Teamtour November 2015

Die letzten Tage des Novembers nutzen wir gemeinsam, um den Hechten nochmals auf den Zahn zu fühlen. Bereits am Mittwochabend reisten wir an. Als Guido und Dieter noch auf der Autobahn waren, saßen Daniel und Kai bereits in freudiger Erwartung des ersten Glühweins im Wohnzimmer der Unterkunft. Gemeinsam mit Cor, einem waschechten Handelsvertreter aus Friesland, erlebten wir mit Erstaunen wie der PSV Eindhoven beim übermächtigen Gegner Manchester United ein 0:0 erkämpfte. Ok, das interessierte nicht wirklich jeden aus dem Team...

Am Morgen des ersten Tages waren wir natürlich bereits sehr früh an der Slippe. Die ersten waren wir trotzdem nicht, ein Einheimischer war schon auf dem Wasser!

Daniel und Kai konnten am Vormittag insgesamt 5 Hechte fangen, darüberhinaus gab' es noch zwei Fehlbisse und einen verlorenen Fisch am Nachmittag. Das Wetter war unerwartet gut, sonnig mit wenig Wind - herrlich um diese Jahreszeit!

2

3

1

5

 Auf dem Boot von Guido und Dieter gab es allerdings deutlich weniger Aktion an diesem Tag. Die frühen Morgenstunden, denen am meisten Hoffnung zugesprochen wurde, enttäuschten auf ganzer Linie, dafür entschädigte allerdings der erste und einzige brauchbare Biss bei Guido gegen Mittag für den zähen Einstieg: Ein gut genährter 117er Hecht fand nach kurzem und kräftigem Drill den Weg in den Kescher. Komischerweise war es innerhalb von wenigen Wochen der 2. große Hecht des Teams mit völlig deformiertem Oberkiefer. Wie man sieht können aber auch solche Fische eine stattliche Größe erreichen, indem sie sich das Futter ins Maul "schaufeln" :-))

6

Danach kam es dann nur noch zu einem guten Biss bei Dieter, der leider im Drill verloren ging. Wir beendeten den Tag dann gemeinsam in den frühen Nachmittagstunden bei strahlendem Sonnenschein und freuen uns auf 3 weitere, hoffentlich fischreiche Tage.

K640 9

Der zweite Tag empfing uns mit deutlich schlechterem Wetter als der erste. Daniel und Kai suchten gleich zu Beginn die eher geschützten Bereiche eines Hafens auf. Dort konnte Kai im Laufe des Vormittags zwei kleinere Hechte fangen, während Daniel leider ohne Fischkontakt blieb. Mehr gibt es auch nicht zu berichten, es war ein eher ereignisloser Tag für die beiden.

K640 7

K640 8

 

Guido und Dieter trotzten heute bereits am frühen morgen den Gezeiten und stellten sich an einer bekannten Stelle direkt in den Wind. Der Einsatz wurde nach ca. 1,5 Stunden in Form eines harten Anbisses auf Dieters Rute belohnt. Ein fetter 101er fand den Weg ins Boot.

12

 

Danach war es gaanz lange gaanz ruhig unter Wasser. Am Nachmittag wollten die beiden gerade einpacken und hatten schon die erste Rute weggepackt, als auf einmal ein Biss auf Guidos Rute kam. Bereits auf große Distanz kam der Fisch hoch und zeigte sich in seiner ganzen Größe. Nach kurzem heftigem Drill lag ein richtig dicker Meter 4 im Kescher.

" Na dann kann man ja noch ein paar Minütchen bleiben" dachten sich die beiden und die Mühe wurde auch prompt mit einem weiteren tollen Fisch von 88cm bei Dieter belohnt.

Da nun eine dicke Regenfront aufzog wurde es Zeit, den verdienten Feierabend anzutreten. Glücklich über das doch noch gute Tagesergebnis ging es Richtung Glühwein, wo der Rest des Teams schon wartete.

 

Dass wir am dritten Tag auf Grund des starken Windes etwas eingeschränkt sein würden, war uns bereits am Vorabend klar. Wir waren deshalb sehr erstaunt, als wir am Wasser feststellten, dass der Wind a) noch nicht ganz so stark und b) aus einer sehr günstigen Richtung blies. So konnten Dieter und Kai (die Bootsteams waren heute verändert worden), dieses schöne Foto machen:

19

Leider war es hier unter Wasser sehr sehr still, bis zum späten Vormittag konnten Kai und Dieter keine Aktion verzeichnen. So war es nur konsequent einen anderen Platz aufzusuchen. Aber leider war auch dort absolut tote Hose. Über die Mittagszeit wechselten die beiden einige Male die Position, aber außer einem verlorenen Fisch bei Dieter gab' es nichts zu berichten. So sah es dann manchmal auch so aus auf dem Boot:

15

Den ganzen Nachmittag haben die beiden aber nicht verschlafen, und als man schon kaum noch Hoffnung auf eine "Entschneiderung" hatte, wurde noch ein letztes Mal eine neue Position bezogen. Die Sonne hatte sich zwischenzeitlich verzogen, und vielleicht war das der Auslöser dafür, dass die Fische doch nochmal Hunger bekamen. Zunächst war noch alles still auf dem Wasser.

20

Dann aber erhielt Dieter einen schönen Biss, den er leider wiederum nicht verwerten konnte. Wirklich kein glücklicher Tag für ihn...

Nur kurze Zeit später tauchte Kai's Pose ebenfalls ab. Zum Glück klappte bei ihm alles, und er konnte bald diese fette Hechtmutti in den Armen halten.

22 

Das sollte jedoch noch nicht das Ende sein, denn nur wenige Minuten nachdem er seinen Köder neu platziert hatte, kam schon der nächste heftige Biss. Auch diesmal war sofort klar, dass es wieder ein guter Fisch war. Der Körperumfang war dann aber in der Tat beeindruckend...

Dieser Fisch zeigte den beiden dann auch noch einen Teil seiner letzten Mahlzeit, nicht sehr appetitlich, aber aufschlussreich!

14

17

Die beiden Fische ähnelten sich in der Tat sehr, aber das geschulte Auge erkennt dann schon die Unterschiede. Vielleicht waren es ja Schwestern? Auf jeden Fall war Kai mit diesen beiden fetten Meterfischen mehr als glücklich. Zeit für einen letzten Tee mit Rum (nur ein kleiner...)

21

 

Auf Guido's Boot fing der Tag bereits nach kurzer Zeit gut an, denn ein kampfstarker 88er meldete sich an Guido's Rute:

 

23

Danach wurde es aber auch bei Guido und Daniel erst mal sehr ruhig. Dazu kam, dass der Wind ordentlich auffrischte und im nahegelegenen Hafen Zuflucht gesucht wurde. Mit dem Echolot wurde der Hafen gezielt nach Weißfischschwärmen abgesucht und nahezu in der letzten Ecke des Hafens wurden wir dann fündig. Also Rotaugen rein und erst mal ins leckere Brötchen beißen... War wohl nix, bereits nach einem Biss tauchte Daniels Pose ab. Bähhm! Anschlag sitzt und los ging der Tanz. Kurze Zeit später konnte Guido den fetten Fisch mit 104 cm sicher landen.

18

 

Bereits kurz nach dem Zurücksetzen des Fisches tauchte auch Guido's Pose ruckartig ab. Also wieder Anschlag setzen und... nix. Einfach weg und das Rotauge hat er auch noch geklaut!! Egal, neuen Köder dran und wieder an die gleiche Stelle werfen. Keine 30 Sekunden später das gleiche Spiel von vorne: Pose weg und Anschlag! Diese Mal hing der Fisch und schnell war klar: Das ist ne richtige Kuh! Der Fisch wollte einfach nicht hochkommen und sich zeigen, hing einfach wie ein Kartoffelsack in der Tiefe. Plötzlich gab es einen Ruck und die Montage kam den Beiden ohne Hecht entgegen. So eine Sch***e! Einfach ausgehakt! Die nächste Stunde war Guido dann mit Schmollen beschäftigt aber es half nichts.

Den Rest des Tages gab es nur noch einen weiteren unspektakulären Fehlbiss aber trotzdem ging es glücklich über ein tolles Tagesergebnis ein weiteres Mal in Richtung Glühwein, bevor der Himmel seine Pforten für viel Regen öffnen konnte.

Extremer Sturm und Dauerregen machten uns dann auch am letzten Tag die Entscheidung leicht, nach einem verspäteten Frühstück gemütlich die Heimreise anzutreten und nicht mehr zu angeln.

 

Euer Team von raubfisch.net

 

 

 

 

Kommentare   

#1 kees 2015-11-28 21:38
Prima gedaan mannen.
Mooi weer gehad en slecht weer.
Maar er zitten plaatjes van vissen tussen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren