Kurzberichte 2021

23. Juni 2021 - Schwieriger Start

Nachdem wir die letzten beiden Tage den Städtetouren gewidmet hatten ging es heute wieder aufs Wasser. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir am späten Vormittag los. Wir waren schon fast an der Slippe, in der Tat waren es nur noch einige hundert Meter, da standen wir auf einmal vor einer Polizeisperre. Hier ging es erstmal nicht weiter, wir wurden wegen eines wohl kurz vorher passierten Unfalls zum Umkehren aufgefordert. Und nun? Die Slippe auf einem anderen Wege zu erreichen wäre sicher mit einem Umweg irgendwie möglich gewesen, aber ich hatte recht schnell einen Plan B. Eine andere Slippe die ich aus der Vergangenheit noch kannte, allerdings noch nie benutzt hatte. 7km sollten schnell überbrückt sein, dachten wir... Bereits nach einem Kilometer standen wir wegen der gerade geöffneten Brücke schon im Stau.

Auch diese Verzögerung ertrugen wir mit Geduld und um 13:30 kamen wir dann endlich an der anderen Slippe an. Eines wurde schnell klar: Ein Tesla kann doch ein Boot ziehen!

Den Teslafahrer trafen wir übrigens nach dem Einslippen auf dem Wasser, mit einem standesgemäß elektrisch betriebenen futuristischem "Irgendwas"...

An der ersten Angelstelle gab es gleich eine ganze Reihe Attacken, aber was wir auch machten, es blieb einfach kein Fisch bis zum Schluss hängen, es war wie verhext. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir schon locker 5 Fische haben können, aber der Zähler stand noch auf Null.

Am nächsten Platz dann endlich ein schöner 60er auf meinem Konto.

Kurze Zeit später dann ein weiterer Biss bei mir und es folgte ein heißer Tanz rund um das Boot. Lilly konnte den 97er Hecht trotzdem beim ersten Versuch einnetzen, was für ein toller Fisch!

In der Folgezeit zeigten sich die Fische insgesamt gut drauf, und obwohl wir nicht unbedingt zur besten Zeit auf dem Wasser waren konnten wir noch einige schöne Zander fangen.

Schon auf dem Rückweg zur Slippe (wir mussten ja pünktlich zum Fußballspiel wieder in der Ferienwohnung sein), gab es noch einen kurzen Zwischenstopp auf der Stelle die wir am Mittag zuerst angefahren hatten. Dort musste doch auch noch ein Fisch gefangen werden können! Nachdem ich einen schönen Zander gefangen hatte, sah ich auf dem Echolot im Mittelwasser einen ordentlichen Fisch, bei dem ich von einem Wels ausging. Ich zögerte nicht und servierte ihm meinen Gummifisch direkt vor der Nase. Und tatsächlich, es folgte sofort ein Einschlag und der Tanz begann. Der Fisch entpuppte sich nach der Landung wirklich als Wels von 80cm, eine nette kampfstarke Überraschung!

In den knapp 5 Angelstunden konnten wir wiederum 14 Fische fangen, fast alle hatten eine ordentliche Größe. Das Spiel der deutschen Fußballmannschaft hat wahrscheinlich mehr Nerven gekostet als alles andere an diesem Tag zusammen. Aber immerhin doch noch im Achtelfinale.

Kai

 

20. Juni 2021 - Lillys erster Angeltag

Über ein Jahr hat es gedauert, nun war es endlich soweit und Lilly kam zum ersten Mal an Bord und sollte Ihre ersten Angelerfahrungen sammeln. Wir hatten uns nach einem kleinen Badeausflug zum Grevelinger Meer dafür entschieden am frühen Abend aufs Wasser zu fahren und bis in die Dunkelheit hinein zu angeln. Unser Plan einer hoffentlich schon nicht mehr von vielen Jetskifahrern & Co. aufgesuchten Trailerstelle ging voll auf. Es standen nur noch zwei Trailer auf dem Parkplatz und wir hatten genügend Zeit ganz in Ruhe das Boot zu slippen. Auch das war für Lilly schließlich das erste Mal und das eine oder andere erklärte ich ihr bevor es losging.

Unter Wasser ging es auch los, und zwar sehr schnell. Bereits nach gefühlten 30 Sekunden schlug es bei mir ein und ein schöner 60er musste zum Fotoshooting.

Wir hatten wohl gleich eine sehr aktive Gruppe Zander gefunden, denn bei jeder weiteren Drift über diesen Platz gab es Bisse, von denen leider kein weiterer Fisch bis zum Ende hängenblieb. Schade, das waren allesamt gute Zander soweit ich das vom Drill her beurteilen kann.

Es dauerte nicht lange bis auch Lilly den ersten Zander (bzw. den ersten Fisch überhaupt) ihres Lebens fangen konnte.

Ich weiß nicht wer in diesem Moment stolzer war, ich war jedenfalls mächtig stolz auf sie!

Die Fische waren in Beißlaune, so gut hatte ich das gar nicht erwartet. Leider gab es auch viele Aussteiger, aber hier und da blieben die Fische, ausnahmslos Zander, auch hängen. Lilly war schon gut unterwegs.

Wie immer ließen die Bisse mit abnehmender Strömung etwas nach, und in der Dunkelheit ging eigentlich nicht mehr sehr viel. Insgesamt konnten wir 15 Zander fangen, wovon 4 auf Lillys Konto gingen. Nicht schlecht in 5 Stunden!

Kai

 

06. März 2021

Anfang März, immer noch Corona, und nun endlich das erste Mal angeln. Natürlich nur eine Tagestour, zu dieser Jahreszeit aber ist das auch ohne Corona eher die Regel. Die Vorfreude war groß, das Wetter sollte kalt aber ansonsten fantastisch werden.

Um 04:15 Uhr trafen Guido und ich uns im Hof, alles verlief reibungslos und an der Slippe war für diese Jahreszeit eher wenig los, wobei man wenig sehr relativ sehen sollte, so 30-40 Trailer fanden sich dann im Laufe des Morgens schon ein.

Der Tag empfing uns wie erwartet.

Es begann ruhig unter Wasser, bis ich auf dem Livescope eine kleine Schule nicht ganz so kleiner Fische sah, die alle meinen Köder verfolgten. Als sich endlich einer von Ihnen zur Attacke entschloss, war nach kurzem Drill der Spuk auch schon wieder vorbei - ausgehakt. 

An dieser Stelle ging dann auch nichts mehr, aber am nächsten Platz konnte Guido dann den ersten Fisch des Tages fangen, einen schönen "fast" 60er.

Hier und da mal ein Anbiss, aber insgesamt lief es zäh. Der nächste Fisch ging wieder an Guido, mit 62cm ein bisschen besser.

Bei mir blieb es still, aber dann doch ein harter Anbiss und ein schöner 68er kam ins Boot.

Leider mussten wir diesen Fisch entnehmen und er wird natürlich angemessen verwertet (auf dem Grill laughing). Trotzdem hatte der Tag zu diesem Zeitpunkt für mich schon einen Makel. Naja, das passiert halt auch manchmal.

Kurze Zeit später ging auf einem anderen Feld die Post ab. Zunächst näherte sich "ganz unauffällig" ein Schiff der Naturschutzbehörde. Schnell war klar dass eine Kontrolle bevorstand. Natürlich hatten wir alle Papiere zur Hand, erhielten von den netten Herren jeder noch eine Broschüre zu den aktuellen Regeln auf diesem Gewässer und schon war der Spuk auch wieder vorbei.

Kaum hatten wir wieder angefangen zu angeln, da sahen wir in der Ferne ein verdächtiges Motorboot mit drei Personen Besatzung, welches nach und nach an andere Angelboote andockte. Das wird doch nicht... Doch! Ein weiteres Kontrollboot, diesmal ein spezielles der Fischereiaufsicht, kam auch zu uns und kontrollierte uns ein zweites Mal. Das haben wir auch noch nicht erlebt! Ok, alles war in Ordnung und wir konnten endlich weiterangeln.

 

Guido fing in der Folgezeit noch ein paar schöne Zander bis 65cm.

Und auch ein wunderschön gezeichneter Hecht kam noch zum Vorschein.

Gegen 17:00 Uhr beendeten wir den Angeltag, wie ein geprügelter Hund mit nur einem Fisch gegenüber 8 bei Guido ging ich von Bord. Und den einen musste ich dann am späten Abend noch filetieren. Spaß ist anders, ich mag keine toten Zander undecided.

Wir haben den Tag in vollen Zügen genossen!

Kai

 

 

 

 

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