Raubfisch net(te) Geschichten (16) - alles in XL

November 2017. Diesmal wollte ich (Kai) mit Dieter für drei weitere Tage den Fluss unsicher machen und wieder einmal einen "Vollmondkracher" fangen. Nach gewohnter Anreise am Freitagabend ging es der Jahreszeit entsprechend nicht ganz so früh aus den Federn. An der Slippe nur ein weiteres Boot, wie so oft war der Angeldruck erfreulich niedrig. Schon die erste Stelle brachte schnell einige Aktionen, und der zweite Fisch bei Dieter konnte ohne weiteres als großer Zander dokumentiert werden.

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Das lief doch gut an! Einige weitere Fische folgten.

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Allerdings war der Spuk auch recht schnell wieder vorbei und wir erkämpften uns bis zum Mittag 10 Fische. Da noch ein Besuch im Angelgeschäft auf der Agenda stand und zum frühen Nachmittag kräftiger Regen angesagt war, slippten wir mittags aus. Wir taten gut daran, denn der Himmel öffnete tatsächlich seine Schleusen ziemlich weit...

Tag 2 , heute gesellten sich, zumindest zu Beginn, Daniel und Sven zu uns. Sie suchten allerdings recht schnell einen anderen Flussabschnitt auf. Dieser Tag sollte einige Überraschungen für uns bereithalten, viele schöne Dinge und auch einen kleinen Wermutstropfen.

Auch an diesem Tag brachte die erste Angelstelle einige Aktionen, und nach einer halben Stunde machte die Vollmondphase ihrem Namen das erste Mal alle Ehre. Ein richtig fetter 85er Zander stieg bei mir ein und sorgte für viel Euphorie an Bord.

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Diesmal ging es den ganzen Vormittag "lekker door" und schon schnell waren wir bei den Fängen zweistellig.

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Das nächste Highlight gab es zur Mittagszeit. Ich erhielt einen brachialen Biss auf die "Wassermelone" (für Insider) und in den folgenden Minuten kam die Godfather parabolic mehrfach an ihre Grenzen. Kontrolle war da, aber nicht über den Fisch sondern vom Fisch. Schwere Fluchten und eine kreischende Rolle brachten "nervöse Momente" an Bord. Zum Glück ging alles gut und Dieter konnte beim zweiten Versuch einen Hecht von sage und schreibe 1,12m keschern. Für mich die Einstellung meines Flussrekords und mein größter je mit der Vertikalrute gefangener Fisch. Was für ein Brocken !

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Das sollte aber noch nicht alles sein. Nachdem wir eine andere Buhne aufgesucht hatten, in der sich zunächst allerdings nicht viel bewegte, schlug es wiederum kräftig bei mir ein. Der Fisch ging sofort zu einer rasanten Flucht über und nahm einige Meter Schnur von der Rolle. Der erste Gedanke ging natürlich auch hier in Richtung Hecht, aber irgendwie fühlte sich das komisch an. Doch eine quer gehakte Brasse? Nein, es war etwas ganz anderes! Plötzlich zeigte sich eine glänzende Flanke unter der Oberfläche und nach einigen weiteren kurzen Fluchten konnte ich einen großen Rapfen von 77cm vor die Kamera halten. Was war das denn für ein Tag ?!

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Kurze Zeit später ging uns ein Licht auf, der ganze Fluss war voller Geheimagenten!

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Wie immer wurde es nach der Mittagszeit etwas ruhiger unter Wasser und dazu gesellten sich kräftige Regenschauer mit starken Windböen, die die schönen sonnigen Abschnitte unterbrachen. Hier nähern wir uns nun auch dem Tiefpunkt des Tages... Als wir wieder einmal vor einem Platzregen unter eine Brücke "fliehen" wollten, passierte es. Durch eine Unaufmerksamkeit kollidierte der Frontmotor mit einer Spundwand. Der Arretiermechanismus wurde stark beschädigt und einzelne Teile verabschiedeten sich in die Fluten. Folglich mussten wir erst einmal prüfen ob der Motor überhaupt noch funktionstüchtig war. Es ging so. Einerseits schien die Elektronik keinen Schaden genommen zu haben, Antrieb, Lenkung und Autopilot funktionierten einwandfrei. Der Motor ließ sich jedoch nicht mehr kippen und arretieren. Wir mussten also improvisieren und den Motor allein über den Schaft hoch- und runterschieben. Ab sofort hatten wir also beim Fahren einen neuen "Mast" ...

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Wir beendeten den Tag mit 23 Fischen - klasse !

 

Tag 3 , mit leichtem Handicap (Motor) starteten wir also in den dritten und letzten Tag unserer Tour. Das Wetter hatte sich deutlich verändert. Sonnig, nördliche Winde und - kalt! Wir befürchteten, dass dies die Fischerei nicht gerade positiv beeinflussen würde. Bereits der erste Platz brachte deutlich weniger Aktionen als an den Tagen zuvor, trotzdem gab es Zander.

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Und kurze Zeit später sogar einen mittleren Hecht.

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Wir sammelten uns eher mühsam einige Fische ein, und eigentlich aus dem Nichts schlug es bei mir wieder kräftig ein. Diesmal dauerte es nicht ganz so lange, aber ein weiterer schöner Hecht kam auf das Konto der Godfather.

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Es folgte noch hier und da ein Zander.

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Zwischenzeitlich konnten wir auf dem Fluss auch wieder interessante Dinge beobachten.

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Verwöhnt vom Vortag fühlte sich alles etwas "zäh" an, aber Dieter schlug dann doch nochmal richtig zu. Ein fetter Barschmoppel zauberte große Zufriedenheit in sein Gesicht.

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Was für eine Kirsche !

Wir fischten bis zur Dämmerung, aber ausser ein paar kleineren Fischen kam nichts mehr ans Band. Einer der Fische wählte dabei sogar einen etwas seltsamen Weg.

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Am Ende hatten wir immerhin 13 Fische gefangen. Auch nicht so schlecht !

Morgen bringen wir auf der Rückfahrt den Motor in die Reparatur. Es waren wieder tolle und erfolgreiche Tage !

Kai

Kommentare   

#1 Uli Zilles-Kirch 2017-11-07 08:50
Hallo Kai, hallo Dieter.
Glückwunsch zu den tollen Fischen.
Bis dann,
Grüße
Uli

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