Lilly, Kai und die Hechte - September 2023

Das "R" steht wieder im Monatsnamen, das heißt ganz klar: Die Hechtzeit beginnt. Wie schon im letzten Jahr mache ich mit Lilly den Anfang mit einer guten Woche im gelobten Land. Am Samstag kamen wir nachmittags an unserem Ferienhaus an. Nach dem Einkauf beim Jumbo und einer leckeren Suppe zum Abendessen endete der Tag mit einem Schwedenkrimi mit niederländischen Untertiteln. Die Untertitel haben uns gerettet 😀.

Am Sonntag wurde nicht geangelt, stattdessen waren wir ein bisschen shoppen und haben unser neues Boot besichtigt.

Am Abend waren wir dann bei unseren niederländischen Freunden Kees & Ingrid zum Essen eingeladen. Somit wurde der Abend etwas länger und die Nacht kürzer, denn am heutigen Montagmorgen klingelte der Wecker bereits um 05:30 Uhr. Naja, ist ja eigentlich eine noch ganz humane Zeit. Lilly ist da teils anderer Meinung und verfolgt eher den Dustin Schöne Ansatz (nicht so früh aufs Wasser). Aber ich kannte da heute keine Gnade. 

Montag, 25. September - erster Angeltag

Wir wählten zunächst einen Platz, der eigentlich immer etwas hervorbringt. Die Akkus mussten ja erst einmal aufgeladen und Vertrauen aufgebaut werden. Schon nach einer halben Stunde schnappte sich der erste Hecht meine kleine Sardine. Mit 89cm ein guter Anfang.

Es folgte ein 91er, diesmal auf ein Rotauge.

Bei Lilly tat sich zunächst nichts, doch dann ging auch bei ihr der erste Hecht fulminant in den Baitrunner. Leider hakte der Fisch jedoch kurz nach dem Anschlag aus.

Auch mein nächster Fisch hakte kurz vor dem Kescher aus, geschätzt Mitte 80.

Wiederum eine Sardine brachte mir dann den ersten Meterfisch des Tages. 102cm !

Kaum war die Rute wieder platziert, hatte eine weitere Sardine schon den nächsten Abnehmer gefunden. Mit 103cm der nächste Meter ! Ein schlanker Geselle, der muss noch futtern.

Nun war endlich Lilly an der Reihe. Sie konnte einen schönen 92er landen.

Es sollte schnell weitergehen. Der nächste Hecht schnappte sich den Köder und nach einem durchaus aufregenden Kampf mit vollem Sprung aus dem Wasser hatte ich den nächsten Meterfisch in den Händen. Diesmal 105cm. Es ging noch ein wenig aufwärts...

Noch nicht einmal 11:00 Uhr und schon drei Meterfische...

Leider verlor Lilly Ihren nächsten Fisch kurz nach dem Anschlag. War irgendwie nicht so Ihr Tag heute.

Gegen Mittag entschieden wir uns dann die Methode zu wechseln und aktiv zu fischen, die Freizeitschifffahrt nahm zu.

Vertikal mit großen Gummifischen und ein am Fireball geschleppter Köderfisch an der Pose. Bei mir ging ein Rotauge an den Haken, Lilly entschied sich für eine "Horse Makreel".

Zunächst interessierte aber weder das eine noch das andere die Fische. Der erste Biss kam bei mir auf das geschleppte Rotauge, aber leider konnte ich den Fisch nicht haken. Dieses Spiel wiederholte sich 20 Minuten später noch einmal. Wieder ein Fehlbiss auf den geschleppten Köderfisch. Auch bei Lilly gab es nur einen kurzen Ruck und einen Hechtzahnabdruck im Köfi. So langsam näherten wir uns dem geplanten Ende des Angeltages, da kam bei mir auch endlich der erste Einschlag an der Vertikalrute. Kurz hatte ich den Fisch an der Leine, dann war aber auch schon wieder Schicht. Das lief jetzt irgendwie nicht mehr rund. "Noch einmal um den Knick, dann packen wir ein" , sagte Lilly noch, und wirklich kurz "hinter dem Knick" schnappte sich jemand das geschleppte Rotauge. Diesmal hing mein "Gegenüber" sicher und wehrte sich heftig. Mir war gleich klar, dass dieser Fisch nochmal eine Nummer größer war. Es dauerte eine Weile, bis Lilly den Fisch sicher einnetzen konnte. 111cm Power !

Das war ein toller Abschlussfisch, gegen 13:00 Uhr machten wir Schluss. Auf der Rückfahrt wurde jedoch der (neue) Platz für morgen noch ein wenig vorbereitet, man will sich ja nichts vorwerfen lassen 😄.

Heute habe ich das erste Mal in meinem Leben 4 Meterfische an einem Tag gefangen, ist doch ein guter Anfang, oder? 

 

Dienstag, 26. September - Keschern muss gelernt sein, Zeit sich zu schämen

Zur gleichen Zeit wie gestern ging es aus den Federn. Noch schnell Tee und Kaffee "to go" machen, und ab zum Wasser. Wir erreichten unseren gestern präparierten Platz bei absolutem Ententeichwetter. Morgens hat man das ja gern 🙃.

Zu Beginn gab es von jedem etwas: Sardine, Rotauge, Horse Makreel. Das Rotauge an einer meiner Ruten fand nach ca. 10 Minuten bereits einen Abnehmer. Der 78er Hecht musste kurz ins Boot und durfte gleich wieder schwimmen. Kaum hatte ich mich wieder gesetzt, wurde die große Horse Makreel gegriffen. Der Anschlag saß und der Fisch zog ruhig seine Bahnen. Lilly konnte ihn beim ersten Versuch keschern und der 5. Meterfisch der Tour kam ins Fangbuch. 102 cm.

Danach wurde es eine recht lange Zeit ruhig. Lilly war schon etwas gelangweilt, bei ihr hatte sich ja auch noch rein gar nichts getan. Dann aber war es soweit, wir hatten schon mit nichts mehr gerechnet auf diesem Platz, aber das große Rotauge fand dann doch noch das Interesse eines Hechtes, und es war Lillys Rute! Gleich zu Beginn des Drills tippte ich auf einen ordentlichen Fisch, und als dieser das erste Mal an die Oberfläche kam war klar, guter Meter ! Ich hatte die GoPro schnell zur Hand, die ich nicht wie üblich am Stirnband montiert hatte, sondern an einem Stab, um auch unter Wasser gut filmen zu können. "Kümmere Dich lieber um den Kescher" , rief mir Lilly zu. An der Vorderseite des Bootes war an das Keschern noch nicht zu denken, also einmal ums Boot rum und endlich glitt der Hecht in die Maschen. Aber was dann ? Der Hecht wurde im Kescher nochmal richtig wild und machte mir die Kontrolle desselben mit einer Hand (in der anderen war ja der Stab mit der Kamera) sehr schwer. Zack, war er wieder aus dem Kescher herausgesprungen und der Tanz ging weiter. Als hätte ich es geahnt, er schaffte es ins Ankerseil und hakte kurze Zeit später aus. Was für ein Sch... Da standen wir nun, enttäuschte Lilly, regelrecht geschockter Kai. Ich konnte das Unglück kaum fassen und schämte mich in Grund und Boden. Die Kraft und Tücke des Hechtes hatte ich gnadenlos unterschätzt. Danach herrschte erst einmal etwas Ruhe an Bord 🤬. 

Natürlich tat sich dann auch nichts mehr und wir gingen wieder auf die aktive Technik über. Schon nach 20 Minuten tauchte meine Schlepppose ab und ich konnte einen 81er landen, der ebenso wie der erste Hecht des Tages ohne Foto wieder schwimmen durfte. Vertikal tat sich absolut nichts. Als wir die Drift umkehrten (das war heute bei dem schwachen Wind einfach gut möglich), tauchte wiederum bei mir die Pose unter und ein weiterer 80er kam an Bord. Dieser Fisch war so schön gezeichnet, dass wir ein Foto machten.

Weiterhin blieb es vertikal absolut ohne Aktion, aber auch die geschleppten Köfis wurden in der Folgezeit nicht mehr attackiert. Gegen 13:00 Uhr machten wir Schluss mit dem Angeln, jedoch nicht ohne einen weiteren, diesmal völlig neuen Platz, etwas vorzubereiten. Hier werden wir morgen angreifen und sind sehr gespannt. Das Erschließen neuer Plätze ist immer ein hohes Risiko, und jeder Fisch dort morgen würde doppelt zählen. Aber ohne Pionierarbeit geht man immer die schon etwas ausgetretenen Pfade, was auf Dauer nicht nur etwas langweilig, sondern auch tendenziell abnehmend erfolgreich ist.

Auf der Fahrt begegnete uns dann noch ein Schiffsrohbau, der von einem Schlepper gefahren wurde. Wird wohl mal ne schicke Yacht...

Mittwoch, 27. September - Neuer Platz !?

Wieder empfing uns das Wasser im Ententeichlook. Anders als an den Vortagen waren wir heute nicht die ersten an der Slippe, ein Boot war schon draußen und eins stand noch in der Slippe. Als wir unser Boot fertig hatten, war die Slippe aber schon wieder frei. Gerade so vor dem Landwirt, der jeden Morgen kurz nach uns zur Slippe kam um seinen Wassertank zu füllen, waren auch wir "drin". 

Eine kleine Anfahrt zum neuen Platz, den wir gestern so umfangreich "präpariert" hatten, und schon lagen wir vor Anker. Unsere Stimmung schwankte zwischen Skepsis und etwas Zuversicht, wie immer wenn man noch kein Vertrauen in einen neuen Platz gewonnen hat. Die Ruten waren schnell platziert und wir genossen den Sonnenaufgang. Auf einmal ein leises Knarren, Baitrunner! Tatsächlich machte sich Lillys Rolle bemerkbar, ganz langsam lief etwas Schnur von der Rolle. Auch beim Blick auf meine Posen war ich etwas verwundert, die standen auf einmal viel weiter links als ich ausgeworfen hatte. Oh nein - Schleusenströmung! Damit hatten wir so weit weg von der Schleuse jetzt nicht unbedingt gerechnet. Schade, ein Anbiss wäre uns lieber gewesen. Den gab es aber leider auch in der Folgezeit nicht, und als uns  (vielmehr vor allem mich) das Vertrauen vollends verlassen hatte, musste Plan B her. Ich konnte es unmöglich riskieren, dass es heute für Lilly wieder nichts gibt, dass hätte die Wahrscheinlichkeit weiterer Hechtangelurlaube erheblich reduziert 🤪.  Also auf zum Platz von Montag!  Schnell bezogen wir Position und alle Ruten waren platziert. Der erhoffte Erfolg stellte sich aber in der ersten Stunde leider auch hier nicht ein, trotzdem war natürlich das Grundvertrauen in den Platz hoch. Dann endlich die erste Aktion des Tages. Meine Pose ging langsam auf Wanderschaft. Da das angeköderte Rotauge nicht allzu groß war, setzte ich zügig den Anschlag. Hängt! Hing, denn nach ein paar Sekunden kam mir das Rotauge "mit Leichtigkeit" entgegen. Es sah aber noch gut aus und wurde fix wieder auf den gleichen Platz geworfen. 10 Minuten später, gleiche Rute, die Pose zog zügig ab. Anschlag, hängt! Hing, denn auch dieser Fisch spuckte das Rotauge wieder aus und war wohl nicht gut gehakt. Hmm, haste Scheiße am Fuß haste Scheiße am Fuß 😄. Aber aller guten Dinge sind drei, denn exakt am gleichen Platz, immer noch mit dem gleichen Rotauge, kam tatsächlich noch ein dritter Biss. Diesen Schelm konnte ich dann endlich verhaften und mit 98cm in die Kamera halten. 

Ok, mit drei Bissen und einem Fisch bei mir war ich den zukünftigen Hechtangelurlauben jetzt nicht unbedingt näher gekommen 👽. Ich hatte jetzt nur noch einen Wunsch, Fisch für Lilly ! Da hatte der Angelgott ein Einsehen und schickte eine von Lilly Posen auf Tauchstation. Alles ging gut und Lilly fing einen Traumhecht von 110cm. Yes!

Jetzt war der Knoten aber geplatzt, denn nach einer Weile ohne Aktion war es wieder Lilly, die den nächsten Biss bekam. Auch diesmal gab es keine Komplikationen und der nächste Hecht kam vor die Linse. Er verfehlte die magische Grenze mit 99cm um einen cm, aber "net geen meter is net geen meter" 😉.

Kaum war dieser Fisch zurückgesetzt, machte sich der nächste Hecht an Lillys noch "scharfer" Rute zu schaffen. Dieser Drill dauerte nicht lange, bevor der Fisch sich ergab. Ein schöner 86er war gleichzeitig der Abschlussfisch.

Gegen 12:30 Uhr beendeten wir den Tag auf dem Wasser, heute ohne es nochmal aktiv zu versuchen, denn der Ententeich war dafür nicht einladend und es wurde zunehmend warm. Morgen legen wir eine Pause ein und widmen uns den Dingen abseits des Angelns. Naja, ein Besuch im Angelgeschäft sollte drin sein 😁. Die gesparten 12 Euro für die Slippe kann ich dann ja anders investieren. Ach, übrigens, das Keschern hat heute bei mir wieder geklappt 😎.

Freitag, 29. September - Vollmondriese ?

Gestern haben wir einen wunderschönen Stadtbummel gemacht, inklusive des Besuches eines großen Angelgeschäftes. Natürlich wurden die Einkäufe z.T. auch gleich "verarbeitet".

Heute war dann aber wieder ein Angeltag angesagt. Der Vollmond ist da, und damit immer die Hoffnung auf einen Ausnahmefisch. Am Platz angekommen dauerte es genau 10 Minuten bis der erste Hecht mein Rotauge packte. Mit 77cm musste er aber nicht vor die Kamera. Kaum war der Köder (diesmal eine Sardine) wieder platziert, kam wenige Minuten später schon der nächste Biss. Diesmal brachte der Hecht 82cm auf die Messlatte. OK, da haben wir mal ein Foto gemacht. Wer weiß, vielleicht war das ja der letzte des Tages?

Nein, nein, das würde dieser Fisch bestimmt nicht sein. Perfektes Wetter, Vollmond und ein "Platz des Vertrauens". Es war nur bedeutend wärmer als an den Vortagen, schon am Morgen hatten wir 17 Grad. Um es kurz zu machen, der Vollmondriese blieb aus, und überhaupt blieb für den Rest des Vormittags alles aus. Keine einzige Aktion konnten wir mehr verzeichnen. So kann es dann auch gehen. Der Vollmondriese muss dann halt morgen gefangen werden. 

Samstag, 30. September - 20 Minuten

Der heutige Morgen erwartete uns mit klarem Himmel und Windstille. Entsprechend kühler war es zunächst, ein wenig Herbststimmung kam auf. In den ersten 1,5 Stunden interessierte sich leider kein Fisch für unsere Köder, ungewöhnlich und häufig ein schlechtes Omen für den heute ausgewählten Platz. Perspektivisch mussten wir heute früher wieder vom Wasser, weil sich Besuch aus der Familie angekündigt hatte. Würde es dennoch Fisch geben? Lilly hatte eine Rute nahe am Ufer unter einem überhängenden Baum platziert - mal was neues wagen. Tatsächlich kam dann der erste Biss genau auf diese Rute auf eine Horse Makreel. Ein 84cm Hecht konnte bald gekeschert werden und durfte ohne Foto zurück. Kaum war der Fisch zurückgesetzt, wurde das angebotene Rotauge gepackt und ich landete den 6. Meterfisch der Tour mit 103cm. Ich wollte den Fisch gerade "fotofertig" machen, da gab es auch schon den nächsten Biss auf eine der Sardinen. Lilly landete kurze Zeit später ihren zweiten Hecht des Tages mit 88cm. Der durfte nun erstmal im Kescher im Wasser verbleiben, da gab es ja noch einen Fisch in der Abhakmatte.

Danach kam dann das nächste Fotoshooting.

Kaum war auch dieser Fisch wieder in seinem Element, wurde wiederum eine Sardine für lecker befunden. Leider hakte der Fisch aus. Innerhalb von 20 Minuten also 4 Bisse und drei Fische. Wir ahnten es schon, jetzt folgte eine längere Beißpause. Während dieser Zeit wurde an uns die Arche vorbeigeschleppt, welche schon Jahre zuvor am Fluss zu bestaunen war. Ein überraschendes Wiedersehen! 

Wirklich völlig unerwartet und kurz vor dem Einpacken gab es dann tatsächlich noch einen Biss auf Sardine. 82cm Abschlussfisch!

Morgen habe ich jugendliche (Nichtangler-) Begleitung, während Lilly mit Ihrer Schwester auf Stadtbummel geht. Ich bin gespannt was der letzte Angeltag so bringt.

Sonntag, 01. Oktober - Guter Vormittag, unerfreulicher Nachmittag

Heute hatte ich abwechselnd zwei "Nicht-Angler" Neffen von Lilly als Begleitung. Am Morgen war es Theo, der als erstes mit an Bord konnte. Meinen ursprünglichen Plan eine Stelle anzufahren, die wir in diesen Tagen noch gar nicht befischt hatten, verwarf ich gestern nach reiflicher Überlegung. Ich wollte doch kein großes Risiko eingehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit die eine oder andere Aktion bzw. Fisch bekommen. Obwohl ich den "sichere Bank Platz" heute Guido überlassen habe (der kam heute für eine 3-Tages Tour), sollte doch auch am gewählten Platz etwas gehen. Wir waren heute früher auf dem Wasser, denn Theo benötigte zwischen Aufwachen und "ready to go" nicht länger als Männer halt so brauchen 🤣.

In der ersten Stunde tat sich nichts, aber das war ja auch gestern schon der Fall, und so war ich weiterhin zuversichtlich.

Dann die erste Aktion auf Sardine. Alles klappte und Theo stellte sich geschickt an beim Keschern.  98cm hatte dieser Hecht.

Nicht lange dauerte es, bis sich der nächste Hecht meldete. Diesmal interessierte der Fisch sich für ein Rotauge. Nach einem ordentlichen Fight glitt ein 107er in die Maschen.

Nachdem es eine Weile ruhig geblieben war, fand eine weitere Sardine einen Abnehmer. Wieder knackte der Fisch die magische Grenze. 103cm !

Man beachte das Blau im Bild, der 107er hatte mir eine Fingerkuppe ruiniert.

Gegen Mittag war dann Beifahrerwechsel angesagt, Theo ging von und Jakob kam an Bord.

Bevor wir anfingen zu angeln, stattete ich Guido noch einen kurzen Besuch ab. Er lag vor Anker und hatte auch schon ein paar Fische gefangen. Just als wir bei ihm ankamen, konnte er einen weiteren Hecht keschern. Ich möchte hier aber nichts vorwegnehmen, er wird sicher noch einen eigenen Bericht präsentieren. Womit wir beim unerfreulichen Teil angekommen wären. Guido und ich verabredeten uns für später zum aktiven Fischen auf der Fläche. Ich fuhr mit Jakob schon vor, aber wir hatten gerade 20 Minuten geangelt, da erreichte mich ein Anruf von Guido. Der gerade frisch aus der Werkstatt gekommene Motor machte schon wieder Probleme. Kenne ich ja aus den letzten Monaten zur Genüge. Kurzerhand fuhren wir zurück um ggfs. Hilfe zu leisten. Guido hatte es mit dem e-Motor aber schon fast bis an die Slippe geschafft, und auch den Rest der Strecke fuhr er dann so weiter. Wir versuchten die Ursache zu finden, aber ehrlich gesagt haben wir ja alle nur marginale Mechanikerfähigkeiten. Es half nichts, das Problem konnte nicht gelöst werden. Wenn zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch etwas lustig war, dann der Moment, als Guido mit dem kurz wieder angesprungenen Motor aus der Slippe fuhr und, als dieser dann wieder ausging, feststellte, dass er die Fernbedienung des e-Motors im Kofferraum des Autos abgelegt hatte. Ich sprintete dorthin und konnte Guido vom Ufer aus mit Hilfe der Fernbedienung aus der Distanz zurück zur Slippe fahren.

Alles half nichts, Guido trat die Heimreise an. Ich fuhr mit Jakob wieder auf die Fläche, dort durfte er dann auch mal "Live-Scopen". Für ein paar Minuten war ein neuer Schwarzangler geboren 🤪.

Es ging nichts, absolut nichts. Auch für den geschleppten Köfi interessierte sich niemand mehr. So packten wir gegen 14:30 Uhr unsere Sachen.

Eine tolle Woche ist nun zu Ende, morgen geht es nach Hause. Mit insgesamt 9 Meterfischen haben wir zu zweit ziemlich abgeräumt, und das bei nur durchschnittlich 5-6 Angelstunden pro Tag. In knapp drei Wochen startet unsere Teamtour. Ich freue mich schon wieder. Wenn ich jetzt noch eine Idee hätte, wie ich Lilly das frühe Aufstehen beim Hechtangeln schmackhaft machen könnte... 🧐 

Kai

 

 

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