Herbst 2012 - Auf Hecht in Norwegen (live)

Auch in diesem Herbst sollte es wieder für eine Woche in den hohen Norden gehen. Nach einigen Malen in Schweden und der erfolgreichen Norwegentour im letzten Jahr ging es wieder in die Nähe der teuersten Stadt der Welt. Ja,Oslo ist das tatsächlich! Neben Guido und mir sind diesmal Dieter (mit dem ich in 2011 bereits in Norwegen war) und Daniel dabei.

Die Anreise hatten wir etwas anders organisiert als 2011. Nach einer langen Fahrt bis Fredrikshaven in der Nacht auf Samstag ging es mit der Fähre auf direktem Weg nach Oslo. Alles lief planmässig und wir erreichten die Unterkunft gegen 19:30 Uhr. Die Erwartungen sind wie immer hoch, was sich nicht selten als kontraproduktiv erwiesen hat. Aber manchmal kann man nichts dagegen tun. 

Wir finden hier eine perfekte Unterkunft vor, dazu zwei moderne und gut motorisierte Boote. Es kann losgehen!

Tag 1:

Die heutigen Bootsteams bestanden aus 1.) Guido+Dieter und 2.) Daniel+Kai . "Searching is the main of the game" , die einzige Konstante beim Angeln. Das galt auch mal wieder für den heutigen Angeltag. Zuerst wurden natürlich die Hotspots des letzten Jahres angefahren. Alles half nichts. Vier Angler, 9 Stunden, schmerzende Wurfarme. Ganze drei kleine Hechte zwischen 60 und 70cm, das war alles. Wir konnten sie nicht finden. Waren sie heute generell inaktiv? Wir werden es wie immer nicht erfahren! Bei einem Glas Grog werden nun die Taktiken für morgen besprochen. Auf welche Gewässer- und Tiefenbereiche konzentrieren wir uns, welche Köder kommen zum Einsatz? Fragen über Fragen, und so unglaublich viel Wasser vor der Haustür...

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Tag 2: Besser - Mama is missing

Heute bildeten Dieter+Daniel sowie Guido+Kai die Bootsteams. Wir konnten schon deutlich mehr Aktionen über den Tag verteilt verzeichnen. Insgesamt haben 11 Hechte und ein Barsch kurz den Weg in die Boote gefunden. Drei Hechte waren über 80cm lang. Schon besser, aber immer noch ausbaufähig, vor allem die Größe. Leider haben wir noch keine klaren Standort- und Verhaltensmuster festgestellt. Auffallend war allenfalls, dass wir die Fische überwiegend sehr grundnah fingen und Tiefen zwischen 4 und 6 Metern favorisiert waren. Ersteres könnte ein Zeichen mangelnder Aktivität sein. Ach ja, die dicke Mutti lässt noch auf sich warten, aber wir haben ja noch vier Tage...

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Tag 3 : Sturm

Bereits gestern abend begann es heftig zu regnen. Ein Regengebiet zog durch, machte sich aber zum Glück noch vor dem Morgengrauen wieder davon. Der ebenfalls stark aufgefrischte Wind blieb. Das Problem sollte nicht nur der Wind sein, vor allem dessen Richtung hätte ungünstiger nicht sein können. Er kam aus Nord, und zog damit komplett längs den See hinunter. Auf einer Länge von 30km können so gewaltige Wellen entstehen. Wer aufmerksam mitgelesen hat, der wird wissen, welche Bootsteams sich heute konsequenterweise zusammenfanden. Richtig - Guido+Daniel sowie Dieter+Kai. In der Formel 1 würde man wohl sagen, wir haben uns verzockt und die falschen Reifen aufgezogen. Dies gilt jedenfalls für Dieter und mich (also Kai, den Schreiberling hier). Wir entschieden uns, den Südteil des Sees anzufahren. In der Hoffnung, am Ende einige gut fischbare und geschützte Bereiche zu finden, nahmen wir die bereits in Windrichtung recht "anspruchsvolle" Fahrt in Kauf. Diese Hoffnung sollte sich jedoch als falsch herausstellen. Um es für unser Team kurz zu machen: Wir hatten insbesondere auf der Rückfahrt mehr mit den Naturgewalten zu kämpfen als alles andere und bekamen bei den wenigen Versuchen zu fischen keinen einzigen Fischkontakt. Als wir bereits am frühen Nachmittag wieder in den kleinen Hafen der Unterkunft einliefen, waren wir froh überlebt zu haben...

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Für Guido und Daniel, die klugerweise im mittleren Bereich des Sees geblieben waren, lief es etwas besser. Auch sie hatten natürlich mit den hohen Wellen zu kämpfen, konnten jedoch in einigen etwas geschützten Buchten 4 Hechte bis 85cm landen.

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Aber auch Guido und Daniel haben den Angeltag heute früher beendet und wir verbrachten den Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein und einer Tasse Kaffee vor dem Haus. Wenn man das Bild so sieht, kann man garnicht glauben, was sich heute auf dem Wasser so abgespielt hat. Momentan flaut der Wind schon etwas ab, und morgen greifen wir wieder richtig an. Das letzte Wort ist hier noch lange nicht gesprochen!

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Tag 4 : Früh und Frust

Da der gestrige Tag ja etwas "schwierig" war und der Wind über Nacht zum Glück ganz abgeflaut war, ging es heute noch etwas früher auf's Wasser. Früher ging auch nicht, denn wir fuhren noch im Halbdunkeln raus, so dass wir an den ersten Angelstellen so gerade sehen konnten, wo wir unsere Köder platzierten. Wo gestern noch Wellen tobten, war heute alles ruhig. Leider hatte der Fluss einen kräftigen Schub braune Brühe in den See gespült, was mit einer Abkühlung der Oberflächentemperatur von fast 2 Grad einherging. Viele Bereiche des Sees waren durch diese "Muttbrühe" sehr trübe. Trübes Wasser muss nicht schlecht sein, vor allem Zander lieben das ja. Für den Hecht als Augenräuber in einem Gewässer welches eigentlich eher klar ist war das aber wohl ein Grund mehr, die Nahrungsaufnahme einzustellen. Den ganzen Tag über wehte nur ein laues Lüftchen, fast kam ein gewisses Sommerfeeling auf, denn der Himmel strahlte in seinem schönsten Blau. Hört sich gut an? Warum sind wir dann doch alle ziemlich gefrustet? Weil wir uns den ganzen Tag nur 5 recht kleine Hechte erkämpften, stundenlang überhaupt nichts ging und wir ehrlich gesagt nicht mehr so viel Hoffnung haben, dass sich die Dinge hier noch spürbar zum Guten wenden. Es wäre noch zu bemerken, dass wir sicher heute mit Abstand den meisten Sprit verfahren haben. Das passiert eigentlich immer, wenn es schlecht beisst. Wer wenig fängt der fährt viel, oder umgekehrt, das könnt Ihr Euch aussuchen! Jetzt gibt es erst einmal für jeden ein gutes Steak. Diese sollten eigentlich als Belohnung für den ersten Meterfisch dienen, aber bevor sie schlecht werden...

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Tag 5 : ...und es kam noch schlechter...

Heute Nacht hat es gefroren, -6 Grad zauberten eine ordentlliche Eisschicht auf die Autoscheiben. Auf den Booten war auch alles mit Eis oder Reif überzogen. Der Angeltag verlief bei strahlendem Sonnenschein und mäßigem Nordwind wieder sehr bescheiden. Daniel und ich (der Schreiberling Kai) machten mittags Schluss, ohne einen einzigen Fischkontakt gehabt zu haben. Wir genossen die Nachmittagssonne im Ferienhaus. Dieter und Guido fingen bis zum Abend insgesamt drei Schniepelhechte. Das Wasser ist in vielen Bereichen immer noch sehr stark angetrübt, aber wir haben auch schon jede mögliche Ausrede hier vorgebracht. Also, Augen zu und durch, morgen eine letzte Chance, doch noch den ersehnten Großhecht oder wenigstens ein paar mehr Fische fangen zu können.

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Tag 6 : Abschluss ohne Krönung

Es ist 15:00 Uhr , alle Teilnehmer der Expedition Norwegen 2012 sind zurück im Ferienhaus und packen langsam Ihre Sachen für die Rückreise zusammen. Alle? Nein, der Schreiberling muss zunächst noch das Schlusswort formulieren. Heute lief das Fischen erwartungsgemäß - schlecht! Bis zum Mittag zeigten zwei Minihechte Erbarmen mit uns. Als der kalte Nordwind wieder auffrischte, hatten wir allesamt schlicht und einfach die Nase voll! Wir sind mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an diesen See gekommen, hatten wir doch im letzten Jahr eine gute Hechtfischerei mit Fischen bis 116 cm erlebt. In diesem Jahr war alles anders. Konnten wir die Fische nicht finden? Waren die Hechte einfach passiv? Da sich nach dem großen Regen in der Nacht auf Dienstag und dem darauffolgenden Sturm aus Nord die Dinge drastisch verschlechterten, vermuten wir hier die Ursache für die unglaubliche Passivität der Hechte. Das Wasser des Sees war daraufhin sehr schmutzig und abgekühlt. Der Fluss brachte mit der nördlichen Strömung unglaublich viel Sedimente mit sich. Wir konnten uns die Tage mit guter Geselligkeit und exzellentem Essen versüßen, und wenn ich aus dem Fenster auf den durch die Sonne hell erleuchteten bunten Wald schaue, könnte man den Frust fast vergessen. Nein, ein Angelurlaub ohne rechte Erfolge kann durch nichts so richtig gerettet werden, wir haben hier unsere Erfahrungen nicht nutzen können, wir haben die Schlacht verloren, aber noch nicht den Krieg. Morgen werden wir schon nach einem neuen Ziel für 2013 Ausschau halten, bevor es am Abend auf die Fähre geht. Norwegen, wir kommen wieder!

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Kommentare   

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