Teamtour September 2015

Auch in diesem Jahr ist natürlich wieder eine ganze Woche Teamurlaub angesagt. Anders als in den letzten Jahren hat es uns diesmal aber nicht allzu weit "weggetragen". War eine weitere Tour nach Skandinavien auch noch so reizvoll, so haben wir uns letztlich doch dazu entschieden, die Zeit in Holland zu verbringen. Viele Vorteile dieser Variante liegen auf der Hand: Kurze Anreise, weniger Gepäck (man weiß genau was man vor Ort kaufen kann) und vor allem: Eine weitaus bessere Gewässerkenntnis! Alles in allem ist ein Urlaub in Holland mit weitaus weniger Aufwand verbunden!

Wir fuhren gemütlich am späten Samstagvormittag los. Daniel und Kai trafen sich wie immer bei Kai, Guido und Dieter zogen direkt von Guido's "Bootsstützpunkt" los. Gegen 15:00 Uhr trafen wir nahezu zeitgleich am für die Woche gebuchten Ferienhaus an. Das Haus hatten wir gezielt ausgesucht. Nahe am Gewässer, genügend Parkraum für Autos und Boote sowie ein großzügiges Platzangebot bei gehobener Ausstattung - perfekt!

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Den restlichen Nachmittag nutzten wir zum Einkaufen und bereits am Abend gab' es das erste Festmal!

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Nach einem gemütlichen Ausklang des Abends ging es recht früh ins Bett - am nächsten Morgen wollten wir wie immer gleich beim ersten Licht auf dem Wasser sein.

Leider haben Daniel und Dieter noch keinen Bootsführerschein, deshalb planten wir jeweils wechselnde Bootspartner bei Kai und Guido. Und auch die Erlebnisse auf den beiden Booten werden wir entsprechend schildern. Bitte seht es uns nach, dass wir bei den meisten Bildern ein wenig "verwischt" haben. Das Finden guter Angelstellen ist hier harte Arbeit, und leider ist es in der Anglerwelt weit verbreitet anhand von Bildern zu versuchen diese Stellen zu finden, mit den entsprechenden Konsequenzen...

 

Boot Kai

Tag 1:

Am ersten Tag slippten Daniel und ich in einem ganz anderen Gewässerabschnitt als Guido und Dieter. Wir wollten am Ende sehen, wo und wie es besser lief oder auch nicht...

Pünktlich mit dem ersten Licht waren wir auf dem Wasser und steuerten zielgerichtet einen kleinen Hafen an. Waren schon Hechte hier? Bei einer Wassertemperatur von ca. 14 Grad war es nicht sehr wahrscheinlich, aber einen Versuch sind die Häfen immer wert! Leider stellte sich jedoch kein Erfolg ein, und wir suchten nach ca. einer Stunde bereits einen anderen Bereich auf. Auch dort blieben unsere Köder unangetastet, und es dauerte tatsächlich fast 2 1/2 Stunden, bis sich der erste kleine Hecht an meinem am Fireball präsentierten Rotauge vergriff. Nun, für ein Foto war er mit seinen ca. 65cm noch zu klein...

Durch das schöne Wetter wurde es auf dem Wasser zunehmend betriebsam und an unserer nächsten Angelstelle fuhren uns die Freizeitkapitäne manchmal fast über die Angelschnüre. Trotzdem gab' es hier den ersten Erfolg. Ein mittlerer Hecht konnte erfolgreich gelandet werden!

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Ein weiterer Hecht für jeden von uns rundete den Tag ab. Naja, kann besser...

Tag 2:

Diesmal slippten wir gemeinsam mit Guido und Dieter in dem Gewässerabschnitt, in dem die beiden am Vortag bereits deutlich besser gefangen hatten als wir. An unserer angepeilten Angelstelle angekommen dauerte es auch nicht sehr lange bis meine Pose untertauchte. Leider stellte sich dies als "Fehlalarm auf Grund eines technischen Defektes" heraus. Am Vortag hatte ich einmal meine Pose an einem Holzpfeiler "platziert". Sie quittierte es mit einer Undichtigkeit und lief voll Wasser. Das war er also, der erste Biss des Tages...

Wenig später erhielt ich dann aber tatsächlich einen guten Biss. Nach kurzem Drill kam eine kapitaler Zander zum Vorschein. Damit hatten wir nun nicht gerechnet, aber ich war mehr als happy mit diesem Fisch!

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Kurze Zeit später ging es schon weiter, ein schöner Hecht packte sich meinen Köder und danach packte ich ihn...

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Danach war erst einmal Ruhe und wir entschieden das Boot ein wenig zu versetzen. Ob es das nun war? Zumindest konnte ich eine Stunde später den nächsten schönen Hecht landen.

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Auch bei Daniel meldete sich noch ein mittlerer Hecht bevor die Fischaktivität dann am späten Vormittag komplett abflaute. Wir besuchten Guido und Dieter noch kurz und mussten abermals von deutlich besseren Fängen erfahren. Natürlich freuten wir uns für die beiden.

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Tag 3:

Wie in den letzten Tagen begrüßte uns der Tag mit ein wenig Nebel, kühlen Temperaturen und der Aussicht auf einen tollen sonnigen Septembertag. An unserer Angelstelle angekommen verschwand meine Pose schon nach kurzer Zeit. Anschlag... kein Widerstand! Na toll, den Köderfisch hatte er auch noch mitgenommen der Halunke!

Wenige Minuten später: Gleicher Platz, Pose weg..Anschlag...wieder kein Kontakt! Da war aber ein ganz erfahrener Bursche am Werk! Naja, ich redete mir ein dass es ein gaaanz kleiner war und fühlte mich gut damit. Daniel konnte währenddessen den ersten Fisch des Tages landen, wiederum nichts großes, so um die 75cm.

Später folgte dann noch ein weiterer Fisch für Daniel, der dann kurz auf's Foto dürfte (oder musste?)

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Die Fangmeldungen von Guido und Dieter rauschten nur so bei uns ein, natürlich waren wir neidisch, aber so ist das manchmal... Die Jungs haben uns jedenfalls in den ersten drei Tagen ganz klar gezeigt wo der (Hecht-) Hammer hängt.

Ab morgen habe ich dann Dieter an Bord und ich hoffe doch, dass auch dann noch der eine oder andere, idealerweise metrige, Hecht kurz an Bord kommt!

Tag 4:

Heute ging es nun zum ersten Mal mit Dieter auf's Wasser. Sehr weit mussten wir zur anvisierten Angelstelle nicht fahren, und wir bewegten uns auch den ganzen Angeltag nicht von hier weg! Noch im Dunkeln montierten wir die Ruten und als die Posen so gerade auf dem Wasser erkennbar waren tauchte auch schon eine von meinen ruckartig unter. Das ging ja wieder mal schnell... Nach einem kurzen Drill kam , wie sollte es anders sein, ein schöner Zander zum Vorschein. So viele Zander sind hier im Vergleich zum Hechtbestand gar nicht vorhanden, aber wenn einer in der Nähe ist, dann ist er mein! Nun, ich beschwere mich nicht!

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Nur 30 Minuten später kam dann auch bei Dieter der erste Biss, der Fisch verabschiedete sich allerdings ungesehen kurz vorm Boot. Als es dann schon deutlich heller geworden war tauchte Dieter's Pose schon wieder unter. Ein paar Minuten später glitt ein schöner Hecht in die Maschen, der die Metermarke nur um einen Zentimeter verfehlte.

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Nach diesem doch recht guten Start in den Tag flaute die Fresslaune der Räuber allerdings ab, und wir konnten für den Rest des Tages keinen einzigen Biss mehr verzeichnen. gegen 13:30 Uhr gesellten sich dann Guido und Daniel kurz zu uns und wir fuhren gemeinsam zur Slippe um den Angeltag zu beenden.

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Tag 5:

Gemeinsam mit Daniel und Guido slippten wir am Morgen an einer anderen Stelle unsere Boote ein. Erster Anlaufpunkt war ein Platz mit einer steilen Kante, an die sich eine recht großflächige Vertiefung anschließt. Da musste doch was gehen! Kaum waren die Köder im Wasser, tauchte auch schon eine meiner Posen ab. Leider ging der Anschlag aber ins Leere. Auch bei Dieter blieb kurze Zeit später der Fisch Sieger, der den Köderfisch klaute ohne Bekanntschaft mit den Haken zu machen. Dann war es aber soweit, ich konnte den ersten Hecht des Tages landen. Mit 78cm zwar klein, aber fein! Dieter zog sogleich mit einem 70er Hecht nach. Da waren wohl eher die kleinen Fische unterwegs... Nachdem sich in den nächsten 1 1/2 Stunden keine weiteren Bisse einstellten, fuhren wir an eine andere Stelle. Dies sollte sich als folgenschwerer Fehler erweisen, manchmal muss man auch einfach mal mehr Geduld an einer potentiell guten Angelstelle haben. Der nächste Platz an einer Brücke brachte keinen Erfolg, ausserdem waren dort recht viele andere Angelboote unterwegs, was uns nicht so zusagte. So beschlossen wir, noch eine dritte, uns nur aus Erzählungen einheimischer Angler bekannte Stelle anzufahren. Eine vielversprechende Bodenstruktur ließ hoffen, und tatsächlich, ich konnte dort noch einen Hecht fangen. Mit 65cm reihte dieser sich allerdings schon fast in die "Schniepelgilde" ein...

Als wir zum geplanten Ende des Angeltages die beiden anderen an unserer morgendlichen Angelstelle abgeholt haben wurde uns klar, dass wir vielleicht doch besser dort geblieben wären. Naja... So gibt es heute von uns keine Bilder mit Fisch.

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Tag 6 - Endspurt

Nun war es also schon wieder soweit, der 6. und letzte Angeltag stand bevor. Dieter und ich befischten heute einen ganz anderen Gewässerabschnitt als Guido und Daniel. Um Daniel's Geburtstagsgeschenk mussten wir uns also nicht kümmern, den Job hatte Guido! Er wird es schon gut machen, dachten wir uns (hat geklappt).

Was ich in den nächsten Stunden dann erlebte, glich einem Ausnahmezustand auf meinem Boot. Dieter fischte mich in Grund und Boden wie nie zuvor. Er konnte bis zum frühen Nachmittag Fische von 109cm , 98cm , 103cm , 99cm , 93cm und 109cm vor meine Kameralinse halten. Die meiste Zeit konnte ich als Statist nur staunend seine Anbisse und Drills anschauen, und am Ende die Fische natürlich für ihn keschern. Ein richtig guter Fisch, den wir auf weit über 110cm schätzen, ging ihm leider kurz vorm Boot verloren.

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So kann ein Haken nach dem Einsatz dann aussehen. Zum Glück passiert eine solche "Umformung" nicht während des Drills, sondern meist im Kescher, wenn der Fisch noch einmal um sich schlägt. Die dann entstehenden Hebelkräfte sind der Tod für den dünnen Stahl.

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Und ich? Ach ja, ich habe ja auch mitgeangelt... Tatsächlich konnte ich während dieser Fangorgie auch zwei Fische fangen, natürlich die beiden kleinsten des Tages, mit jeweils exakt 90cm. Natürlich sind das schöne Fische und an manchen Tagen ist man froh wenn man diese Größe fängt, aber ich würde lügen wenn ich behauptete nicht etwas neidisch auf meinen Bootspartner und in diesem Moment auch auf Daniel und Guido zu schauen.

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Vielleicht ist es diesem Gemütszustand auch geschuldet, dass ich die Lichtleiste meines Bootstrailers nach dem Trailern zunächst einmal so montierte:

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Wir hatten eine perfekte Woche. Wetter mehr als toll, wie immer eine super Kameradschaft untereinander. Die Unterkunft und unsere kulinarischen Genüsse am Abend ließen keine Wünsche offen. Und dann diese Fangergebnisse, einfach klasse!

Kai

 

Boot Guido:

Tag 1:

Wir haben uns dazu entschlossen, dieses Mal die Zusammenstellung der Teams nicht täglich, sondern erst zur „Halbzeit“ nach 3 Tagen zu wechseln. Also hatte ich an den ersten 3 Tagen Dieter zu Gast auf meinem gerade erst erworbenen neuen (gebrauchten) Boot, welches ich mit „Ach und Krach“ notdürftig bis zum Urlaub fertiggestellt bekommen habe. Der weitere Innenausbau findet dann nach dem Urlaub in aller Ruhe statt. Mit etwas mehr Platz als bisher im Boot ging es also früh morgens los und der erste uns bekannt Hafen wurde angesteuert. Schnell lagen die Köfis an den verheißungsvollen Stellen. Der erste Biss kam allerdings erst mit den ersten Sonnenstrahlen des Morgens auf meiner Rute, war aber mit 91 cm gleich ein richtig guter Fisch.

Kurze Zeit später reihte sich dann auch schon ein kampfstarker 80er, ebenfalls an meiner Rute, ein.

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Darauf folgte bei jedem von uns ein Fehlbiss und dann war erst mal etwas Ruhe angesagt. Auf einmal ging es dann aber wieder los und innerhalb kurzer Zeit konnte ich einen tollen Fisch von 92 cm und meinen ersten Meterfisch der Tour mit 101 cm fangen.

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Überglücklich über das bisherige Tagesergebnis gab es zur Belohnung erst mal nen Schokokeks für jeden ;-) Von den bisherigen Fängen total angefixt war die Hoffnung auf den Rest des Tages natürlich groß, denn immerhin hatte wir erst 11:00 Uhr, aber wie sich herausstellte ging den Rest des Tages gar nix mehr. Obwohl die Fische am ersten Tag leider sehr ungleich verteilt waren fuhren wir überglücklich zu unserer Unterkunft zurück und genossen gemeinsam mit dem Rest des Teams einen tollen Abend bei lecker Essen und kühlem Bierchen.

Tag 2:

Die Erwartungen nach dem ersten Tag waren natürlich entsprechend hoch und wieder ging es an den erfolgreichen Spot des ersten Tages. Bereits bei der Ankunft wurden wir von unzähligen springenden Futterfischen begrüßt. Also schnell die Ruten rein und schon konnte der Tanz beginnen. Und was für ein Tanz!!! Wie bereits am Vortag konzentriert sich die Beißphase auf den Vormittag, aber der hatte es in sich! Wir konnten an diesem Tag jeder unseren Meterfisch fangen und insgesamt fanden 5 Fische zwischen 94 und 104 cm den Weg ins Boot.

Was für ein Trip! Erst 2 Tage auf dem Wasser und schon 3 Meterfische im Boot! Wenn das mal so weitergeht…

Tag 3:

An diesem Tag haben wir unseren Hotspot geräumt, denn auch Kai und Daniel lieben diese Stelle und wollen dort auch mal angeln. Kurzentschlossen steuerten wir eine andere uns bekannte Stelle an, die immer für einen großen Fisch gut ist. Wie gut, sollte sich noch herausstellen… Bereits kurz nach der Dämmerung bekam Dieter den ersten Biss und konnte einen stattlichen 95er landen.

Um im Drill Platz zu haben wurden die anderen Ruten reingekurbelt und die Posen nahe am Boot abgelegt. Auf einmal bog sich aber eine der Ruten ganz verdächtig in Richtung Wasser. Wir trauten unseren Augen nicht: Dan hatte doch glatt ein Hecht das Rotauge direkt unter der Oberfläche genommen und wollte damit flüchten. Total perplex dachte keiner von uns an einen Anschlag und somit hatte der Gute sogar Erfolg mit seiner Aktion und klaute das Rotauge. Kurze Zeit später musste ich dann leider die Erfahrung machen, dass selbst dickes Hardmono nicht Hechtzahn-sicher ist und verlor einen Fisch direkt im Anschlag. Sofort wurden alle Vorfächer dieser Art „fachmännisch entsorgt“…

Nach einiger Zeit meldete sich dann auf meiner Rute noch mal ein Fisch, der nach dem Anschlag erst einmal sehr unspektakulär wirkte. Kurz vor dem Boot zeigte sich der Fisch erstmals und uns beiden war klar: der hat über 1,20 Meter! Nach einigen rasanten Fluchten lag er dann endlich im Kescher und meine Knie waren wie Gummi. Beim Messen hoffte ich wirklich so sehr, dass er die 120er Marke knackt, aber das wahre Messergebnis hatte ich nicht zu erträumen gewagt: 132 cm geballte Hechtpower lagen vor mir im Boot. Yipppiehhhhhh!!!!!

Für mich ging ein absoluter Traum in Erfüllung und ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich wahrscheinlich den größten Hecht meines Lebens gefangen habe! Schnell wieder zurück ins Wasser mit dem tollen Tier und die Ruten wieder rein, denn noch war Beißzeit!

Dieter wusste diese zu nutzen und bekam den nächsten Biss. Schon bald zeigte sich der Gegner und es war klar: Schon wieder ein Meterfisch! Also vorsichtig drillen, keschern und: Yeahhh!!! Das Messen ergab stolze 109 cm!

Der Tag war für uns beide schon mehr als gerettet. Bei den anderen beiden lief es morgens nicht so dolle, sodass unsere Stelle der ersten beiden Tage wieder frei wurde und Kai und Daniel woanders nach den Fischen suchten. Da die Stelle eh auf unserem Weg in Richtung Slippe lag entschieden wir uns dafür, dort noch einmal „einzukehren“. Erst tat sich nichts, aber dann bekam Dieter wieder einen heftig Biss. Es folgten der Anschlag, ein kurzer Drill und schon wieder lag ein wunderschöner Meterfisch vor uns im Boot. Das Maßband zeigte unfassbare 105 cm!

Was für ein Trip! 3 Meterfische an einem Tag ist für uns alles andere als an der Tagesordnung und so schwebten wir den Rest des Tages auf „Wolke 7“. Der Nachmittag wurde wie bereits geübt in der Unterkunft verbracht und zum Schreiben dieses Artikels genutzt. Am folgenden Tag steht der Teamwechsel an und wir sind alle sehr gespannt was noch kommen mag!

Tag 4:

Die Erlebnisse des 4. Tages sind leider schnell erzählt. Mit dem angekündigten Teamwechsel stieg Daniel zu mir ins Boot ein und mein bisheriges Glück ist ausgestiegen. Bei mir gab es an diesem Tag eine komplette Nullnummer, aber wenigstens Daniel konnte mit einem Fehlbiss und einem tollen 97er die Ehre des Bootes aufrechterhalten.

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Zudem war es sein bisher größter Fisch dieser Tour und die Freude entsprechend groß. Da wie immer ab Mittag überhaupt nichts mehr ging wurde der Nachmittag „chillig“ im Haus verbracht und der restliche Tag genossen.

Tag 5:

Am 5. Tag ging es nach den mäßigen Erfolgen des letzten Tages an einen anderen Gewässerabschnitt und somit auch an eine andere Slipstelle. Wieder bestand unser Team aus Daniel und mir und wir fuhren eine uns aus dem letzten Jahr bekannte Stelle an, an der wir Fische vermuteten. Daniels Köfi lag noch keine 2 Minuten im Wasser, als die Pose das erste mal abtauchte. Kurze Zeit später lag ein super schöner 92er Hecht im Boot.

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Die Freude darüber, das der Plan aufzugehen schien, war groß. Viel Zeit darüber nachzudenken hatten wir nicht, denn jetzt ging es erst mal Schlag auf Schlag. Daniel konnte kurz darauf einen 91er Hecht haken, zeitgleich bekam auch ich einen Biss, aber der Fisch stieg leider im Drill aus. Glück für Daniel, denn so war der Kescher frei ;-)

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Es dauerte wieder nur wenige Minuten bis ich zum 1:2 aufschließen konnte und einen 84er ins Boot bitten durfte.

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Jetzt kehrte entgegen unserer Erwartung jedoch absolute Ruhe unter Wasser ein und nach knapp 2 Stunden ohne Biss entschlossen wir uns dazu, mal die Stelle anzufahren, die von Kai und Dieter bereits früh morgens aufgegeben wurde. Dort angekommen hatten wir nicht das Gefühl, dass die Stelle an diesem Tag bereits beangelt wurde, denn neben insgesamt 3 Fehlattacken konnten wir zeitnah noch einen 81er und einen 82er landen.

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Daniels Fisch hatte nicht nur den Köfi im Hals stecken, der am Haken hing, sondern auch noch den, der ihm kurz zuvor im Wurf fliegen gegangen war. Beide Fische waren in der Mitte noch gefroren!!! Da sieht man mal wieder, dass ein ordentlicher Hecht nach einem Rotauge noch lange nicht satt ist und durchaus weiterfrisst.

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Die Mittagszeit war langsam erreicht und wir erwarteten bereits das zweite Team zwecks Heimfahrt zur Slippe, als meine Pose plötzlich noch mal auf Tauchstation ging. Einen Moment warten, Anschlag und los ging der Tanz. Ich merkte gleich, dass es ein besserer Fisch war, der hartnäckig Widerstand leistete. Dieses Mal konnte ich den Kampf aber für mich entscheiden und eine fette 118er Hechtoma landete im Kescher. Wow, kaum zu fassen, schon wieder ein Meterfisch! Im Augenblick habe ich wohl echt den Papst im Ar***...

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Schnell ein paar Bilder gemacht und schon durfte die Dame wieder schwimmen gehen. Wie bestellt kamen dann auch schon die beiden anderen um die Ecke und ein toller und erfolgreicher Angeltag ging zu Ende.

Tag 6:

Der letzte Tag begann mit einem herzlichen "Happy Birthday" für unser Geburtstagskind Daniel. Als Geschenk wünschte er sich einen Fisch von 110+. Mal sehen, ob das klappt...

Also nach den tollen Fängen des Vortages wieder ab auf die bekannten Stellen, Ruten rein und warten. Lange mussten wir nicht warten, denn bereits nach wenigen Minuten bekam Daniel einen Biss. Ein kurzer Drill folgte und ein exakter 100 cm Hecht konnte sicher gelandet werden.

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Der Meterfisch war Daniel an seinem Geburtstag schon mal sicher, aber mal schauen, was noch kommt... Erst einmal war aber meine Rute dran und ein gut genährter 85er lag kurz darauf in meinen Armen.

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Kaum war der Fisch versorgt kam der nächste Biss. Wieder bei Daniel und nach einem sicheren Anhieb bekam ich die Ansage "Ist nix besonderes!". Die Aussage wurde allerdings widerrufen, als der Fisch sich das erste Mal zeigte und erst recht, als er im Kescher lag. Der nächste Meter mit 103 cm war "safe".

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Nach dieser heftigen Beißphase wurde es vorübergehend still unter der Oberfläche, daher entschlossen wir uns, eine andere Stelle anzufahren. Das war ein Fehler, denn dort ging nichts. Also wieder zurück zur vorherigen Erfolgsstelle. Mist, besetzt! Unsere Hoffnung, dass die Angler, die unsere Stelle belagerten, bald weiterfahren, wurde glücklicherweise bestätigt und die Ruten konnten wieder ausgelegt werden. Bereits nach kurzer Zeit tauchte meine Pose ab und das übliche Spiel folgte. Ergebniss: Eine Mutti von 105 cm!!

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Mit etwas Pause melde sich dann auch noch ein 72er an meiner Rute an, dann war Daniel wieder dran. Nach dem Anschlag kam die altbekannte Aussage "Ist nix besonderes!". Da ich das heute schon mal gehört habe war ja klar was draus wird: Ne dicke fette Metermutti mit richtig Dampf unterm Ar***! Da lag es vor uns, das Geburtstagsgeschenk von Daniel: Der 3. Meter an einem Tag und dann auch noch eine solche Schönheit mit 111 cm!!!

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Einfach nur Hammer! 4 Meterfische an einem Tag im Boot hat es bei mir noch nie gegeben! Überglücklich über eine Angeltour, die uns lange in Erinnerung bleiben wird, beendeten wir danach den Trip und genossen noch die herrrliche Herbstsonne, die uns die ganzen Tage extrem verwöhnt hat. Voller Erwartung schaue ich auf die nächste Tour, die schon in wenigen Tagen gemeinsam mit Kai und unseren Partnerinnen starten wird.

Guido

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