Kölle Alaaf - Der Hecht kütt!

Tag 1:

 Kaum von der letzten Tour wieder richtig zu Hause angekommen ging es mit Sven auch schon wieder auf Tour zum Hechte-Ärgern. Dieses Mal standen 3 Tage „Deadbaiten“ auf dem Programm.

Mitten in der Nacht ging es los und schon auf halber Strecke wurde es spannender als mir lieb war. Bei einer kurzen Zigarettenpause auf einer Raststätte fing der Motor meines Autos auf einmal fürchterlich an zu qualmen und er stank ganz erbärmlich nach verbrennendem Öl. Ein Blick in den Motorraum zeigte, dass scheinbar eine Dichtung am Motorblock hinüber ist, denn Öl kochte aus einem Spalt heraus und verdampfte dann auf dem darunterliegenden Auspuff. Glücklicherweise waren es keine großen Mengen Öl und wir kamen mit einem weiteren Liter Öl, den wir an der Tankstelle kaufen konnten, hin und auch wieder bis nach Hause zurück…

Umso glücklicher waren wir, als wir bei absoluter Dunkelheit die Slippe erreichten und aufs Wasser konnten. Eine altbekannte Stelle wurde angefahren und bei immer noch völliger Dunkelheit wurden die Ruten platziert. Es wurden jeweils 2 Ruten mit Rotaugen und 2 Ruten mit Salzwasserfischen bestückt, da wir herausfinden wollten, ob es klar erkennbare Vorlieben bei den Hechten gibt.

Die Helligkeit kam kurze Zeit später und um kurz nach 7 machte sich Svens Pose auch schon auf Wanderschaft. Ein gut genährter 90er durfte kurz für ein Foto ins Boot.

Kaum war der Fisch versorgt warf ich eine meiner Ruten neu. Der Köfi war gerade auf Grund angekommen da bekam ich einen Biss. Dem musste ich echt auf den Kopf geworfen haben…

Der deutlich kleiner eingeschätzte Fisch entpuppte sich als schlanke 111 cm lange Hechtdame, die sich durchaus sehen lassen konnte.

 

Neben der Freude über den tollen Fisch war eine Sache neu: Für jeden Meterfisch gab es einen Schnaps aus dem guten „Kölle-Flachmann“. Na dann Prost!

Zur Info: Die Alkoholmenge sollte man immer so dosieren, dass man sich bei hinsichtlich der bestehenden 0,0-Promillegrenze beim Bootfahren nicht strafbar macht. Hier sollte man echt kein Risiko eingehen. Also gab es „homöopathische Mengen“ mit symbolischem Charakter ;-).

Aufgrund der schnellen Fischaktivitäten harrten wir noch eine ganze Weile an dieser Stelle aus, wurden aber lediglich mit einem Fehlbiss belohnt. Am späten Vormittag beschlossen wir daher, unseren Standort in einen Hafen zu verlagern.

Kaum da ging der Spuk auch schon los. Die Fische schienen richtig im Fressrausch zu sein und wir konnten insgesamt 5 fantastische Fische bis 105 cm fangen und noch einige Fehlbisse verzeichnen.

90er bei mir

105er Mutti!!! Natürlich gab es dafür zwischenzeitlich auch wieder einen „Meterschnaps“..

89er Schönheit

Fetter 91er.

Mit 98 cm (zum Glück) knapp am Schnaps vorbei wink

Auf Wiedersehen...

Mehr als zufrieden mit dem Tagesergebnis ging es dann am späten Nachmittag vom Wasser, denn wir hatten noch ein strammes Programm: Unterkunft beziehen, Supermarkt, Angelgeschäft, Köfis im Fischladen kaufen und natürlich der obligatorische „Kapsalon groot“ in der örtlichen Frittenkiste standen noch auf dem Plan J

 

Tag 2:

Auch am zweiten Tag ging es früh raus, aber die erste halbe Stunde blieben wir lieber im Auto. Es schüttete wie aus Eimern und das Regenende war auf dem „Buienradar“ schon erkennbar. Immer noch zur rechten Zeit kamen wir dann an der ersten Stelle des Vortages an und mit Anbruch der Dämmerung lagen die Ruten.

Den Anfang machte ich mit einem sehr vorsichtigen Fehlbiss. Da der Köfi keinerlei Bisspuren aufwies gehen wir fast von einem Zanderbiss aus. Der zweite Biss dagegen war schon vehementer und wurde mit einem kräftigen Anschlag quittiert. Das Ergebnis ist ein toller Fisch von 105 cm.

Zeit also, den Flachmann aus der Kiste zu holen…

Viel Zeit zum Feiern blieb jedoch nicht, denn innerhalb kürzester Zeit folgte ein 99er bei mir.

Dann kam eine absolute Granate bei Sven. Schon im Drill war klar, dass der Fisch ein anderes Kaliber hat, denn er kam nur sehr zögerlich vom Boden hoch. Wir waren mega happy, als sich endlich der Kescher um den Fisch schloss. Vor uns lag eine außergewöhnlich fette Hechtdame von 112 cm, die wir auf ca. 15 Kilo schätzten.

Meeega fette 112er Dame..

... und weil sie so schön ist gleich noch mal!

„Meterschnaps“-Time… glücklicherweise nur einen surprised

Mit Blick auf unseren Alkoholpegel war es dann gut, dass sich den Rest des Tages nichts mehr getan hat, egal welche Stelle wir anfuhren und ausprobierten.

Wieder einmal total zufrieden mit drei genialen Fischen ging es zur Unterkunft zurück, heute wurde chinesisch gegessen und viel mit den niederländischen und belgischen Anglern gefachsimpelt, die ebenfalls bei unserem Gastgeber untergebracht waren.

 

Tag 3:

Der dritte Tag war dann auch schon unser Abreisetag und wir mussten morgens erst einmal unser Zimmer räumen und die restlichen Köfis auftausicher im Auto verstauen. Trotz dieser Arbeiten waren wir, wie sollte es auch anders sein, im Dunkeln schon auf der Angelstelle. Dieses Mal begannen wir den Tag direkt in einem Hafen anstatt im Freiwasser, nicht zuletzt weil wir hier sehr windgeschützt untergebracht sind cool

Der Plan ging auf und wir konnten bei herrlichstem Sonnenschein bis Mittags 4 Fische bis 105 cm fangen.

 

 

Ein Hecht von 80 cm mit eingewachsenem Hardmono-Vorfach, das bestimmt schon Monate in dem Fisch verweilt. Der "Knubbel" an der Seite ist sicherlich der mittlerweile verkapselte Drilling im Inneren des Hechtes...

105er Dame, natürlich blieb dann auch am letzten Tag das Schnäpschen nicht aus…

81er mit Knickflosse.

89er "Brasemfreter"...

Als sich dann gegen 14:00 der erste zu erwartende Regen auf der Regenradar-App zeigte beendeten wir diesen letzten und wieder sehr erfolgreichen Angeltag und traten die Heimreise an.

Zurückblickend sind wir zum einen sehr froh, dass mein Auto durchgehalten hat. Jetzt darf das gute Stück erst mal in die Werkstatt…

Zum anderen wollten wir ja Gewissheit, welche Köderfische denn nun besser fangen, Salz- oder Süßwasser-Köfis. Das Ergebnis war alles andere als eindeutig, denn die Bisse kamen nahezu hälftig auf Salzwasser und hälftig auf Süßwasserfische. In unseren Augen war kein Unterschied erkennbar und wir können nicht sagen, ob wir weniger gefangen hätten, wenn wir nur eine Art Köder geangelt hätten. Vielleicht ändert sich dieser Zustand noch, wenn das Wasser deutlich kälter wird, aber im Augenblick funktioniert beides hervorragend.

In diesem Sinne bis zur nächsten Tour!

 

Guido und Sven

 

 

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