Weiter-Metern 1

Zugegeben, den Titel haben Guido und ich erst ausgesucht, als der erste Angeltag gefischt und die Resultate bekannt waren. Eine weitere Mehrtagestour steht auf dem Programm. Diesmal dabei: Guido mit eigenem Boot und (eigener) Frau Simone (:-)) , ich , also der Kai, sowie meine Schweden-Hechtkönigin Birgit.

Berichte gibt es zwei, getrennt nach Boot.

Der erste Tag begann für uns alle mit einem frühen Frühstück, danach trennten sich dann unsere Wege. Guido und Simone slippten in der Nähe der Unterkunft ein, während Birgit und ich eine etwas weitere Anfahrt in Kauf nahmen. Wie geplant kamen wir noch in der Dunkelheit auf's Wasser und an unsere für den heutigen Tag gewählte Angelstelle.

Es dauerte eine Weile bis sich der erste Hecht meldete, aber dieser war dann gleich ein Fisch von 1,03m !

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Kurze Zeit später kam dann noch ein kleinerer Fisch kurz ins Boot bevor es erst einmal still wurde. Die zweite Mahlzeit nahmen die Fische dann ca. eine Stunde später, ein 78er und ein 87er fanden den Weg in den Kescher.

Nachdem wiederum einige Zeit verstrichen war, erhielt ich urplötzlich einen heftigen Anbiss auf den Köder, der bestimmt schon seit 2 Stunden am Platz platziert war. Man hatte kaum die Gelegenheit die Pose beim Untertauchen zu beobachten, schon zog der Fisch Schnur von der Rolle wie ein D-Zug! Es folgte das "Kartoffelsack-Feeling" im Drill und mein Gefühl täuschte mich nicht, es kam ein riesiger Schädel zum Vorschein und Birgit kescherte wenig später einen weiteren Großhecht für mich. 1,16m ... Uff!

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Momentan fertige ich zusammen mit Guido bereits neue Vorfächer an, der nächste Tag kann kommen!

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TAG 2:


Heute haben wir uns wegen "diverser Umstände" , nicht zuletzt aber wegen des sehr starken Windes, zu einer ganz anderen anglerischen Alternative entschlossen. Kein großes Wasser, sondern ab in eine der schönsten Gegenden des Landes und die dortigen Kanäle und Kanälchen unsicher machen. Sehr häufig und auch meist erfolgreich wird dort das Schleppen praktiziert, aber das ist bekanntlich nicht so meine Sache... Bei wunderschönem Wetter genossen wir den Tag und konnten immerhin eine Attacke auf einen am Seerosenfeld angebotenen Köderfisch verzeichnen. Der Kescher blieb jedoch trocken...

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Start am Morgen                                                                                 Taliban

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Neue Fahrerin

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Achtung Brücke, Kopf einziehen!

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Schwimmen bei 13 Grad... Bekloppt oder was?

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"Herr Schneider" - Gesichtsausdruck

 

Tag 3:


Heute war es kalt - bitterkalt! Trotzdem standen Birgit und ich wie immer noch im Dunkeln an der Slippe. Erster ! Der erste Biss kam schnell, und Birgit startete mit einem 78er Hecht in den Tag.

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Nur wenig später auch der erste Biss bei mir, Anschlag , nichts... Köderfisch geklaut - Guten Hunger lieber Hecht! Es verging eine halbe Stunde, dann war auch mein erster Fisch im Kescher. 78cm, nichts besonderes, aber es war tatsächlich schon der 4. Fisch mit dieser Länge. Was noch lustiger war: Es war tatsächlich einer der Hechte, die ich bereits am Samstag gefangen hatte. Ganz eindeutig erkennbar an einer Wunde an der Seite. Der ist wohl standorttreu und dauerhungrig!

Nachdem ich einen weiteren Fisch nach dem Biss nicht haken konnte, sauste an einer meiner Ruten erneut die Schnur von der Rolle. Gleich nach dem Anschlag wusste ich, dass sich hier mal wieder ein Fisch Marke "Seekuh" vergriffen hatte. Ruhig und mit der Kraft eines Kartoffelsackes zog der Fisch weiter Schnur von der Rolle. Birgit machte den Kescher klar. Und dann war es da, dieses ätzende Gefühl des plötzlich fehlenden Widerstandes. Der Fisch war ausgestiegen, verdammmter Mist!

Das war es, ziemlich durchgefroren traten wir gegen 13:00 Uhr die Heimfahrt an.

Tag 4:

Ein eiskalter Ostwind peitschte uns bereits an der Slippe entgegen. Die Frauen hatten heute gepasst, und es war auch schon am frühen Morgen klar, dass dieser Tag wettertechnisch nur etwas für den Hardcore-Angler an sich werden würde. Es sollte sich den ganzen Tag kein weiteres Angelboot sehen lassen. Alles Weicheier! Im Ernst, Birgit und Simone hatten für sich bestimmt die richtige Entscheidung getroffen, aber hatten Guido und ich das auch?? Zumindest freuten wir uns beide über den bevorstehenden "Männertag".

Die Fahrt zur angepeilten Angelstelle war schon etwas "unruhig", aber eigentlich halb so wild. Wir ankerten das Boot, aber ehe wir uns versahen, waren wir auch schon ein paar Meter abgetrieben. Also, zweiter Versuch! Es musste ja schließlich alles stimmen mit dem Ankerplatz. Dieses Mal klappe es besser und die Köder flogen kurze Zeit später in die Dunkelheit. Die Wellen waren bereits ansehnlich, und das Boot schaukelte ordentlich. Das gibt heute Abend in der Dusche wieder Seegang...

Zunächst tat sich nichts, aber als es schon ein wenig hell geworden war, meldete bei mir der erste Hecht Interesse für den Köder. Anschlag - sitzt! Mit 89cm ein guter Start in den Tag.

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Der Wind wurde stärker, und die Anker verloren immer wieder für kurze Zeit den Halt. So machten wir in der nächsten Stunde etwas "Strecke", das Boot versetzte insgesamt ca 10m. Als der Wind dann noch mehr zulegte und die Wellen schon dafür sorgten, dass es auch im Boot ab und zu etwas nass wurde, beschlossen wir die Stelle zu wechseln. Weicheier...

Die neue Stelle war auch ein wenig aus der Not geboren. Sie lag zwar in der Nähe eines bekannen Hotspots, jedoch wählten wir die exakte Position eher aus weil es dort einen schönen Windschatten gab. Mit Fisch rechneten wir eher nicht mehr.

In der ersten Stunde tat sich dann auch nichts, bis bei mir doch wieder ein Interessent vorbeikam. Mit 95cm wieder ein guter Fisch.

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Kaum hatte ich die Rute neu beködert und an die gleche Stelle wie vorher geworfen, da gab' es auch schon den nächsten Biss. Die Pose tänzelte etwas ungewöhnlich, und das quittierte ich mit einem Anschlag - sitzt! Fühlte sich besser an, im Drill schraubte sich der Fisch einmal ganz aus dem Wasser, was Guido glücklicherweise auf Video festhalten konnte. Wir rechneten beide mit einem Fisch der Meter+ Klasse, was sich nicht ganz bewahrheiten sollte. Ungewöhnlich fett war die Dame dennoch, und über 94cm Hechtschönheit möchte ich nicht klagen!

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Wir beendeten den Angeltag gegen 13:00 Uhr und waren , zugegeben , etwas durchgefroren...

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Finde den Fehler !

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Die ganze Zeit war es gutgegangen, aber zuletzt erwischte mich dann doch noch einer der Hechte... Hechtanglerschicksal!

 

Kai

 

 

 

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