Auf Hecht - September 2021

Corona scheint mit Blick auf die Angeltouren überwunden. In der Hoffnung dass es so bleibt - gut so! Wie in den letzten Jahren beginnt die Hechtsaison für mich mit einer vollen Woche und verschiedenen Mitanglern.

Donnerstag, 23. September 2021 - Abschlusstag

Für heute war starker Wind mit 5-6 bft aus Westen vorhergesagt, und nicht zuletzt aus diesem Grund entschied ich mich am Morgen eine neue (jedoch bekannte) Stelle anzufahren. Hier war es in den letzten Jahren immer etwas Lotterie ob Fische am Platz waren oder nicht. Und? Verzockt! 4 Stunden lagen die Köder bei perfekten Bedingungen wunderbar platziert, aber hier war heute unter Wasser wohl niemand zu Hause, da bin ich mir sicher. 

Sollte das auch mein erster Schneidertag werden? Nein, so nicht meine Damen. Wir entschieden uns nochmal für eine neue Stelle, die zu dieser Zeit auch noch befischbar war, obwohl der Wind immer stärker wurde. Kaum 10 Minuten waren wir vor Ort, da kam auch schon der ersehnte Biss. Lilly konnte den Fisch schnell keschern und ich darauf einen schönen 93er vor die Linse halten. 

Der Wind wurde immer stärker und schon bald löste sich der erste Anker. Da wir ohnehin gegen Mittag vom Wasser wollten da noch ein kleiner Ausflug geplant war, beendeten wir den letzten Angeltag zumindest mit diesem einen Fisch.

Ich habe hier schon weit bessere Wochen erlebt, aber so ist das, es kann nicht immer so laufen wie in den vergangenen Jahren. Nun wird eine Woche gearbeitet und dann startet auch schon unsere Teamtour, bei der es hoffentlich besser läuft.

Wir werden es sehen...

Mittwoch, 22. September 2021 - Aufwärtstrend?

Nachdem ich Dieter am gestrigen Nachmittag verabschiedet hatte, holte ich Lilly am frühen Abend vom Bahnhof ab. Zum Glück waren alle Züge pünktlich und die Anreise somit perfekt verlaufen. Wir holten uns beim örtlichen Chinesen ein Menü ab und es wurde erstmal gut gegessen. Nun haben wir Reste für zwei weitere Tage denke ich... Die Chinesen halt, können nie genug bekommen laughing.

Auch Lilly kam heute früh in den Genuss des frühen Aufstehens, aber alles ging Hand in Hand und um 06:30 Uhr lagen wir schon vor Anker. 

Leider war es wie an den Vortagen, zunächst war leider Ruhe unter Wasser. Gute zwei Stunden dauerte es, bis der erste Biss kam. Alles lief glatt und wenig später war der erste Meterfisch dieser Tour endlich gefangen. 102cm.

Übrigens: Diesen Fisch konnte ich bereits im September des letzten Jahres fangen, seinerzeit mit genau 100cm. Der Hecht ist also nicht besonders gewachsen in dieser Zeit und scheint ein absoluter Standfisch zu sein. Wer Interesse hat schaut mal in den Bericht vom September 2020.

Wer nun dachte es beginnt endlich mal eine Beißphase sah sich eines besseren belehrt, es ging nichts mehr. Also wir gegen 11:30 Uhr schon dabei waren unsere Ruten umzurüsten ging einer der Pencil auf Wanderschaft. Lilly konnte den Fisch zunächst auch haken, während sich an der anderen Rute auch ein Interessent zeigte. Zeitlich nahezu parallel verlor Lilly ihren Fisch und ich schlug ein großes Luftloch. Da saßen wir nun, endlich mal etwas mehr Aktion und doch kein weiterer Fisch im Boot.

Nachdem wir nun natürlich die Köder noch einmal neu platzierten, sich aber nichts weiter bewegte, gingen wir wieder zum aktiven angeln über. Recht schnell ging mir ein kampfstarker 80er auf meinen vertikal geführten Gummifisch.

Danach tat sich leider nichts mehr und wir beendeten den Angeltag gegen 14:00 Uhr. Morgen wird es viel Wind geben und wir müssen zwangsweise eine andere Angelstelle anfahren, wer weiß wofür das gut ist. Top oder Flop?

  

Dienstag, 21. September - Zander auch nicht bei Laune

Wie geplant ging es heute auf die Ijssel um (vorwiegend) den Zandern nachzustellen. Etwas gemütlicher um 06:00 Uhr klingelte der Wecker und um 07:30 Uhr slippten wir das Boot ein. 

Leider zeigten sich die Fische auch heute nicht besonders beißfreudig, und so dauerte es gut zwei Stunden bis ich den ersten Zander fangen konnte. Dafür war es aber ein guter Fisch.

Eine halbe Stunde später folgte bei mir ein weiterer Zander, der aber noch nicht aus dem Kindergarten entlassen wurde. Der nächste Fisch war dann ein halbstarker Hecht.

Bei Dieter war immer noch nichts gelaufen, der zweite Schneidertag in Folge war für ihn zum greifen nah. Statt Fischen gab es Pferde - auch schön yell.

Und Landschaftsbilder.

Endlich konnte auch Dieter seinen ersten Fisch fangen. Nicht der Zielfisch des Tages, aber ein 75er Hecht war mehr als willkommen. Zusatzinfo: Fisch wurde geworfen auf einen Jigspinner gefangen, zählt also doppelt.

Leider war es das dann auch, wiederum eher enttäuschend. Jetzt muss ich mir aber wirklich etwas ausdenken für morgen, um zumindest Lilly, die heute anreist, angeltechnisch noch etwas zu bieten. Noch kann ich meine Motivation hochhalten, wir geben alles!

Montag, 20. September 2020 - Wieder mau...

Auch heute waren Dieter und ich natürlich wieder motiviert, und trotz der unveränderten Wetterlage zuversichtlich dass wir mehr als gestern fangen würden. 

In den ersten drei Stunden tat sich nichts, dann endlich der erste Biss bei mir. Ein 92er Hecht konnte wenig später eingenetzt werden. Um die Flanke des Fisches noch ein wenig sauberer und "fototauglicher" zu machen, tauchte ich ihn nochmal kurz ins Wasser. Da hatte ich die Rechnung aber ohne den Hecht gemacht. Gekonnt drehte er sich aus meinem Griff und verschwand in den Fluten. Profi bei der Arbeit undecided. Also kein Foto von diesem Hecht.

Auch die Rotaugen bissen heute nicht so gut wie gestern, lediglich 5 Stück konnte ich über den Vormittag fangen. Ein weiterer Hecht nahm dann aber doch noch den im Mittelwasser angebotenen Köderfisch. 82cm, und diesmal auch mit Foto.

Leider ging dann hier nichts mehr, nicht einmal Weißfische waren noch zu fangen. Wiederum ging es aktiv zu Werke, ich hatte mir besondere Mühe gegeben bei der Montage meiner Köderfische am Fireball. Sieht doch auch wie aus der Angelzeitung, oder?

Trotzdem konnten wir außer einem Fehlbiss bei Dieter (auf Gummifisch) nichts mehr fangen. Obwohl wir auf dem Echolot einen großen Schwarm Weißfische entdeckten und diesen Schwarm konstant verfolgten, kam kein Räuber zum Vorschein. Wahrscheinlich war auch keiner da.

Morgen geht es kurzentschlossen mit unserem Gastgeber auf die Ijssel, vielleicht können wir da mit etwas Frequenz beim Zanderangeln die Akkus wieder aufladen...

 

Sonntag, 19.09.2021 - Dieter an Bord

Nachdem Uli gestern schon wieder nach Hause gefahren war, ging es heute mit Dieter aufs Wasser. Dieter war gestern schon angekommen und wird bis Dienstag mit mir gemeinsam versuchen, ein paar schöne "Muttis" zu fangen.

Der Wecker klingelte wiederum um 04:30 Uhr, d.h. , wir waren schon etwas vorher wach und mussten auf den Wecker gar nicht warten laughing.

Zum Glück gab es heute keinen Nebel, aber die Fische waren am ersten Platz wiederum nicht so ganz bei Laune, vielleicht auch einfach noch nicht in größerer Stückzahl dort. Jeder von uns konnte bis zum Mittag einen Hecht fangen. Dieter einen 90er.

Und ich einen 83er.

Nicht so ganz wie erhofft, aber wir hatten ja noch den Nachmittag und wieder war eine Kombination aus Vertikalen und Köfi-Schleppen das Mittel der Wahl.

Immerhin konnte ich nebenbei den Köderfischvorrat ordentlich aufstocken, und ehrlich gesagt war das Stippen der Rotaugen mein anglerisches Highlight heute.

Am Nachmittag hielten uns die Fische zum Narren, wir hatten insgesamt 5 Aussteiger und nur einen ca. 75cm langen Hecht konnte ich bis an die Bordwand drillen. Weil ich dem Fisch das Keschern ersparen wollte und ich nicht geschickt genug war, konnte sich der Hecht ein wenig ungeplant etwas früher wieder verabschieden...

Den Topköder von gestern hatte man mir zu allem Überfluss dann auch noch geschreddert.

Das ist also alles noch ausbaufähig...

 

Samstag, 18.09.2021 - Erster Angeltag mit Uli

Für Uli war es der erste Angeltag seit Juni, und so auch der erste Angeltag nach der schlimmen Flut im Juli, die leider auch Ulis zu Hause erwischt hatte. So fieberte er sicherlich diesem Tag entgegen um auf dem Wasser einmal richtig abzuschalten nach den Wochen der Aufräumarbeiten usw. .  Um 04:30 Uhr klingelte der Wecker, etwas zu früh eigentlich, aber wenn der Hecht ruft wink.

Die Fahrt zum ersten Angelplatz war der reinste Blindflug wegen des dichten Nebels, nur mit Hilfe der Navigationskarte und im Schneckentempo ging es vorwärts, aber wir erreichten den Platz immer noch sehr früh. 

In den ersten 2 1/2 Stunden tat sich nichts, und wie das immer so ist kamen erste Zweifel auf. Falsche Stelle? Noch zu warm? Der erlösende erste Biss kam dann bei Uli, und ein schöner 84er durfte als erster vor die Kamera.

Wenig später durfte auch ich den ersten Hecht begrüßen, mit 93cm ein guter "Startfisch".

Uli konnte in der Folgezeit noch einen Hecht landen, d.h. eigentlich nur fast, denn nachdem Uli den Fisch bereits abgehakt im Kescher hatte, setzte dieser zum Sprung an und konnte sich aus dem Kescher befreien. Wir schätzen den Hecht auf ca. 85cm und gönnten ihm die schnelle Freiheit von Herzen.

Am späten Vormittag, die Sonne war mittlerweile zum Vorschein gekommen und die Freizeitkapitäne setzten uns an dieser Stelle zunehmend zu, änderten wir unsere Taktik. Vertikalangeln und Posenschleppen war angesagt. Die folgenden Stunden gestalteten sich kurzweilig, während Uli noch zwei Bisse auf seinen geschleppten Köderfisch erhielt (wovon er einen Fisch landen konnte) sowie einen weiteren Fisch vertikal fing, war es bei mir ausnahmslos die vertikale Technik die mir noch drei weitere Hecht einbrachte. Das Format dieser Fische war durchgehend mittelprächtig, aber der Mensch freut sich.

Am Ende des Tages hatten wir 7 Hechte gefangen (den entkommenen nicht mitgezählt und waren gegen 15:00 Uhr zufrieden vom Wasser. Es hat wieder viel Spaß mit Uli gemacht!

Kai

 

 

 

 

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