Raubfisch net(te) Geschichten (6)

Für die letzte längere Tour des Teams im Jahr 2015 verschlägt es Daniel und mich noch einmal an den Fluss, mit der Option bei passender Wetterlage auch einmal großes Wasser aufzusuchen. Nach der Ankunft in der Unterkunft, die leider im strömenden Regen stattfand, gab' es bei mir noch eine warme Suppe, während Daniel das Abendessen ausfallen ließ. Wir schauten noch das Freitagsspiel der Bundesliga und ein paar Angelfilme. Für unsere Verhältnisse recht spät ging es dann in die Heia, aber wir müssen um diese Jahreszeit ja nicht mehr ganz so früh aufstehen...

Am ersten Tag ging es an den Fluss. Wir waren viel zu früh ! Die erste halbe Stunde auf dem Wasser war es noch stockdunkel, und wir befischten ohne Erfolg die Gegend um die Slippe. Als es dann endlich ein wenig hell geworden war, gab' es bereits nach der zweiten Drift einen ordentlichen Einschlag in meiner Rute. Hm, der Bursche am anderen Ende machte eine seltsame Figur, was war das?

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Ja was wird von mir hier denn vom Haken befreit...????

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Ja, tatsächlich, die erste "Kampfbrasse" des Jahres. Naja, nicht ganz der Zielfisch...

Nächste Stelle war eine Buhne, in der wir selten Fische gefangen hatten. Obwohl wir dort immer wieder andere Angler für längere Zeit fischen sahen, konnten wir diesem Spot nicht besonders viel abgewinnen. Ich war gerade dabei mit Daniel über die möglichen Gründe für unsere Erfolglosigkeit an dieser Stelle zu philosphieren, da gab' es an meiner Rute den nächsten Einschlag. Na, geht doch! Der Fisch kam direkt an die Oberfläche und machte mächtig "Schaum". Im ersten Moment konnten wir wegen des immer noch geringen Tageslichtes nicht so recht erkennen um was es sich handelte, aber schon wenig später schob Daniel den Kescher unter einen tollen Zander, der die 80er Marke nur um einen cm verfehlte. Yes!

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Die nächste Stunde gab' es keinen Kontakt mehr, bis Daniel dann doch endlich den nächsten Fisch fangen konnte, der die 60er Marke locker überschritt.

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Unter Wasser wurde nicht wirklich eine Fressorgie gefeiert, aber die Fische die wir fingen waren durchweg "äusserst heiß" auf unsere Köder und nahmen diese mit vollem Elan.

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Wir konnten insgesamt zwar "nur" 8 Fische fangen, aber kein einziger war aus der Kategorie "Kindergarten. Auch das war mal wieder eine Überraschung, denn in diesem Jahr hatten wir nur allzu häufig auch Kontakt zum Zandernachwuchs.

Wenn man dann noch bedenkt, dass wir den Angeltag wegen eines weiteren heranziehenden Sturmtiefs mit viel Regen bereits um 13:00 Uhr beendeten, war das doch ein erfolgreicher Tag.

Während diese Zeilen entstehen, baut sich draußen auch schon der Wind auf, der sich heute Nacht mit bis zu 9 bft mal wieder von seiner hässlichen Seite zeigen soll. Zum Glück wird das nur ein kurzes Intermezzo, so dass wir davon ausgehen können, dass wir die nächsten Tage gut fischen werden können.

 

Nach einer regnerischen und stürmischen Nacht kamen wir am zweiten Tag wie geplant etwas später am Fluss an. Dunkel war es natürlich trotzdem noch, aber als wir auf dem Wasser waren kam das Morgengrauen mit großen Schritten. Zum Glück gab' es stimmungstechnisch unter Wasser keinesfalls ein Grauen, denn schon nach kurzer Zeit konnte ich den ersten guten Zander landen. Wie man am Bild erkennt, war es noch nicht so richtig hell...

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Es folgte noch ein kleiner Zander und ein ebenfalls eher kleiner Artgenosse, der sich kurz vor der Bordwand dann doch noch einmal anders entschied. Und dann? Nichts ging mehr, absolut nichts! In den nächsten drei Stunden gab' es nicht einen Biss mehr, bis Daniel endlich einen Barsch auf ein kleines Rotauge fangen konnte.

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Obwohl es vorher wie abgeschnitten war, erlebten wir mal wieder ein anderes Highlight. Ein Biber wurde gesichtet und kam so nah an unser Boot heran, wie wir es bisher in Holland noch nicht erlebt hatten.

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Um die Mittagszeit wechselten wir dann in einen etwas entfernteren Flussabschnitt. Es wurde mit dem Fang einiger kleiner Zander belohnt - immerhin! Danach begann wieder eine lange Phase ohne jegliche Fischaktivität.Dafür lachten wir nicht schlecht, als Daniel auf einer Drift unglaubliche 5 Kontakte zu Muschelbänken hatte !

 

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Irgendwann waren wir ziemlich müde vom Nichtsfangen, und so beschlossen, wir einen kleinen Powernap einzulegen, um dann zum Ende des Tages noch einmal alles zu geben. Viel Hoffnung hatten wir zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, aber aufgeben stand nicht zur Debatte!

Tatsächlich konnten wir in den letzten 1 1/2 Stunden des Angeltages noch so einiges über den Kescher führen! Leider war das Vergnügen recht einseitig, auch das Anglerleben ist machmal ungerecht. Es begann mit dem ersten Hecht der Tour, der zwar nicht riesig war, dafür aber beim Anbiss in nur 2 1/2 m Tiefe einen brachialen Einschlag in der Rute produzierte.

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Es folgte noch ein schöner Zander, und an der letzten Angelstelle konnte ich neben einem "Kleintje" dann noch ein weiteres stattliches Exemplar fangen.

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Insgesamt fingen wir heute 13 Fische. Die Größen waren im Gegensatz zu gestern bunt gemischt, dafür gab' es mehr Artenvielfalt und als Bonus den Biber. Letzteren natürlich und zum Glück nicht an der Angel...

10Schöner Name - auch für ein Schiff !

 

Dritter Tag ! Da es das Wetter und vor allem der Wind während dieser Tour gut mit uns meint, entschieden wir uns bereits gestern am Abend für ein anderes Gewässer. Ein Tapetenwechsel war angesagt! Die längere Anfahrt zwang uns den Wecker auf eine halbe Stunde früher zu stellen. Hat aber nichts gebracht, wir haben um eine halbe Stunde verpennt...

Auf dem Wasser wurden wir erst einmal mit einem tollen Sonnenaufgang begrüßt.

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An den ersten beiden Stellen gab' es bei Daniel in kurzer Zeit drei Bisse, und er konnte schon bald den ersten Fisch des Tages landen.

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Es folgte noch ein kleiner Zander bei Daniel und auch noch einer bei mir, bevor wir in ein gaaaanz tiiiiieeeeefes (Beiss-)loch fielen. Wir verfuhren mehr Benzin als an den beiden letzten Tagen zusammen, verloren hier und da noch insgesamt 3 weitere (kleine) Fische, und traten ziemlich bedient gegen 15:00 Uhr die Heimfahrt an. Wer hatte eigentlich die Idee mit dem Gewässerwechsel? Es lief doch eigentlich gut... Naja, das war wohl nix! Zum Glück bleibt das Wetter ganz gut und wir können morgen nochmal raus, man darf raten wohin es geht....

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                                                                                                                              Meins-Meins-Meins-Meins-Meins

 

Auch am 4. Tag spielte das Wetter gut mit, so dass wir endlich mal nicht verfrüht die Heimreise antreten mussten. Der Wecker klingelte etwas früher, denn die Unterkunft mussten wir an diesem Morgen verlassen und so hieß es erstmal: Packen !

Auf dem Fluss waren wir heute die einzigen Angler. Das Wetter verwöhnte uns mit wenig Wind, zeitweiligem Sonnenschein und milden Temperaturen. Wir waren also guten Mutes und wurden auch zunächst nicht enttäuscht, als Daniel noch halb in der Dunkelheit einen schönen Hecht überlisten konnte. Dieser Fisch hatte für Daniel eine besondere Bedeutung, war es doch sein erster Vertikal-Hecht!

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Kurz darauf schlug es in meiner Rute ein, aber der Fisch blieb leider nicht hängen. Und dann kam sie wieder, eine unglaublich lange Zeit ohne jegliche Aktion unter Wasser. Später sammelte ich mir zwei kleine Zander ein und auch Daniel verlor noch einen Fisch.

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Genau wie vor zwei Tagen war es am Vormittag extrem zäh. Leider hatten wir heute nicht die Aussicht, dass am späten Nachmittag noch was gehen könnte, denn wie eigentlich immer am letzten Tag war die Heimreise für den frühen Nachmittag geplant.

Unser Highlight des Tages? Naja, nicht wirklich eines, aber nun denn: Als ich gegen Mittag einen schönen jedoch merkwürdigen Biss erhielt, kam so ziemlich das häßlichste zur Oberfläche, was ich bisher in meinem Leben gefangen habe. Schon wieder hatte sich eine große Brasse an meinem Köder vergriffen...

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So slippten wir gegen Mittag aus und beendeten diesen Angeltag. Wenigstens das Wetter hat uns heute verwöhnt.

 

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                                                                              In Holland bekommt jede Möwe per Gesetz ihren eigenen Laternenmast! Wusste ich auch noch nicht.

 

Kai

 

 

 

 

Kommentare   

#2 AnitaSmall 2017-11-23 05:09
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Super Jungs, weiter so! Wir wollen noch paar tolle Fische von Euch sehen! Wäre jetzt gerne bei Euch!

Guido

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