Stein.

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Knapp zwei Stunden später ging es dann weiter. Der Wind hatte mittlerweile auf West gedreht und noch eine ordentliche Schippe draufgelegt, dafür war die Sonne jetzt da. Die Angelei gestaltete sich wegen des starken Windes "technisch schwierig", jedoch war die Bissfrequenz nach wie vor wirklich gut. Was uns den ganzen Tag begleitete waren unglaublich viele "Aussteiger". Wenn wir die alle gefangen hätten, na dann könnten wir den Zähler nochmal locker um 25 Fische erhöhen. Trotzdem blieben regelmäßig schöne Fische hängen.

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Die Durchschnittsgröße der Zander war erheblich besser als noch vor zwei Wochen. Warum das manchmal so unterschiedlich ist? Ich habe keine Ahnung!

Wir kämpften uns weiter durch teils hohe Wellen, es war Schwerstarbeit für Angler,Steuermann und den Elektromotor.

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An einer Hafenecke, an der ich am Vormittag kurz hintereinander drei Fische verloren hatte (oder war es immer der gleiche?) , war somit noch eine Rechnung offen. Kurz vor der Steinpackung gab' es dann den ersehnten, und diesmal knüppelharten Einschlag auf meinen Köder. Schnell war klar - etwas großes (und nicht der oder die Fische vom Vormittag) ! Es gab' einen heißen Tanz mit mehrmaligem Seitenwechsel im Boot. Uli folgte mit dem Kescher und konnte dann auch gleich beim ersten Versuch erfolgreich "einsacken". Leider kein Großzander, aber der tolle Hecht war dann eindeutig der "Kanjerkoning van de dag" !

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Nach 13 Stunden auf dem Wasser beendeten wir den Tag mit insgesamt 25 Fischen. Ich "fing" mir zusätzlich einen hübschen Sonnenbrand im Gesicht (wohl während der Mittagspause?!) , aber das ist eine andere Geschichte. Wir hatten wieder viel Spaß und freuen uns beide riesig auf die geplante 4-Tagestour im Herbst.

Kai

 

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