Schweden Herbst 2014

 

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Endlich war es wieder soweit, die langersehnte Tour nach Schweden mit dem ganzen Team stand vor der Tür. Wir waren in diesem Jahr mit unseren eigenen Booten unterwegs. Das hieß auf der einen Seite bessere Ausrüstung vor Ort, auf der anderen Seite jedoch auch eine längere Anfahrt. So trafen wir uns bereits am Freitagmorgen um die geplante Ankunft am frühen Samstagmorgen zu realisieren. Wir schafften es tatsächlich die uns bekannten und eigentlich schon eingeplanten Stauregionen rund um Köln und vor dem Elbtunnel staufrei zu durchfahren. Dafür hatten wir dieses Mal einige ungewöhnliche kleinere Staus in Dänemark zu überstehen. Wir erreichten unser Ziel etwas zeitiger als vorgesehen gg. 06:00 Uhr morgens. Für diesen Fall wollten wir noch vor dem „Einzug“ in unser Ferienhaus im örtlichen Supermarkt einkaufen, dieser öffnete jedoch leider auch erst um 08:00 Uhr seine Pforten und so machten wir noch etwas Rast auf einem Parkplatz.

Unser Gastgeber empfing uns um 08:00 Uhr und da die vorherigen Gäste im Ferienhaus bereits am Vortag abgereist waren, konnten wir gleich hinein in die gute Stube. Erwartungsgemäß handelte es sich um ein sehr großes und schönes Haus, versehen mit allem was das Herz begehrt. Mit allem , nein, es gab‘ kein WLAN. Obwohl wir dies vorher wussten stellte sich dies im weiteren Verlauf der Woche doch so manches Mal als lästig heraus, zumal das mobile Netz doch recht dürftig ausfiel.

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Bereits um 11:00 Uhr war alles ausgepackt und eingerichtet. Und das heißt? Richtig! Wir konnten noch ein paar Stunden raus zum fischen! Für den Rest des Tages beschlossen wir den kleinen, direkt am Haus gelegenen See, zu befischen. Unsere eigenen Boote konnten wir hier nicht slippen, aber es standen zwei Boote mit kleinen Aussenbordern am See zur Verfügung.
In den wenigen Stunden auf dem Wasser konnten wir insgesamt 14 Hechte fangen, darunter gleich ein 92er und ein 1,03m Fisch für Daniel, was gleichzeitig einen neuen PB für ihn bedeutete. Na, wenn das kein Auftakt war!

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Der nächste Morgen empfing uns mit etwas, mit dem wir in der Vergangenheit eher schlechte Erfahrungen gemacht hatten – Nordwind! Kalt war es geworden und ein wenig Regen gesellte sich auch dazu. Da die Fänge am Vortag doch gut waren, statteten wir unserem „Haussee“ noch einen Besuch ab. Leider konnten wir nicht an die Fänge des Vortages anknüpfen und erkämpften uns den ganzen Tag über 6 kleinere Hechte.

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Am Montag sollte es dann aber endlich auf eines der größeren Gewässer der Gegend gehen, denn wir hatten bei der „Größe“ unseres Haussees schon einen kleinen Drehwurm und sehnten uns alle nach großem Wasser mit hoffentlich auch größeren Fischen. Der Nordwind hatte sich zwischenzeitlich weiter aufgebaut und eine ordentliche Kraft entwickelt. Kaum hatten wir eingeslippt kam auch schon der erste herbe Rückschlag. Guido hatte doch tatsächlich seine eigens für diesen Urlaub teuer erstandene Navionics GPS Karte für das Gebiet zu Hause vergessen! Da es sich bei dem für den Tag ausgewählten Gewässer um eine sehr gefährliche und mit Steinen nur so gepflasterte Region handelt, gab‘ es nur eine Lösung: Guido im Schlepptau von Kai in dessen Fahrwasser. So gingen wir die Sache auch an, aber bereits nach ca. 30 Minuten war uns klar, dass dies nicht ganz so praktikabel war und dass der Wind einfach zu stark war, um vernünftig angeln zu können. Wir hatten selbst in sonst eher ruhigeren Bereichen bereits eine sehr starke Welle, die zum offenen Wasser natürlich noch stärker wurde. Also vernünftig sein und – Abbruch…
Da nun ein Drittel vom Tag schon fast verstrichen war und der mittlerweile zum Sturm herangewachsene Wind uns auch an den anderen größeren Gewässern das Leben sehr schwer gemacht hätte, fiel die Wahl auf , jaja, den Haussee. Über den Tag verteilt konnten noch eine Handvoll Hechte gefangen werden, aber bis auf einen 93er bei Daniel alle aus dem Hechtkindergarten.

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Tag 3, jetzt aber !
Am Dienstag hatte sich das Wetter beruhigt, jedoch war es immer noch sehr kalt und der Wind wusste an diesem Tag irgendwie gar nicht wo er hin wollte. Die Angelei auf dem großen See gestaltete sich von Beginn an sehr zäh. Ehrlich gesagt wirkte das Wasser wie tot, und ausser einem schönen Barsch für Kai, einem kleinen Hecht für Daniel und einem Aussteiger eines wohl besseren Fisches bei Guido ging nichts. So langsam machte sich der erste Frust breit, denn wir hatten bereits bei unserem letzten Skandinavienurlaub so ein Pech mit den Wetterbedingungen. Als unser Gastgeber uns dann auch noch bestätigte, dass bei nördlicher Strömung an den Seen meist nicht viel zu holen ist, war die Stimmung weiter im Sinkflug. Daniel und Guido versuchten am Nachmittag nochmals ihr Glück am Haussee und konnten noch 8 Hechte fangen, wobei wenigstens einer mit 80cm dem Kindergartenalter bereits entkommen war. Die Stimmung wurde jeden Abend erhellt durch das tolle Essen, welches meist Daniel für uns zubereitete.

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Futterfisch genug...

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Biberalarm !

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Am Mittwoch empfing uns das Wetter mit nebliger Kälte und Regen. Die nördliche Strömung hinterließ ihre Spuren. Der Wind? Er hatte wieder eine Richtung gefunden ! Nord …
Den Vormittag verbrachten wir mit der Erkundung zweier neuer Gewässers und den Slipmöglichkeiten vor Ort, auch ein Gespräch mit dem Gastgeber ließ für die beiden letzten Tage zumindest hoffen, es sollte sich eine westliche Strömung einstellen und damit hoffentlich die Fänge besser werden. Dieter, Guido und Daniel verbrachten den Nachmittag dann wieder auf dem Haussee, der insgesamt nicht besonders „wetterfühlig“ zu sein schien. Kai legte eine schöpferische Pause ein, um sich voll auf den nächsten Angeltag zu konzentrieren und sich für diesen vorzubereiten, voller Hoffnung, dass es in den letzten beiden Tagen endlich die erhofften Fänge gibt. Der Nachmittag am Haussee war dann zumindest in puncto Stückzahl ordentlich, die drei fingen insgesamt 17 Hechte. Wie üblich aber allesamt aus der „Schniepelfraktion“.K640 Schweden 09 2014 50

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Tag 5, Eine vielseitige Fischerei
Am Donnerstag teilten wir uns auf. Die Teams Dieter und Guido sowie Daniel und Kai befischten zwei verschiedene Gewässer. Bis zum Mittag lief es bei beiden Teams schlecht, um nicht zu sagen sehr schlecht… Zum Mittag dann endlich die ersehnte Veränderung der Windrichtung. Bereits auf dem Echolot konnte man erkennen, dass die Fische langsam Ihre passive Haltung in sehr großen Wassertiefen aufgaben und sich in höhere Wasserschichten begaben. Hiermit einhergehend zeigten sie auch eine höhere Fressaktivität. Daniel und Kai konnten über den Nachmittag tatsächlich in sehr flachen Bereichen 7 Hechte auf Jerkbaits fangen, 5 weitere gingen verloren. Auch wenn die Fische leider wiederum eher klein waren, so was es doch sehr kurzweilig an Bord. Bei Guido und Dieter zeigte die sich verändernde Wetterlage ebenfalls Wirkung, drei Hechte bis 81cm und ein Barsch, sowie einige Aussteiger konnten auf Gummifische gefangen werden. Der letzte Tag verspricht bei recht starkem Südwestwind zwar ein wenig Schaukelei, bringt aber hoffentlich auch noch den einen oder anderen großen Fisch ans Band.

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Letzter Tag, wieder enttäuschend


Wenigstens der Wind hielt was er versprach, eine ordentliche Brise aus Südwest empfing uns am See, und sie baute sich in den nächsten Stunden noch weiter auf. Ganz davon abgesehen, dass es am späten Vormittag wirklich ungemütlich auf dem Wasser wurde, waren die Ergebnisse wiederum enttäuschend. Zwei Fische konnten wir bis 11:00 Uhr fangen, und als dann auch noch eine dunkle Regenwand am Horizont erschien, machten wir uns vom Acker. Kurzentschlossen reisten wir auch schon am Freitagnachmittag ab, es hielt uns nichts mehr vor Ort.
Wieder einmal hatten wir Pech mit ungünstigen bzw. schnell wechselnden Wetterlagen. Auch wenn wir eine Handvoll schöner Fische fangen konnten, so stand auch diesmal der Aufwand in keinem Verhältnis zu den Erfolgen. Aber das ist angeln, das nächste Mal kann man wieder mit der Nase in die Butter fallen...


Das Team Raubfisch.net

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