Raubfisch(nette) Geschichten (21), Juni 2019

15. Juni 2019

Die nächste Tour begann gestern mit einer Anreise ohne Besonderheiten, so haben wir es am liebsten! Diesmal begleitet mich Uli für 3 1/2 Tage an den Fluss. Lange geplant und die Vorfreude war groß. Nach einem leckeren Kipkerry in der örtlichen Cafetaria genossen wir noch ein besonderes Bier. Man gönnt sich ja sonst nichts!

Ja, ja, es ist ein belgisches, aber so kleinlich wollen wir doch nicht sein!

Schon am Vorabend gingen wir fest davon aus, dass uns der angesagte heftige Dauerregen davor bewahren würde um 3:00 Uhr aufzustehen. So kam es dann auch und wir fuhren nach einem gemütlichen Frühstück erst gegen 09:30 los und kamen gerade an der Slippe an als der Regen auch schon fast aufgehört hatte. So wurden unsere Köder gg. 10:30 Uhr erstmals den Fischen präsentiert. Es dauerte gar nicht lange und ich konnte den ersten Zander fangen. Mit 55cm kein schlechter Anfang, aber der Fisch durfte umgehend wieder zurück und musste nicht vor die Kamera.

Aktionen gab es reichlich, aber leider war auch die Zahl der "Aussteiger", vor allem bei Uli, sehr hoch.

Trotzdem konnten wir bis zum frühen Nachmittag einige schöne Fische fangen.

Mein persönliches Highlight war ein Zander von satten 30cm, der sich den 14cm Zander Pro Shad einverleibte. Größenwahn ist hier wohl weit verbreitet...

Obwohl ich den 14er ProShad eigentlich nur testweise fischte, konnten wir nicht weniger Aktivität oder etwa eine höhere Durchschnittsgröße der gefangenen Fische feststellen. Den Köder bekommen die Fische allerdings nicht so schnell klein, es war also deutlich schonender zur Köderkiste.

Als gg. 14:00 Uhr die Sonne herauskam stellten die Fische das Fressen fast gänzlich ein, so dass wir am Ende des Tages lediglich 19 Fische bis 60cm verbucht hatten. "Nur", das kommt davon wenn man zu Saisonbeginn so verwöhnt wurde. Wir werden noch viele Angeltage erleben wo wir froh sein würden wenn es so viele gewesen wären.

Morgen geht es dann ganz früh los, vielleicht zeigt sich ja am frühen Morgen ein größerer Fisch.

 

Sonntag, 16.Juni 2019 - Der orange Shiner wird geboren

 

Heute waren wir dann tatsächlich wieder zu so einer Unzeit auf den Beinen und dann auch gg. 04:30 Uhr auf dem Wasser. Der erhoffte Großzander am Morgen bleib zwar aus, aber es lief wirklich gut. Viel Aktion unter Wasser und auch wenn wir relativ viele Fische verloren konnten wir dann doch schnell eine stattliche Zahl an Zandern fangen. Heute war übrigens "Zander only" Tag. Kein Barsch und wie erwartet auch keine Hecht ließ sich blicken.

Einen besonders dunklen Fisch konnte ich am späten Vormittag erbeuten.

Auch Uli machten die Zander schwer zu schaffen, was man an seinem Gesichtsausdruck nur unschwer erkennen kann.

Gegen Mittag wurde es deutlich ruhiger und wir entschlossen uns eine ausgiebige Mittagspause zu machen.

Während ich noch schlief, schickte Uli sich an einen neuen Köder zu kreieren. Und dann war er da, der "orange Shiner". Für mich sah er aus wie eine Mischung aus einem Matchbox Auto mit nur zwei Reifen und einem von Helge Schneider selbst gegossenem Gummifisch. 

Trotz mehrfacher Aufforderung meinerseits hing Uli das Ding übrigens nicht an seine Angel, aber ich werde weiterhin darauf drängen tongue-out.

Es folgte ein Nachmittag der Aussteiger. Was wir auch machten, wir verloren beide nahezu jeden Fisch im Drill. Wir hätten sicher noch gut 10 weitere Zander fangen können, aber am Ende waren wir froh noch drei weitere auch wirklich keschern zu können. 

Am Ende des Tages hatten wir 29 Fische gefangen, wieder ein guter Tag!

 

Montag, 17. Juni 2019

 

Heute hatten wir, zumindest am Vormittag, das ganze Gewässer für uns. Kein anderer Angler weit und breit. Es war etwas frischer als am Morgen zuvor, aber schon bald kam die Sonne zum Vorschein und wärmte uns mit den ersten Strahlen des Tages. Wettertechnisch konnte heute nichts schiefgehen. Auch der erste Angelplatz produzierte innerhalb von wenigen Sekunden den ersten Zander für Uli, mit 66 cm gleich ein wirklich guter.

Seltsam war, dass dann an dieser Stelle eine halbe Stunde gar nichts mehr ging. Stellenwechsel, ein kleiner Hafeneingang kurz vor Beginn der Frühschicht beim örtlichen Werftbetrieb. Hier wartete das erste Highlight des Tages auf uns. Nachdem wir beim Driften immer wieder in einem relativ kleinen Bereich Anbisse erhielten, war es Uli, der ein Ankern vorschlug. Von nun an ging es mit konzentriertem Anwerfen des Platzes weiter, und wir erlebten fast rumänische Verhältnisse. Für ca. 30 Minuten ging es fast Schlag auf Schlag und wir konnten eine ganze Reihe mittlerer Zander fangen. Das war ein Riesenspaß !

Als der Spuk dann vorbei war, waren die meisten der in der Folge angefahrenen Plätze ebenfalls produktiv.

Das zweite Highlight stand nun an, denn mit dem folgenden Fisch wurde endlich wieder einmal die magische Grenze erreicht. Ein kugelrunder und glatt 50 cm langer Barsch lieferte einen starken Kampf ab. Freude an Bord !

Auch die nächsten Stunden brachten regelmäßig Fische und als wir bereits gut über 30 Fische gefangen hatten entschlossen wir uns endlich mal die DropShot Technik an diesem Gewässer auszuprobieren. Auch das funktionierte, und insbesondere bei Uli sahen in der Folge noch eine Reihe mittlerer Zander das Boot von innen.

Auch heute zeigten wir uns wieder sehr ausdauernd und am Ende des Tages stand der Zähler auf satten 40 Fischen.

Morgen dann noch ein paar Stündchen aufs Wasser bevor es wieder nach Hause geht.

 

Dienstag, 18. Juni 2019 - Abschlusstag

 

Wir hatten uns den Wecker heute ein wenig später gestellt. Gepackt werden musste ja auch noch. Das Motto für den heutigen Tag : Später anfangen und früher aufhören. Das frühe Aufstehen steckte uns so langsam in den Knochen, aber die Motivation war unverändert hoch.

Der Morgen begrüßte uns mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, überhaupt sollte es heute sommerlich bei wenig Wind sein.

Zunächst versuchten wir es noch einmal an einer Stelle die für große Zander bekannt ist. Nachdem sich eine ganze Weile kein Fisch zum Anbiss verleiten ließ, schlug es in meiner Rute heftig ein. Die Annahme es könnte sich um einen Großzander handeln wich relativ schnell der Gewissheit, dass sich diesmal ein Hecht den Köder geschnappt hatte. Nach heißem Tanz konnte Uli den fetten 89er keschern...

Hier fingen wir dann noch drei mittlere Zander, worauf wir die Stelle anfuhren an der wir gestern werfend so viel Spaß hatten. Und auch heute war der Platz produktiv! Immerhin 6 Fische konnten wir in einer Stunde beim Werfen fangen.

Die nächsten Stunden brachten regelmäßig Aktionen, und es waren wieder schöne Fische dabei.

Ein seltsam beladenes Schiff passierte den Fluss, hier wurde wohl eine alte Brücke in ihren Betonteilen abtransportiert...

Als Topfisch des Tages ging mir dann noch ein 69er Zander an den Haken.

 

Wie geplant beendeten wir den Tag früher als sonst, hatten uns aber trotzdem schon wieder stattliche 25 Fische ergattert.

 

Obwohl mit Ausnahme des 50er Barsches keine echten Riesen ins Boot gekommen sind, sind wir mit den Tagen mehr als happy. Für Uli heißt es nun wieder ein Jahr warten bis zur nächsten Zandertour. Im Herbst machen wir noch einmal eine Tagestour auf Hecht.

Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht !

 

 

 

 

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