Raubfisch(nette) Geschichten (24), Lilly & Kai

So langsam geht es Richtung Schonzeit, ein Monat bleibt noch und nach der letzten, absolut enttäuschenden Tagestour mit Daniel nutzten Lilly und ich einen Teil der Karnevalstage für eine zweitägige Tour. Schon die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich auf Grund der Kurzfristigkeit unerwartet schwierig, so dass wir am Ende ein völlig neues Ferienhaus gebucht hatten. Dort kamen wir am Samstagabend an und gleich nach dem Auspacken des Autos ging es erstmal ins Städtchen um zu Abend zu essen. 

Der Sonntag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und - Frost ! Wir ließen uns Zeit beim gemütlichen Frühstück, umgeben von freilaufenden Hühnern und gesanglich begleitet von einer Horde kleiner und großer Papageien im "Vogelhaus".

Um 10:00 Uhr kamen wir dann an der Slippe an. Eigentlich war "großes Wasser" geplant, aber leider war der Wind mal wieder der Spielverderber. So waren wir also wieder zum Fluss gefahren, der beim letzten Mal so gar nichts geliefert hatte. Es konnte also nur besser werden. Wirklich?

Nicht wirklich. Der Fluss zeigte sich kalt, trüb und unproduktiv. Das einzig spannende war ein "entschwommener" Hund, dessen Besitzer am Ufer verzweifelt nach ihm riefen. Das Tier hatte mitten auf dem Fluss völlig die Orientierung verloren und  jaulte bereits erschöpft vor sich hin. Wir lenkten ihn mit dem Boot in Richtung Ufer, wo sich das Besitzerpaar erleichtert wieder um ihn kümmern konnte. Rettung geglückt!

Nach gut zwei Stunden hatten wir immer noch keinen einzigen Biss gehabt, das erinnerte doch sehr an die letzte Tour. So kam es wie es kommen musste, Lilly machte dem Spuk mit einem schönen Zander ein Ende, während der "Schneiderfluch" weiter auf mir lastete.

Auch hier wurde der Wind zunehmend unangenehm (kalt war er ohnehin schon), und wir entschlossen uns ein Poldergebiet anzusteuern, welches wir uns schon zu Hause auf der Karte angesehen hatten. Tja, was soll ich sagen? Der zu Hause am PC angezeigte "Durchgang" existierte nicht, meine Wasserkarte im Echolot hatte nicht gelogen. So standen wir vor einer Kaimauer und mussten wieder umkehren. Wieder raus auf den Fluss? Nein, für heute hatten wir (vor allem aber ich) die Nase voll. Wir slippten aus und genossen den schönen Restnachmittag bei einem Spaziergang in der Stadt. Zweiter Angeltag in diesem Jahr, und auch wenn dieser sehr kurz war, tatsächlich für mich auch der zweite Vollschneider. Na das läuft ja gut an...

Am gestrigen Rosenmontag sollte dann aber endlich der Zoch, vielmehr die Post abgehen. Großes Wasser war angesagt, denn der Wind war nach einer abermals kalten Nacht deutlich schwächer. Voll motiviert kamen wir nach einem gemütlichen Frühstück (ok, Lilly meinte ich hätte Hummeln im A...) um ca. 10:00 Uhr an der Slippe an.

Für Lilly war es das erste Mal hier und die schiere Größe des Gewässers flößte ihr etwas Respekt ein. "Wo sollen wir denn hier die Fische finden?" . Wir fanden sie, schon nach einer halben Stunde endlich der erste Zander bei mir, und damit auch der erste Fisch des Jahres 2022 !

Ins Boot sprangen sie auch heute nicht, aber hier und da kamen ein paar schöne Zander kurz zu Besuch.

Zur Mittagszeit entschlossen wir uns ein flaches Plateau aufzusuchen, um hier werfend auf den einen oder anderen (Dick)barsch zu treffen. Tatsächlich verfolgte ein Endvierziger meinen Chatterbait bei gut 2m Tiefe bis zur Oberfläche, aber leider verschwand er genauso schnell wieder in den Fluten. Schade! Trotz konzentriertem Abwerfen kam hier kein weiterer Biss.

Dafür kam beim Vertikalen noch ein schöner Zander.

Insgesamt 6 Zander konnten wir fangen, nicht wild, aber bei einer ordentlichen Durchschnittsgröße auch nicht so schlecht. Der dicke Barsch hätte noch gut getan...

Gegen 18:00 Uhr beendeten wir den zweiten Angeltag. Da müsste vor der Schonzeit vielleicht noch was gehen wink.

Kai

 

 

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