Kai und Guido auf Frühjahrstour - März 2026

Kai und Guido auf Frühjahrstour - März 2026

Nach der ersten Tagestour von Uli und mir und dem Geburtstagsangeln von Daniel  & Dieter stand nun die erste längere Tour an. Guido und ich wollen ein paar Tage den Fluss unsicher machen. Während es bei Uli und mir recht ordentlich lief, bei Daniel und Dieter kurz danach aber schon schwieriger zu werden schien, waren die Erwartungen gemischt. Nach der Ankunft war die Stimmung auf jeden Fall schon einmal gut!

Samstag, 14. März - erster Angeltag

Um 5 Uhr klingelte der Wecker und schon war zu hören, dass der Tag uns mit leichtem Regen empfing. Wir hatten Glück, eine halbe Stunde nachdem wir auf dem Wasser waren, hörte es zunächst auf. Sehr schnell war der erste Fisch an Bord, ein 42er Zander ging auf mein Konto. Net aan de maat!

Den nächsten Fisch konnte ebenfalls ich fangen, einen fetter 40er Barsch auf Twitchbait.

Es folgten zwei schöne Zander Mitte 50, während Guido immer noch auf seinen ersten Fisch warten musste.

Endlich platzte auch bei Guido der Knoten, und sein Zander war mit 60cm auch gleich der bisher größte.

Sonnenschein war zunächst Mangelware, aber wenigstens blieb es bis hierhin trocken. Recht mühselig sammelten wir die Fische ein, mit langen Phasen ohne Aktion. Als sich dann am Mittag die Sonne immer mehr durchsetzte, kam Hoffnung auf. Vielleicht würde das die Fische etwas munterer machen? Der Plan ging leider nicht auf, dafür gab es den einen oder anderen leichten Regenschauer. Gut drei Stunden nach dem letzten Fisch konnte ich dann doch noch einen schönen 61er fangen, der gleichzeitig den Schlusspunkt setzte. Wie schon am letzten Wochenende und auch bei Daniel und Dieter vor ein paar Tagen war der Nachmittag sehr unproduktiv.

Mit insgesamt 6 Fischen war es ein wenig enttäuschend, Das muss morgen besser werden.

Sonntag, 15. März - leicht gefrorene Autoscheiben 🥶

Tatsächlich war es heute Morgen so kalt, dass wir kratzen mussten. Dafür sollte es ein durchweg sonniger und bis zum Nachmittag windarmer Tag werden. Hat geklappt, Wetterberichte können auch noch stimmen.

Kaum waren wir auf dem Wasser, eröffnete Guido mit einem 49er Zander, damit hatte er das Ergebnis vom Vortag schon eingestellt. Wenig später kam bei mir wieder ein 42er (ich fange ab jetzt immer zuerst einen 42er 😀).

Der zweite Platz brachte nichts, aber am dritten Platz konnte ich in sehr flachem Wasser dann einen schönen 57er fangen.

Danach wurde es für eine gute Stunde still, sehr still. An einer Drift, die bekannt ist für große Brassenschwärme, kam es wie es kommen musste. Ich hakte einen wirklich kapitalen Fisch. So schleimig wie sonst war der irgendwie gar nicht, und da es sich um ein stattliches Exemplar von 61cm mit geschätzten 3kg handelte, musste der aufs Foto!

Ja ja, hübsch sind sie halt nicht, und ich sowieso nicht 🤣.

Der gleiche Platz brachte dann aber doch noch etwas schönes hervor, einen weiteren 40er Barsch!

Bei Guido war es zu diesem Zeitpunkt schon wieder beunruhigend ruhig...

Es folgten satte 3,5 Stunden ohne Fisch. Wenigstens konnten wir die Sonne genießen...

Die Devise war auf jeden Fall : flach fischen! Wenn wir überhaupt Fische auf dem Echolot sahen, dann bei maximal gut 3m Tiefe. Wie aus dem Nichts kam dann endlich bei mir ein ordentlicher Biss, der in einem 61er Zander resultierte. Endlich!

Was war nur bei Guido los? Er konnte doch nun nicht schon wieder mit nur einem Fisch vom Wasser gehen. Zu diesem Zeitpunkt sah es aber leider so aus.

Wir wechselten abermals den Platz, dort war es zwar schön, aber Fische konnten wir nicht fangen...

Also nochmal zurück zum letzten Platz! Dort gab es dann tatsächlich ein kleiner Beißfenster, welches Guido für sich nutzen konnte. Innerhalb von nicht einmal 10 Minuten konnte er zwei Zander von 59cm und 56cm fangen. Das hatte er wirklich verdient!

Nun hofften wir natürlich, dass der Schalter umgelegt war. Weit gefehlt, wir konnten bis zum Schluss keine weiteren Fische fangen. Mit insgesamt 7 Räubern und der Brasse als "Bonusfisch" ging es vom Wasser. Wir hatten uns natürlich auch heute etwas mehr erhofft, aber nicht unbedingt erwartet. Morgen steht etwas anderes auf dem Programm, mal sehen, ob es die Flossenträger dann besser mit uns meinen...

Montag, 16.März

Heute war Abwechslung angesagt. Die Kombination von recht viel Wind (ok, auf dem Fluss wäre es schon noch gegangen) und der wahnsinnigen Fänge der letzten beiden Tage waren für uns Grund genug, einen Poldertag einzulegen. Wir starteten an genau dem Spot, an dem ich letzten November einen stattlichen Hecht fangen konnte. Nicht nur dieser Hecht war nicht zu Hause oder zumindest nicht beißfreudig, auch alle anderen Hechte nicht...

Danach fuhren wir mit mehr oder weniger Plan durch die Gegend, sahen manchmal vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr (weil es kleine und größere Polder zu Hauf gibt) und stiegen immer mal wieder aus, um ein paar Würfe zu machen.

Fische? Nö, lediglich einen Vogelschädel fanden wir. Totenkopf-Omen...

Dann aber passierte es tatsächlich. Guido hakte auf einen kleinen Salmo Slider einen 60er Hecht. Die Freude bei uns beiden war groß, wirklich groß !

Gegen Nachmittag machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg, aber nicht ohne an genau dem Polder anzuhalten, den wir bis zum letzten Jahr nicht beangeln durften, mit der neuen Vereinsmitgliedschaft aber jetzt schon. Dieser Graben hatte uns auf Grund seiner "reizvollen" Erscheinung schon immer interessiert. Tatsächlich attackierte irgendwann ein stattlicher Hecht meinen flachlaufenden Wobbler (OK, bei 70cm Wassertiefe geht auch nur ein Flachläufer...). Kurz nachdem ich den Fisch und einen ordentlichen Schwall an der Oberfläche gesehen hatte, stieg der Hecht leider aus. Guido konnte seinen Sprint mit dem Kescher also wieder abbrechen. Schade! Nur 5 Minuten später dann der nächste Biss. Ich konnte den ca. 30cm langen Hecht kurz sehen, dann hakte auch dieser aus. 

Gut gekämpft würde ich sagen, und manchmal freut man sich über einen 60er Hecht dann noch mehr.

Dienstag, 17. März

Immer wieder erstaunlich wie schnell so ein langes Wochenende vorbei ist. Am heutigen letzten Tag stand noch einmal der Fluss auf dem Programm. Windtechnisch schied das große Wasser als Alternative aus. Der Morgen begann grau in grau und die ersten Stellen lieferten, ganz richtig, nichts. Nach 1 1/2 Stunden gelang es Guido dann den ersten Zander zu fangen. Mit 66cm der bisher größte der Tour und das aus sehr flachem Wasser.

Insgesamt schien es so, als wären noch weniger Fische auf den Plätzen als an den Vortagen, geschweige denn welche, die sich ernsthaft für unsere Köder interessierten. Es dauerte über 2 Stunden, bevor sich bei mir der erste Zander meldete. Mit 60cm immerhin ein guter Fisch.

Leider ging es auch unter Wasser eher in der Farbe grau weiter, passend zum Himmel. Die Sonne sollte noch kommen, wenn wir schon wieder auf der Heimfahrt sein würden. Na toll! Langsam fuhren wir wieder Richtung Slippe und steuerten auf besonderen Wunsch von Guido eine Brücke an (nein, nicht die Brücke, und nein, es ging nur um die Chance auf einen Fisch 😂). Bei der ersten Drift am Brückenpfeiler verhaftete ich gleich einen 50er, dabei hatte ich dort tatsächlich so gut wie nie etwas gefangen. Kaum hatte ich den Zander zurückgesetzt, erhielten wir vom in der Nähe liegenden "Port of Rotterdam" das Signal, dass wir mal längsseits kommen sollen. Na super, Kontrolle und damit die Gewissheit, dass wir wegen irgendetwas Schelte bekommen. Ich ahnte es schon...

Alles war in Ordnung und wir erhielten noch ein Lob hinsichtlich unserer Sicherheitsausrüstung von den wirklich sehr netten "Ambtenaaren".

Der Grund für die Kontrolle war dann wie von mir vermutet die Tatsache, dass wir entlang der Brückenpfeiler im Fahrwasser gedriftet sind. Jetzt habe ich endlich einen Grund diese Stelle nicht mehr anzufahren 😄. Es blieb aber zum Glück bei einer freundlichen Ermahnung, oder vielmehr bei einem freundlichen Hinweis.

Das war es dann. Etwas früher als geplant auf Grund der irrsinnigen Beißorgie traten wir die Heimfahrt an. Guido hat einen neuen Spitznamen. Ich nenne ihn jetzt "nummer een" , weil er an drei von vier Tagen nur einen Fisch gefangen hat. Ich bin mir aber sicher, dass er diesen Spitznamen schon bald erfolgreich wieder ablegen wird. 

Mit 14 Zandern, 2 Barschen, einem (Polder)hecht und der Großbrasse darf man für 3 1/2 tage angeln eigentlich nicht sehr zufrieden sein. Aber Guido hat am Ende so schön gesagt: "Echte Freundschaft ist, auch dann gute Laune und eine tolle Zeit zu haben, wenn man wenig fängt". Dem ist nichts hinzuzufügen. Guidos Grimasse auf dem Abschlussfoto ist nur zum Spaß (hoffe ich)!

 

Kai

 

 

 

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