Saisonfinale 2022 mit nicht erwartetem Abschluss
Zum Saisonfinale sind Daniel und ich nochmals für drei Tage im Land der Windmühlen.
Der Start am Dienstagmorgen verlief zügig und eingespielt. Leider sollte das nicht bis zum Ende unserer Anreise so weitergehen. Auf ungefähr halber Strecke stoppte uns ein langer Stau, so dass wir erst gegen 10:30 Uhr auf dem Wasser waren. Heute war eins der großen Gewässer angesagt. Die erste drei Stunden fuhren wir einige interessante Angelplätze an, aber es ging überhaupt nichts. Die Fische die auf dem Lifescope zu sehen waren verhielten sich absolut passiv. Aus dem Nicht bekam ich einen hammerharten Biss der sich nach kurzem Drill als Zander von 55cm zeigte. Danach war wieder eine längere Zeit völlige Ruhe unter Wasser. Zum Ende des Angeltages fuhren wir an eine in den letzten Jahren erfolgreiche Angelstrecke. Hier konnten wir in relativ kurzer Zeit noch 4 Zander kurzzeitig verhaften.
Bei der Ankunft in unserer Unterkunft wurden wir von unserer Vermieterin wie immer herzlich begrüßt. Das Auto wurde schnell entladen, der Albert Heijn und die uns wohl bekannte Cafetaria aufgesucht. Hier überraschte uns eine komplett neue und gemütliche Inneneinrichtung. Zum Abschuss gab es bei einem Bierchen am Fernseher noch das Fußballspiel Niederlande – Deutschland zu sehen.
Der nächste Tag erwartete uns mit einem totalen Temperatursturz von 16 Grad am Vortag auf 1 Grad am Morgen und kräftigem Wind.
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es wieder an das große Wasser. An der Slippe war zwar einiges los, aber wir konnten doch sehr schnell unser Boot zu Wasser lassen. Aber wie am Vortag ging erst mal gar nichts. Auch auf den Booten in der Nähe ging nichts. Gegen Mittag kam die Idee auf an einen bekannten Fluss zu fahren. Aber bevor wir zusammenpacken konnten biss bei mir ein kleiner Hecht von 67 cm. Also weiter Angel und auf die weiteren Aktivitäten der Fische hoffen. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten, den ein weiterer Hecht von 61 cm stürze sich auf meinen Köder der von der Größe her mehr für Barsche geeignet war. Das wars dann aber auch, und so fuhren wir dann doch noch zum Fluss. Hier konnte Daniel bis zum Abend noch zwei schöne Zander und einen Rapfen fangen.
Auf dem Rückweg zu Unterkunft meldete sich meine Frau mit der schlechten Nachricht das sie Corona positiv ist. Daniel und ich waren etwas perplex. Da am nächsten Tag Schnee, Minusgrade und starker Wind angesagt war beschlossen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück nach Hause zu fahren. Nach dem Abendessen und einem Bier ging es ins Bett.
Der nächste Morgen erwartete und dann wirklich mit Schnee und Sturm. Bei der Vorbeifahrt am großen Wasser wirkte dieses wie ausgestorben. Kein Angelboot auf dem Wasser, selbst die hartgesottenen Angler hatten bei dem Wetter wohl keine Lust.
Die Heimfahrt verlief dann problemlos. Ein Zuhause gemachter Selbsttest und ein anschließender Schnell- und PCR- Test bestätigte mir dann auch eine Corona Infektion. Am nächsten Tag war auch der Test von Daniel positiv. Als Ursprungsherd kristallisierte sich die 12.-jährige Nachbarstochter heraus, die von einem Schulausflug das Virus mitgebracht hatte und in kürzester Zeit an acht Nachbarn weitergab. Zum Glück gibt es keine schweren Verläufe, so dass alle jetzt in Ruhe in der Quarantäne sind.
Ende Mai sind wir dann wieder mit dem ganzen Team eine Woche zum Saisonstart im schönen Land der Windmühlen.
Dieter