Oktober 2016 - Auf Hecht mit Birgit & Simone

Kaum von der letzten erfolgreichen Teamtour zurück und schon geht es dieses Mal mit den Frauen wieder raus. Mit dabei sind Guido und Simone sowie Kai und Birgit. Dass es auf dieser Tour nicht nur ums Angeln geht, sondern auch angelfreie Stunden und Tage geben wird liegt in der Natur der Sache.

 

Tag 1:

An diesem Tag ging es nur für Simone und Guido auf's Wasser. Kai und Birgit entschlossen sich für eine Sightseeing-Tour nach Amsterdam. Das Wetter war mit andauerndem Nieselregen und relativ kräftigem Wind alles andere als einladend, was die beiden aber nicht davon abhielt, schon im Dunklen das Boot zu Wasser zu lassen und die erste Stelle anzufahren. Dort dauert es relativ lange, bis sich der erste Biss zeigte. Der hatte es dafür aber auch in sich, denn gleich der erste Fisch bei Simone brachte es nach kurzem und heftigem Fight auf stolze 106 cm! Neuer PB! Wenn das kein Auftakt ist!!!

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Danach kam es noch zu einem Fehlbiss bei Guido, aber das war es dann auch für diesen Tag. Nicht viel, aber immerhin ne richtig dicke Mutti gefangen.

 

Tag 2:

Team 1: Guido und Simone - geschrieben von Guido: Der Papst ist zurück!

Für uns ging es heute an einem anderen Gewässerabschnitt auf's Wasser als bei Kai und Birgit, welcher uns aber auch gut bekannt ist. Bereits am frühen Morgen machte sich ganz vorsichtig ein Fisch an meinem Rotauge zu schaffen, sodass man wirklich sehr genau aufpassen musste, um den Biss zu erkennen. Glücklicherweise entging mir der Biss nicht und Simone konnte kurze Zeit später meinen ersten Fisch der Tour sicher landen. Mit 114 cm mal wieder ne richtige Kuh!

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Nur wenige Minuten später kam ein vehementer Biss auf Simones Rute und sofort nahm der Fisch Schnur vom Baitrunner. Beherzter Anschlag, kurzer Drill und... Weg! So eine Sch***!

Naja, es hilft nichts, also neu beköden und weiter geangelt. Jetzt wurde es erst mal sehr lange sehr ruhig, während von dem anderen Team regelmäßig Fangmeldungen eingingen. Erst gegen Mittag kam nach einem Stellenwechsel bei mir ein Biss, den ich live spüren durfte, weil ich die Schnur gerade zwischen den Fingern hielt. Strike, Drill und: Yeahhh! Der nächste Meter mit 109 cm liegt sicher im Boot.

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Glücklich über einen gelungenen Angeltag mit 2 Ausnahmefischen beendeten wir den Angeltag bei strahlendem Sonnenschein recht zeitig und genossen die Gesellschaft von kai und Birgit, die sich ebenso entschlossen haben.

Voller Vertrauen schauen wir auf die nächsten Tage: Da geht noch was!

 

Erster Tag für Birgit & Kai - Staccato zum Start - geschrieben von Kai

Nachdem wir gestern einen sehr schönen Tag in Amsterdam verbracht haben, ging es heute bei schönem Herbstwetter zum ersten Mal auf's Wasser. Simone hatte gestern mit ihrem neuen PB ja schonmal gut vorgelegt, aber unsere Erwartungen hatten wir trotzdem gut im Griff.

Es war noch dunkel als wir unsere Ruten zum ersten Mal platzierten, und lange musste ich nicht warten bis zur ersten Aktion. Kurze Zeit später durfte ich schon einen schönen Hecht in die Kamera halten.

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Nachdem es hell geworden war, wurde einer von Birgit's Ködern rabiat genommen und ich konnte den Fisch keschern. Aber was war das? Auch bei mir hatte sich während Birgit ihren Fisch drillte schon wieder ein Hecht am Köderfisch vergriffen. Und nun ? Birgit enthakte ihren Fisch und schon bald hatten wir zwei Hechte gleichzeitig im Kescher.

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Die Bissfrequenz ließ heute keine Wünsche offen, denn schon bald meldete sich bei Birgit der nächste Interessent. Als dieser Fisch das erste Mal die Wasseroberfläche schaumig schlug war klar : Meter ! Birgit's bisheriger PB mit 1,09m war kurz darauf erneut eingestellt !

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Es ging munter weiter. In schöner Regelmäßigkeit kamen die Bisse und ehe wir uns versahen drillte ich schon den nächsten Hecht. Irgendwann sagte ich dann zu Birgit : "Hol' schonmal den Kescher" . "Wo ist der denn?" kam es zurück. Tja, im Eifer des Gefechtes mit dem letzten Fisch war der Kescher wohl über Bord gegangen. So ein Mist! Die notwendige Handlandung gelang und wiederum war ein weiterer schöner Hecht auf dem Tageskonto.

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Der Kescher war und blieb verschwunden. Alle Versuche ihn mit der Vertikalrute zu "fangen" blieben erfolglos. Das passiert natürlich auch noch an einem Sonntag. Es bedeutet auch für den morgigen Angeltag ausschließlich Handlandung bevor wir dann am Nachmittag ins örtliche Angelgeschäft gehen können. Ok, wird schon...

Den Abschluss den Angeltages konnte dann wieder Birgit gestalten, und das mit einem glatten Meterfisch ! Zwei Meter für meine Liebste - klasse ! Ick freu' mir !

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Kann gerne so weitergehen...

 

Tag 3 , zweiter Angeltag von Birgit & Kai , geschrieben von Kai

 

Auch heute ging es wieder sehr früh auf's Wasser. Nach den gestrigen Erfolgen steuerten wir zielgerichtet wieder diesen Platz an. Zunächst tat sich an den Ruten nichts, aber die morgendliche Stille war schon ein Genuss für sich. Allzu lange dauerte es aber nicht bis meine Pose das erste Mal auf Tauchstation ging. Da hatte sich ein recht kleiner Racker von 68cm an meinem Rotauge vergriffen. Schnell verschwand er wieder in der Tiefe mit unserem Auftrag seine Großeltern vorbeizuschicken. Hat nicht ganz geklappt, denn Birgit's erster Fischer, der ca. eine halbe Stunde später biss, hatte auch nur 70cm.

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Wir freuten uns natürlich trotzdem, denn obwohl man hinsichtlich der hiesigen Durchschnittsgrößen schon ganz schön verwöhnt ist, zählt für uns zum Glück nicht nur das.

Es lief nicht ganz so "hochfrequent" wie gestern, aber schon bald war der nächste Fisch (hand)gelandet. Ja, einen neuen Kescher sollte es ja erst am Nachmittag geben. Wieder hatte meine Ende September perfektionierte und seitdem an meinen Montagen genutzte "Metersperre" funktioniert. Knapp verfehlt...

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Birgit hingegen hat, genau wie die meisten meiner Angelkumpels in den letzten Wochen, einen Metermagnet eingebaut. Wieder hat auch das funktioniert. 1,03m hatte die Dame.

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Danach war bei ihr dann "Tea Time" und ich guckte wieder blöd aus der Wäsche.

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Nachdem es danach eine ganze Weile sehr ruhig unter Wasser war und Birgit schon mit dem Gedanken spielte den Angeltag zu beenden, passierte dann aber doch noch etwas. Ich hatte da so ein Gefühl, dass sich noch ein Nachzügler melden könnte. Und richtig, meine Pose vollführte ein spannendes Tänzchen und die erste Flucht des Fisches ließ auf etwas großes hoffen. Als ich den Hecht das erste Mal sah' , war ich mir fast sicher, dass es endlich der ersehnte Meterfisch war. Der erste Versuch der Handlandung klappte und ein wirklich richtig fetter Hecht war im Boot. Meter? Nö, er schaffte es "nur" auf 96cm, hatte aber eine imposante Figur wie ich meine. Also meine "Metersperre" hat wirklich einen Wirkungsgrad von 100% . Beim nächsten Angeln baue ich sie aus, mal sehen ob es klappt.

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 Tag 3 , Guido und Simone , geschrieben von Simone

Mit wenig Hoffnung auf einen guten Fang und noch weniger Hoffnung auf gutes Wetter machten wir uns, wie immer in völliger Dunkelheit, auf den Weg zu unserem Angelspot.

Noch ehe es richtig hell war und man die Posen anständig erkennen konnte, schnappte sich ein Esox das Rotauge von Guido zum Frühstück. Kurzer Drill und schon lag er in seiner vollen Pracht im Kescher. Das Maßband zeigte 93 cm, ein gelungener Start in den Tag.

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Keine Stunde später konnte Simone die Beißphase nutzen und erst einen 73 cm und kurz darauf einen 76 cm Hecht ins Boot holen. Simones Motivation und die Hoffnung waren zurück und Sie saß deutlich entspannter und besser gelaunt im Boot.

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Die Laune stieg dann nochmal an, als der nächste Hecht sich ein Rotauge schnappte und bereits im Drill klar wurde, dass dieser wohl ein bisschen größer sein dürfte. War er auch, mit 93 cm ein wirklich prächtiges Exemplar. Außerdem besaß er wirklich gute Kampfeigenschaften, was für richtig Spaß an der Rute sorgte. Als er kurz vor dem Boot dann auch noch unter einer Spundwand her tauchte, war der Adrenalinspiegel definitiv auf einem hohen Level.

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Viel Zeit um den Pegel wieder zu senken blieb nicht, denn fast direkt im Anschluss verschwand Guidos Pose. Die Bisse waren heute alle sehr vorsichtig und so konnte man sich nie sicher sein, ob es sich wirklich um einen Biss, oder vielleicht nur um ein bisschen Strömung handelt. Kurz beobachtet, Anschlag und zack hing das Tierchen am Haken und sorgte für mächtig Chaos auf dem Boot, weil er sich entschloss quer durch die anderen Ruten zu schwimmen. Am Ende landetet er dann doch noch im Boot und erfreute Guidos Anglerherz.

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Bevor wir die Stelle wechseln wollten, bekam Guido noch einen Biss und konnte routiniert einen Hecht von 80 cm landen.

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An der neuen Stelle angekommen wollte Simone sich erst einmal einen Eindruck vom Bodenprofil und den Tiefen machen, also schipperte Guido einmal komplett den Bereich ab. Plötzlich erschienen lauter bunte Farben auf dem Echolot und schnell war klar – Futterfischschwarm!!!

Wir haben geankert und unsere Köder um den Schwarm herum platziert. Simone packte eine Mandarine aus, fing an sie zu schälen und warf sie im nächsten Moment quer durchs Boot. Der Grund dafür kämpfte kurze Zeit später an Simones durchgebogener Rute. Als die Hechtmutti sich zum ersten Mal an der Wasseroberfläche zeigte, blieb Simone der Atem Weg – was für ein fettes, großes Tier. Simone bekam ihn kaum gehoben um diese schöne Fotos zu machen. 108 cm pures Glück und persönlicher Rekord.

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Aus dem gleichen Schwarm fischte Guido dann noch einen 93 cm großen Hecht. Ein gelungener Abschluss für einen tollen Tag mit schönem Wetter und noch schöneren Fischen. Die Tatsache, dass auch von Kai und Birgit stetig Fangmeldungen kamen, machte den Tag perfekt.

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Eure Simone

 

Tag 4 , Guido & Simone , 00 Doppelschneider , geschrieben von Guido

Der Tag ist, wie die Überschrift schon erahnen läßt, schnell erzählt. Wir bekamen keine einzige Aktion an den in den Vortagen noch so produktiven Stellen.

 

Tag 4 , Birgit und Kai , Meterbremse deaktiviert , geschrieben von Kai

Nach zwei Tagen auf dem Wasser hat auch Birgit wieder ihre Routine in Sachen Boot slippen und Vorbereitung des Angelns gefunden. Alles ging schnell und wiederum lagen wir noch im Dunkeln vor Anker am ausgewählten Platz. Schnell waren die Ruten platziert und wir warteten gespannt auf die Dinge die da kommen sollten. Dauerte wirklich nicht lange. Meine Rolle surrte und der Anschlag saß. Starke Gegenwehr, rasante Flucht zur Seite, quer durch Birgit's Schnur. Na das wird einen Schnursalat geben... Egal, erstmal musste ich mich um den Fisch kümmern. Schon nach wenigen Sekunden war mir klar: Mutti ! Wie bereits gestern angekündigt habe ich heute meine Metersperre deaktiviert, sie hatte mir zur Genüge Ihre Funktionsfähigkeit bewiesen, damit war jetzt Schluss! Vor uns im Kescher lag ein Meterfisch, ohne Zweifel ein Fisch weit über der magischen Marke. Ich hatte schwer zu heben:

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Leider war es noch so dunkel, dass die Bilder nicht besser werden konnten, aber der 113cm lange Hecht zauberte mir nach so langer und wie verhexter "Meterblockade" wirklich ein Lächeln auf's Gesicht.

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Nachdem der Fisch zurückgesetzt war, mussten wir uns erst einmal um das Verwicklungschaos kümmern. Am Ende wurden beide Ruten komplett neu montiert, da war wirklich nichts mehr zu retten.

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Kaum waren die Ruten neu ausgeworfen (es war natürlich mittlerweile hell), wurde auch Birgit's Pencil-Pose rabiat heruntergezogen. Als der Fisch nah am Boot war, sagte Birgit nur ganz trocken: "Das ist auch wieder ein Meter" . Ich sah sie etwas verwundert an, aber nun gut, sie hatte ja immerhin in den letzten beiden Tagen drei davon gefangen... Nachdem der erste Kescherversuch noch misslang , war der zweite dann erfolgreich. Vor uns lag' tatsächlich der zweite Meterfisch des Tages. Manchmal läuft es einfach! 1,09m entwickelt sich langsam zum "Standardmetermaß" von Birgits Anglerinnenkarriere...

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Es folgte kurze Zeit später noch ein Fehlbiss bei Birgit und dann kehrte auch bei uns Ruhe ein. Die Fische scheinen den nahenden Wetterumschwung schon zu antizipieren. Mittlerweile stürmt und regnet es draußen. Wir vier sitzen aber warm und trocken bei einer Tasse Kaffee in der Unterkunft.

 

Zum Ende nicht mehr raus gewesen...

 

Gestern sind wir alle zu den Deltawerken gefahren und haben einen Bildungstag eingelegt. Schon sehr interessant und überwältigend, was die Niederländer nach der großen Sturmflut im Jahre 1953 da auf die Beine gestellt haben. Preisfrage: Wer ist der Mann in der Muschel ?

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Für den heutigen Tag war eigentlich noch eine gemeinsame Ausfahrt von Guido & Kai geplant, aber bei dem Regenwetter haben wir uns das gespart. Im Laufe des Vormittags traten beide "Teams" die Heimreise an.

 

Eine tolle Woche war es, mal sehen wann wir das wiederholen. Auf der Agenda steht es auf jeden Fall !

 

 

 

 

 

Kommentare   

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