Endlich war es auch für Uli wieder soweit - ANGELN ! In diesem Jahr sind wir Ende November etwas später dran mit unserem gemeinsamen Wochenende, aber natürlich hatten wir trotzdem vor viele Fische zu fangen. 4 Tage stehen auf dem Programm, und unser Ziel ist wieder der Fluss.
Gestern Abend, nachdem wir die Unterkunft bezogen hatten, gab es erst einmal wie gewohnt Kip Curry.

Gut gesättigt schauten wir uns noch ein paar Youtube Angelvideos mit dem schönen Dustin an, aber sehr lange hat es dann nicht gedauert bis die Augen geschlossen wurden.
Donnerstag, 24. November
Bereits um 05:00 Uhr klingelte der Wecker. Obwohl wir natürlich wussten, dass es noch dunkel sein würde wenn wir auf dem Wasser sind, hatten wir uns genau deshalb dafür entschieden früh zu starten. Es sollte sich auszahlen, denn schon vor dem ersten Büchsenlicht konnten wir einige schöne Zander fangen.

Auch als es schon hell war zeigten sich die Zander sehr aktiv, und schon nach einer guten Stunde stand der Zähler auf "9".

Dass es bei dieser Frequenz nicht bleiben würde, das ahnten wir schon, aber leider kam es in der Folgezeit zu einem regelrechten Hungerstreik unter Wasser. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Aber wie das zum Glück häufig ist, plötzlich ging es wieder los.



Wenn eine Stelle mit aktiven Fischen gefunden war, zeigten sich meistens gleich mehrere...
Durch das sehr trübe Wasser waren es vor allem Zander, die aktiv waren. Der obige Barsch sollte der einzige des Tages bleiben, und auch sonst zeigten sich keine anderen Fischarten.
Am frühen Nachmittag konnte ich dann mit einem fetten 68er den größten Zander des heutigen Tages erwischen.

Kurz vor der Dunkelheit gab es dann noch eine extrem produktive Stunde, und einige weitere Zander landeten kurz im Boot.



Einen Kannibalen hatten wir auch dabei, er spuckte uns einen kleinen Artgenossen vor die Füße...

Die gute Stunde nach Einbruch der Dunkelheit brachte leider keinen weiteren Fisch. Merke: Dunkel am Morgen - Hui ! Dunkel am Abend - pfui !
Insgesamt konnten wir heute stolze 33 Fische fangen, darunter nur drei untermaßige Zander und viele über 60cm. Nur der Ausnahmefisch fehlte, aber den holen wir uns dann in den nächsten Tagen 😀.

Freitag, 25. November
Das folgende Bild zeigt mich in froher Erwartung des "KIP Kerry" am heutigen Abend. Man kann sagen, sowohl Uli als auch ich haben uns das heute redlich verdient...

Wir starteten wieder sehr früh, und genau wie gestern zahlte sich das aus. Gleich einige schöne Zander konnten wir noch vor Sonnenaufgang verhaften. Darunter auch der erste 70er der Tour.


Auch in den ersten Stunden des Tages lief es weiter gut, Langeweile kam nicht auf und schon schnell waren wir zweistellig.




Der erste wirkliche Highlight Fisch war ein 75er Zander, dessen Körperform sehr ungewöhnlich war. So einen massiven Fisch mit "nur" 75cm habe ich bisher nur in Rumänien fangen können, ein absoluter "Klotz"

Zur Mittagszeit war es wie gestern etwas ruhiger bis ganz ruhig, und während ich diese Zeit für ein kleines Nickerchen nutzte, versuchte Uli rund um den "Schlafplatz" werfend noch einen Fisch zu überlisten. Leider ohne Erfolg.
Ausgeschlafen und fokussiert ging es weiter, und es dauerte auch nicht lange, bis wir beide wieder zwei schöne 60+ Fische fingen.


Die Zahl der größeren Fisch war auch heute wieder weit überdurchschnittlich.
Der Wind war zwischenzeitlich etwas aufgefrischt und wir entschieden uns eine Buhne zu befischen, die eigentlich immer sehr gut war. Nur in den letzten beiden Jahren war es dort nicht mehr so berauschend, wenngleich auch nicht so schlecht. Mit dem mittlerweile auflaufenden Wasser sollten wir dort aber nun richtig mit der Nase in die Butter fallen. In kurzer Zeit gab es 60+ Zander und zwei schöne Barsche für Uli.



Uli hatte den zweiten Barsch noch im Drill, da erhielt auch ich einen kräftigen Einschlag, und das, was da am anderen Ende der Schnur kämpfte, war groß. Uli sagte noch: "Ich habe den Kescher noch nicht frei" , da antwortete ich : "Den brauchen wir nicht, mach mal den großen startklar".
Ich dachte sofort an einen Hecht, so zumindest war das Drillverhalten, aber der Fisch wollte sich zunächst nicht zeigen. Doch ein Zander? Nein, die erste Vermutung war richtig. Da kam ein Schrank von Hecht an die Oberfläche. Ritter Sport Hecht, Quadratisch, praktisch, groß. Uli netzte beim ersten Versuch ein und ein typischer herbstlicher Flusshecht mit einer unglaublichen Masse lag vor uns.
Here she is....

Ich kann mich nur an einen Hecht erinnern, der derart massiv war, und das war ein Hecht von Dieter, den wir vor drei Jahren beim gezielten Hechtangeln im Boot hatten. Was für ein Ding!
Die Länge war hier zweitrangig, es waren "nur" 106cm, aber diese Muskelpower hat uns echt beeindruckt!
So sah der Köder und der Stingerhaken danach aus:


Der Hecht hatte tatsächlich auf ein Werbegeschenk der Firma MyBait gebissen. Danke Marius!
Nachdem wir dort noch zwei weitere Zander gefangen hatten, ging es langsam Richtung "Magic hour", denn der Abend und die Dunkelheit rückten näher.
An der nächsten Stelle erlebten Uli und ich nochmal einen wirklichen kurzen Fressrausch der Zander. Ein Zander nach dem nächsten fand den Weg ins Boot, und alle waren sie 60+.



Den letzten Fisch des Tages konnte ich dann noch in der Nähe der Slippe verhaften, bevor es dunkel wurde und wir uns entschlossen den Tag mit insgesamt 31 Fischen zu beenden.
Samstag, 26. November
Der heutige Tag empfing uns mit kühlen 4 Grad, dafür hat es, anders als an den vorigen Tagen, morgens nicht geregnet. Ich glaube wir waren 10 Minuten später auf dem Wasser, vielleicht sind wir am dritten Angeltag nicht mehr so schnell aus dem Bett gekommen? Weiß nicht...
Als erstes fuhren wir eine Stelle an, die am Donnerstag leider keinen Biss brachte, zweiter Versuch also. Recht schnell fing ich einen kleinen Zander, und Uli legte dann gleich mit einem 64er nach.

Auf den nächsten 50 Metern der Drift tat sich nichts mehr, auch auf dem Echolot war nahezu nichts zu sehen. Aus dem Nichts erhielt Uli dann einen Biss, und schnell war klar, dass es sich um einen großen Fisch handelt. Ich machte gleich den großen Kescher klar, aber der Fisch zeigte sich nicht und blieb tief. Zandermutti. Oder doch ein Hecht? Nein, starke Kopfschläge, das musste ein Zander sein. Nach ein paar weiteren Minuten zeigte der Fisch "weiß". Wow, was ein Brecher. Schnell war der Fisch eingenetzt und ein Freudenschrei hallte über das Wasser. War das Ulis neuer Zander PB? Erst war ich mir sicher, aber als der Fisch in der Abhakmatte lag, nicht mehr so ganz. Auf jeden Fall einfach massiv. Mit 92cm verfehlte er Ulis bisherigen PB nur um einen Zentimeter, aber das tat der Freude natürlich keinen Abbruch. Uli Glücklich, Kai glücklich 😊.

Es ging weiter wie an der Vortagen. Auch wenn diese Stelle nichts mehr hervorbrachte, lieferten die nächsten Plätze alle ab. Wiederum war die Durchschnittsgröße sehr gut, die 60er Fische waren zahlreich.



Auch die Barsche waren heute gut vertreten.




Während wir eine Buhne werfend beharkten, tauchte auf einmal neben uns etwas großes auf, das wurde ein wenig eng...

Auch am Nachmittag lief es weiter sehr gut. Einige gute Fische konnten wir fangen, dazu gesellten sich dann auch eine Handvoll kleinere Exemplare.




Auch heute gab es am späten Nachmittag wieder eine sehr intensive Fressphase der Zander, je dunkler es dann wurde, umso weniger Aktionen bekamen wir.
Wir konnten heute das Ergebnis nochmal toppen und zusammen 40 Fische fangen, ganz fair verteilt mit je 20. Dazu dieser Zanderkracher, was will man mehr ?
Mit dem heutigen Angeltag endet auch diese Tour, für Uli heißt es nun wieder warten bis zum Saisonstart im nächsten Jahr. Ich glaube er freut sich schon jetzt darauf 🧐.
Kai