Raubfisch net(te) Geschichten (9) - Uli's neuer Hechtrekord

Wir schreiben den 16. September 2016. Hinter uns liegen Tage mit den annähernd höchsten Temperaturen die jemals in einem September gemessen wurden. Gar keine guten Vorzeichen für unser anstehendes Angelwochenende. Trotzdem freuten sich Uli und ich natürlich auf die kommenden Tage und unsere gemeinsame Mission Hecht.

Bereits am Freitagabend bezogen wir unser Quartier. Es hatte sich kurzerhand ergeben, dass auch Guido und Sven an diesem Wochenende das Wasser unsicher und unsere Unterkunft etwas voller machten. So wurde bereits der erste Abend recht "gesellig" ohne zu übertreiben, denn am nächsten Morgen war um 5:00 Uhr die Nacht zu Ende...

Uli und ich entschieden uns am ersten Tag für einige bekannte Hotspots. Auch wenn die Wassertemperaturen von rund 20 Grad dagegen sprachen hofften wir trotzdem dort bereits die eine oder andere Dame in Herbststimmung anzutreffen. Weit gefehlt ! Um es kurz zu machen: Nur Uli konnte an diesem Tag einen Fisch fangen, dieser war mit 91cm aber wenigstens gut vorzeigbar.

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Bei mir gab' es zwei Bisse, die ich aber leider nicht verwerten konnte - das war es dann auch.

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Am Abend besuchten wir gemeinsam mit Sven und Guido die "Kapsalonlokalität" am Ort. Lecker !

 

Der zweite Tag führte uns dann konsequenterweise in den Gewässerabschnitt, in dem die beiden anderen am Vortag wenigstens ein paar Fische mehr fangen konnten. Auch hier brachte der erste Spot keine Aktivität und so beschlossen wir zum langsamen Posenschleppen überzugehen. Mit Erfolg! Nachdem wir kurz hintereinander beide einen Fisch verloren hatten, konnte ich noch zwei schöne Hechte fangen, während Uli an diesem Tag leider erfolglos blieb.

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Tag drei war zunächst geprägt von sehr wenig Wind und wenig Aktivität unter Wasser. Wir wählten gleich zu Beginn das Posenschleppen als Tagestaktik, und am späten Vormittag konnten wir endlich die ersten Fische fangen.

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Am Vortag hatten Guido und Sven zwei Meterfische gefangen, aber wir schienen konsequent an den großen Hechten vorbeizuangeln...

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Ab dem Mittag stellten die Fische mal wieder auf stur und wir steuerten einen neuen Hafen an, in dem es lt. Aussage unseres Gastgebers die Möglichkeit der Nahrungsaufnahme gibt. Und tatsächlich, wir fanden eine kleine Cafetaria wenige Meter von unserer Anlegestelle. Es wurde kalorienreich und gemütlich...

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Gut gestärkt setzten wir Uli's Idee um und blieben bis zu Dämmerung auf dem Wasser. Das sollte sich auszahlen. Am späten Nachmittag fingen wir bereits einige Fische, darunter auch ein ganz niedlicher...

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Als Uli am frühen Abend einen kräftigen Biss auf sein großes Rotauge bekam, sagte er als erstes "Ist auch nichts großes". Ich aber wusste schon in diesem Moment, dass er damit falsch lag. Ruhig zog der Hecht seine Bahn, bevor er sich in ganzer Länge zweimal aus dem Wasser schraubte. In diesem Moment war Uli nervös - sehr nervös...

Leider zog der Fisch quer in unsere anderen Angelschnüre und gefährlich nah am Propeller des Aussenborders vorbei, aber am Ende hatten wir neben einem katastrophalen Schnursalat auch den Hecht sicher im Kescher - Yes !

Die 1,05m Dame zauberte Uli ein Strahlen ins Gesicht, um ihm dann später auch einiges an Anstrengung abzuverlangen...

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Uli hatte damit seinen persönlichen Hechtrekord um weitere 4cm nach oben "korrigiert". Das macht er übrigens meistens wenn er mit mir angeln geht...

Der letzte halbe Tag ist schnell erzählt. Bei absolutem Ententeichwetter tat sich bis zum Mittag - nichts !

Eine abermals tolle Tour mit Uli - hoffentlich bald wieder !

Kai

 

 

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