Saisonstart 2016 Team


Die Schonzeit ist geschafft ! Sie dauerte gefühlt wieder einmal viel länger als sie tatsächlich war. In diesem Jahr starten wir die Saison in den Niederlanden mit "alle Mann". Die für uns neue Ferienwohnung hatten wir bereits zum Ende des letzten Jahres gebucht. Es war gar nicht so einfach in dieser Region etwas passendes zu finden, aber letztlich ist es uns doch geglückt. Bereits am Freitag erfolgte die Anreise, und als Daniel und ich an der Unterkunft ankamen, hatten Guido und Dieter schon eingekauft. Eine ganze Woche lang werden wir hier nun unser Unwesen treiben!

Am heutigen letzten Samstag im Mai, dem traditionellen Eröffnungstag der Angelsaison, klingelten die Wecker bereits um 03:30 Uhr. Nun, immer noch angenehmer im Vergleich zur Anreise aus der Heimat, dann hätte es wohl eher gar keinen Schlaf gegeben. Nur noch die recht kurze Fahrt zur Trailerstelle und schon waren beide Boote startklar.

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Wie immer waren die Erwartungen hoch, insbesondere mit Blick auf die Anzahl der Fischkontakte. Wir sollten nicht enttäuscht werden.

Beide Teams (heute Guido & Dieter sowie Daniel & Kai) konnten recht schnell schöne Fische fangen.

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Zum Mittag waren beide Bootsteams bereits locker "zweistellig", und es war anscheinend derart anstrengend, dass ein Teammitglied die "unsichtbare Horizontallage" für ein Nickerchen einnahm.

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Auch am Nachmittag fingen alle weiter gut, und wieder einmal wurden neben vielen schönen Zandern auch ein paar Barsche und sogar ein Hecht gelandet.

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Nach rund 9 Stunden traten wir die Heimreise an, um den Tag in der Ferienwohnung gemeinsam ausklingen zu lassen. Wieder einmal war es ein toller Auftakt in die Angelsaison, mit 25 Fischen bei Guido und Dieter und sogar 30 Fischen bei Daniel und Kai. Wenn es so weiterginge...

 

Tag zwei begann dem Muster des ersten Tages folgend, aber natürlich waren die Teams neu zusammengesetzt. Während der Schonzeit hatten Daniel und Dieter erfolgreich Ihre Prüfung für den Sportbootführerschein absolviert, und so verbrachten die beiden heute gemeinsam Ihren Angeltag auf meinem Boot, erstmals ohne den "Originalkapitän" . Ich ging dann dementsprechend bei Guido an Bord und alle freuten sich auf den Angeltag !

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Leider lief es bei Daniel und Dieter in den folgenden Stunden nicht so befriedigend, obwohl man bei 11 gefangenen Fischen nun auch nicht klagen sollte. Diese waren aber nach Aussage der beiden eher aus der Fraktion Kindergarten bis Vorschule, so dass am Nachmittag keine Bilder für den Tagesbericht abgeliefert wurden.

 

Bei Guido und mir lief es dagegen "wie am Schnürchen". Bereits nach zwei Stunden waren wir zweistellig, neben teils schönen Zandern fand auch ein richtig fetter Barsch im Kleinkarpfenformat den Weg in den Kescher.

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Die Bisse waren sehr aggressiv, eine wirklich tolle Angelei. Aber nicht nur die Bisse waren aggressiv...

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Im bisherigen Verlauf habe ich wohl den Zanderpapst im A... , genau wie gestern hatte ich das Glück einen Fisch der gehobenen Größenklasse zu fangen. Ich gelobe den Papst ab morgen zumindest kurzfristig einmal auszuleihen. Ganz abgeben lehne ich zum jetzigen Zeitpunkt ab (:-)) ...

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Auf dem Wasser war auch mal wieder viel los :

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Guido und ich konnten bis zum frühen Nachmittag insgesamt 28 Fische verbuchen. Etwas früher als gestern fuhren wir in die Unterkunft, der angekündigte Regen ist nun auch schon da...

 

Der dritte Tag fiel "planmäßig" dem Wetter zum Opfer. Wir waren schon darauf vorbereitet, dass es wohl nichts wird. Es sollte zwar bei weitem nicht so schlimm werden wie in Deutschland, wo es bei Überschwemmungen ja sogar Todesopfer zu beklagen gab' , aber es kam bis zum Mittag schon recht viel Nässe vom Himmel. Nachdem wir alle etwas länger geschlafen hatten, begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück und fuhren dann in den örtlichen Supermarkt um die Vorräte wieder aufzufüllen. Der längere Schlaf war für einige Teammitglieder bitter nötig, wie man schon gestern am Abend erahnen konnte:

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Danach ging es zum fast schon obligatorischen Besuch eines Angelgeschäftes, den wir heute sehr ausgiebig gestalteten. Wiederum ist es Guido, den man besonders erwähnen muss. Er konnte nach langer Suche endlich seine Traumkombination in Sachen Rute/Rolle und Gerätekasten finden. Das Paket war auch gar nicht so teuer, so dass er sogar noch einen Gummiköder dazu kaufen konnte, ohne sein Budget zu sprengen.

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Ich für meine Person bin nicht ganz sicher, ob mir die Sachen gefallen. Ich weiß nur eins ganz sicher : Mit dem Zeug kommt er bei mir nicht an Bord !

 

Ok, bevor das jetzt einer ernst nimmt - das wurde natürlich nicht gekauft ! Aber es muss ja Menschen geben die dies tun würden - unglaublich !

 

Zum Abschluss des heutigen Tagesberichtes dann noch ein Teamfoto, welches ein netter Mensch freundlicherweise von uns machte.

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Am vierten Tag ging es natürlich wieder auf's Wasser ! Ausgeruhter als an den Vortagen kamen wir noch etwas früher an der Slippe an. Wir waren mal wieder die ersten... Heute ging Daniel bei Guido an Bord und Dieter und ich bildeten das andere Team. Unter Wasser war von Beginn an Betrieb, es wurden in den ersten Stunden ein paar schöne Fische gelandet.

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43er Barschkirsche für Dieter !

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Zum späten Vormittag hin wurde es dann etwas mühseliger einen Fisch ans Band zu bekommen, aber vor allem die Hechte hatten am Nachmittag überraschend eine recht aktive Phase.

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Daneben gab' es noch ein paar schöne Zander und einen 44er Barsch für Daniel.

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Alles in allem wieder ein sehr schöner Angeltag mit 17 Fischen bei Dieter & Kai sowie 26 Fischen bei Guido & Daniel.

 

Der fünfte Tag führte uns heute an einen anderen Fluss und bis auf mich hatte dort von uns auch noch niemand gefischt. Für erste Ernüchterung sorgte der dichte Nebel am Morgen. Ist ja immer so eine Sache mit Nebel auf dem Wasser wenn es Berufsschifffahrt gibt. Streng genommen... Ach, lassen wir das ....

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Die heutigen Teams bildeten Dieter und Guido sowie Daniel und Kai. Trotz der wenigen bis fehlenden Orts- und Angelstellenkenntnis dauerte es auch heute nicht lange bis die ersten Fische den Weg in den Kescher fanden.

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Die Anbisse waren wie auch schon in den letzten Tagen meist sehr aggressiv.

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Auch heute gab' es zwischenzeitliche Ausfälle wegen Müdigkeit...

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Die Geschichte zum folgenden Bild ist doch irgendwie irrsinnig. Dieter saß mit seinem Köder am Grund fest und riss die komplette Montage ab. Bei einer der nächsten Driften saß er erneut fest, und als sich seine Montage wieder löste, kam sein verlorener Köder gleich mit zum Vorschein !!

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Es gab' den ganzen Angeltag weiterhin viel Aktivität unter Wasser.

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Und am Ufer konnte man so manches entdecken, wenn man nur genau hinschaute !

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Der Tag brachte 16 Fische auf dem Boot von Daniel & Kai sowie 25 Fische bei Dieter & Guido. Klasse !

 

Tag 6, ein Junitag ohne Juniwetter, Montezumas Rache, der Papst war je nach Maßstab heute wieder mindestens zweimal da und Fische außer Rand und Band. Aber der Reihe nach...

Als zur üblichen Zeit unsere Wecker klingelten und wir uns nach und nach am Frühstückstisch einfanden, fehlte offensichtlich ein Teammitglied. Dieter klärte Daniel und mich darüber auf, dass es Guido in der Nacht wohl übel erwischt hatte. Magenkrämpfe und die zu erwartenden Konsequenzen in Form regelmäßiger Badbesuche. Mein für heute vorgesehener Bootspartner drohte also auszufallen, oh je... Wir erörterten kurz die Lage mit dem Ergebnis, dass Daniel und ich zum Gewässer fuhren und Dieter bei Guido in der Ferienwohnung blieb. Da wir bei unseren Firmenwagen nicht ganz so flexibel hinsichtlich der Fahrer sind, blieb uns fast keine andere Möglichkeit.

Also slippten Daniel und ich etwas später als in den letzten Tagen das Boot und starteten in den Angeltag. Das Wetter brachte heute zwar keinen Regen, was bei den Nachrichten aus der Heimat ein großes Glück war, jedoch bließ uns ein starker und kalter Nordwind ins Gesicht. Die Sonne sollte sich den ganzen Tag nicht sehen lassen und so kamen dann wettertechnisch so gar keine Frühlingsgefühle auf.

Was würden die Fische dazu sagen? Kurz und knapp : " Hunger!!!"

Auch heute ging von Beginn an die Post ab, und schon bald landeten die ersten tollen Fische im Kescher.

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Auch im Boot konnte man die Aktivität an der Anzahl der umherliegenden Köder erkennen.

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Das erste Highlight des Tages kam dann schon bald in Form einer richtig fetten Barschkirsche, die entgegen den Erwartungen die 50er Marke zwar verfehlte, aber mit einem imposanten Körperumfang dennoch vollends zu überzeugen wusste !

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Nach ca. zwei Stunden entdeckten wir dann ein weiteres Angelboot in der Ferne, und als aus der Ferne irgendwann Nähe wurde staunten wir nicht schlecht, dass Dieter und Guido doch noch zum angeln gekommen waren. Da hatte sich Montezuma schneller wieder davon gemacht als gedacht !

Auch die beiden konnten schnell die ersten Fische fangen, darunter auch ein toller Zander ausserhalb der üblichen Größenklasse. Guido war jedenfalls mehr als happy !

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Bei Daniel und mir ging es auch munter weiter und sogar ein Rekord wurde gebrochen. Mit exakt 19cm fing Daniel den kleinsten (Team-) Zander aller Zeiten. Glückwunsch, der war (bzw. ist) wirklich zum knuddeln!

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Auf beiden Booten wurde weiter regelmäßig gefangen, und das in teils guten Größen.

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Irgendwann kam dann zum ersten Mal der Zanderpapst zu mir. Nach einem heftigen Einschlag auf gut 5m Tiefe und einem ebenso aufregenden Drill an der Vertikalrute konnte ich den ersten Zander der Saison jenseits der 80cm Marke landen, und er hatte sich auch gleich ein wenig mehr davon entfernt.

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Da war aber einer happy...

Weitere schöne Fische folgten auf beiden Booten.

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Besonders in einer Buhne lief es bei Daniel und mir sehr gut, doch als die Aktivität etwas nachließ, schlug Daniel vor, es nochmal an einer anderen Stelle zu versuchen, an der er bereits eine Stunde zuvor einen guten Fisch kurz unter der Oberfläche verloren hatte. Gesagt getan, wir fuhren die kurze Strecke und die Köder taumelten Richtung Gewässergrund. Die Drift war schon fast vorbei, als es bei mir erneut einen dieser brachialen Einschläge gab'.

Sollte der Papst schon wieder vorbeigekommen sein? Ja, so war es. Starke dumpfe Kopfschläge ließen wiederum auf einen richtig guten Zander hoffen. Die Hoffnung bestätigte sich, und eine weiterer Fisch jenseits der 80er Marke zierte die Abhakmatte im Boot. Nicht ganz so lang wie der erste, dafür aber um einiges dicker. Ich wähnte mich im Traum, aber alles war Realität.

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Am Ende dieses grandiosen Angeltages hatten Dieter und Guido 20 Fische gefangen, Daniel und ich sogar satte 34 Fische !

Morgen steht der letzte Angeltag an, es kann wohl insgesamt nicht mehr besser werden - muss es auch nicht !

 

Tag 7, Urlaubsabschluss. Der Papst wechselte heute mal kurz das Boot, kam dann aber in leicht veränderter Position zurück...

Ein letztes Mal schälten wir uns um 03:30 Uhr aus dem Bett. Die heutigen Teams: Daniel und Dieter, die mit Guido's Boot losfuhren, während Guido bei mir an Bord kam. Die erste Drift brachte mir schon den ersten guten Fisch des Tages.

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Sollte uns der Fluss wieder so reich beschenken wie an den Vortagen? Auf der einen Seite waren die Erwartungen hoch, auf der anderen Seite wäre es nicht das erste Mal, dass nach guten Tagen plötzlich schlechte folgen. Zander sind zickig...

Alle Sorgen waren unbegründet. Auf dem anderen Boot gab' es schon den ersten Paukenschlag. Der nächste ü80 Fisch konnte durch Daniel gelandet werden und mit 83cm verbesserte er sogar seine Bestmarke für Zander.

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Auch heute schaffte es die Sonne kaum bis gar nicht durch den Hochnebel, der Fluss führte zunehmend trübes Wasser. Dies verwunderte natürlich nicht, wenn man die Regengüsse der letzten Tage in Betracht zog. Den Zandern gefiel dies anscheinend, denn sie zeigten sich in der Folge weiter äusserst aktiv!

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Zwischen die Zander mischte sich heute auch nur ein einziger anderer Fisch. Der ü40 Barsch war eine willkommene Abwechslung.

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Zum Nachmittag gab' es dann bei mir wieder einen 70er .

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Guido hatte im Tagesverlauf eher kleinere Fische gefangen, aber seine große Stunde sollte nun kommen. Während einer Drift hing er zunächst mit seinem Köder am Grund fest. Ich legte den Rückwärtsgang ein, um so eine bessere Position zur Lösung des Hängers zu haben. Aber was war das? "Der Hänger bewegt sich" , rief Guido mir zu. "Quatsch, das ist die Bootsbewegung" , war meine Antwort. Als ich dann aber die Bewegungen in Guido's Rute sah', kamen mir Zweifel an meiner These. Schnell war nun klar, der Hänger entpuppte sich als recht beweglich und leistete mit harten Kopfschlägen erbitterten Widerstand. Zwischenzeitlich hatte ich mich mit dem großen Kescher positioniert und gleich beim ersten Versuch glitt ein kapitaler Zander in die Maschen. Freudenschreie hallten über das Wasser. Ein weiteres Mal hatten wir einen Zander weit über 80cm im Boot!

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Wenn das mal kein gelungener Urlaub war! Wir haben nicht nur sehr viele, sondern vor allem auch einige sehr große Fische gefangen. Nach den Entwicklungen der letzten Jahre erstaunt dies umso mehr, denn wir hatten definitiv einen Rückgang in der Durchschnittsgröße der Zander festgestellt, wofür im allgemeinen die Berufsfischerei verantwortlich gemacht wird.  Aber wie man sieht, sie sind da...

 

 

 

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