Raubfisch(nette) Geschichten (31) - Kai & Lilly

Mit einer Woche Pause bin ich schon wieder im gelobten Land, diesmal mit Lilly. Akribisch hatte sie mir bei den Vorbereitungen geholfen, hier zu sehen beim Bauen neuer Systeme.

Am Freitag reisten wir gemütlich an (naja, nicht ganz ohne Stau, aber es war okay). Erstmal haben wir ordentlich eingekauft und beim Bauern frische Milch besorgt. Am Abend genossen wir die Gegend dann bei einem Spaziergang, wobei uns einige weiße Pfauen "über den Weg liefen". Erstaunliche Tiere !

Da es am Wochenende sehr warm und wohl entsprechend "belebt" werden sollte, haben wir uns dafür entschieden, an den ersten beiden Tagen nicht aufs Wasser zu gehen. Am Samstag haben wir die wunderschöne Stadt Delft besucht und am gestrigen Sonntag waren wir in Roosendaal. Zunächst hatten wir noch vor, am Sonntagabend doch noch rauszufahren, aber ganz zu meinem Erstaunen zeigte sich Lilly bereit, am heutigen Montag früh aufzustehen um die Morgenstunden auf dem Wasser zu verbringen. Also Wecker auf 03:45 Uhr 😀.

Montag, 12. Juni - erster Angeltag

Gegen 05:00 Uhr wurden die Köder erstmals gewässert. Natürlich an einem Hot Spot ! Lilly bekam schon nach wenigen Minuten den ersten Biss, leider stieg der Fisch aber gleich wieder aus. Bald darauf zeigte sie mir dann aber den ersten Zander des Tages.

Danach folgten noch 2 weitere Aussteiger bei Lilly. Bei mir ? Absolut nichts. Wohl "verwachst" mit meinem Köder, zu dem ich so großes Vertrauen hatte.

Auch der nächste Fisch ging an Lilly, schöner 37er Barsch.

Nun musste bei mir aber auch langsam mal etwas gehen. Nach einer Stunde ohne Fisch war dann aber gleich ein schöner 68er am Band.

Nicht sehr viel später folgte ein fetter 70er. Ok, bei mir war heute anscheinend Klasse statt Masse angesagt.

Die Fische waren in Beißlaune, schnell waren wir zweistellig.

Und ein weiterer 60+ Fisch mit 63cm ging mir auf den Slugger Shad.

Gegen 11:15 Uhr wurde die Wärme langsam unangenehm und wir slippten aus. Es war sehr ruhig auf dem Wasser, mit nur einem weiteren Angelboot und wenig Berufsschifffahrt.

Richtig gute 23 Fische hatten wir in der kurzen Zeit gefangen. Lilly konnte das beste Stückzahlenergebnis Ihrer noch "jungen Karriere" mit 13 Fischen verzeichnen. Für die Insider: Die "snelle Jelle" war heute richtig produktiv, ganz anders als zum Saisonstart.

Morgen stehen die Abendstunden auf dem Programm.

Dienstag, 13. Juni - Ende Gelände, mal wieder der Motor 

Bereits am Vortag zickte der Außenborder unter Last ein wenig rum. Ich vermutete irgendetwas mit der Kraftstoffzufuhr und hatte den Anschlussstecker der Benzinleitung am Motor in Verdacht, da dieser Stecker nicht mehr richtig "einklickte" und damit entweder lose oder ganz fest saß. Nach dem Angeln fuhren wir zum lokalen Wassersportladen und tauschten den Stecker aus. Leider konnte der Betrieb den Motor nicht auslesen und hatte auch keine Zeit für eine weitergehende Analyse und so blieb die Hoffnung, dass es tatsächlich an diesem Stecker lag. Heute Nachmittag starteten wir dann voller Zuversicht und auf den ersten Kilometern lief der Motor auch wunderbar. Große Erleichterung machte sich breit. Schon bei der ersten Drift konnte ich einen Minizander fangen, das fing doch gut an! Lilly bekam kurze Zeit später einen Hänger und ich manövrierte das Boot langsam zurück, da ging der Motor auf einmal aus. Der Motor sprang nicht mehr an. Ich öffnete die Haube (keine Ahnung was ich da finden wollte) und just in diesem Moment kam ein Polizeiboot an uns vorbeigefahren und hielt an. Sie baten Hilfe an, aber ich hatte natürlich die Hoffnung, dass der Motor doch noch wieder anspringt. Also fuhren sie weiter.

Leider tat sich weiterhin nichts, es klang als wäre der Motor "abgesoffen". Ich versuchte telefonisch meinen Servicebetrieb zu erreichen, und tatsächlich hatte ich Glück. Die Ferndiagnose war in vollem Gang, da sprang der Motor auf einmal wieder an. Irgendwie klang der gute Mann am Ende der Leitung trotzdem nicht so optimistisch, aber gut, erstmal zur Sicherheit stromauf und ein paar Kilometer mit mittlerem Tempo fahren. Er lief! Wir fuhren an der Slippe vorbei, so konnten wir im Notfall mit der Strömung einfach zurückfahren. Ungefähr 2 km hinter Slippe gab ich dann etwas mehr Schub, und leider ging der Motor wieder aus. Viele Versuche ihn wieder zu starten schlugen fehl. In der Gewissheit, dass wir so nicht mehr weitermachen konnten, ging es also mit Hilfe der Strömung und des e-Motors ganz gemächlich Richtung Slippe.

Kurz vor Erreichen der Slippe konnte ich den Motor zwar doch wieder starten, aber leider scheint es etwas schwerwiegenderes zu sein, so dass das Angeln für diese Woche beendet ist. Wirklich sehr viel Probleme mit dem guten alten Honda seit Ende letzten Jahres, sehr frustrierend. Zweimal auf dem Fluss Probleme zu bekommen ist auch nicht unbedingt lustig, zum Glück hatten wir beide Male Glück und konnten ohne größere Schwierigkeiten die Slippe wieder erreichen. 

  

Kai

 

© 2026 by Raubfisch.net
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.