Rotterdam Ahoi - dem Wolfsbarsch entgegen!

Samstag , 1. August 2026. Heute stand für Daniel, Dieter, Uli und mich der erste gezielte Angeltag auf Wolfsbarsch, oder wie man niederländisch sagt "Zeebaars" auf dem Programm. Wenn also heute jemand einen Wolfsbarsch fangen sollte, dann wäre das in jedem Fall ein neuer PB. Natürlich hatten wir uns alle vorgenommen dieses Ziel zu erreichen, und so trafen wir uns bereits um 02:00 Uhr in der Nacht bei Daniel um dann mit einem Auto Richtung Niederlande aufzubrechen. Das Zielgebiet war klar, die besten Chancen hat man wohl im Europoort Gebiet von Rotterdam. Wir kamen passend in der Dämmerung am ziemlich äußersten Punkt an, machten das leichte Gepäck klar und schon flogen die Köder gen Horizont in der Hoffnung auf einen der schönen "Salzwasserstachelritter". Wir trafen zunächst keine anderen Angler. Das gefällt natürlich, nur an unbekannten Plätzen kann das auch oft ein schlechtes Zeichen sein. So war es dann auch, denn außer Seetang verfing sich nichts an unseren Ködern.

Also auf zum nächsten Platz, und das war wieder mit einer kleinen Autofahrt verbunden. Es ist unglaublich wie weitläufig dieses Gebiet ist. Leider ist man ohne Ortskenntnis aber auch etwas "verloren".

Nächstes Ziel war ein stark strömender Kanal, in dem wir zunächst einen kleinen Schweinswal sahen, der wie ein Delfin an der Oberfläche buckelte. Das Wasser war hier glasklar und die Strömungsgeschwindigkeit beeindruckend. Sobald man den Köder zum Grund fallen ließ, gab es oft sofort einen Hänger. Also war das einfache Einleiern die bessere Alternative.

Wie aus dem Nichts bekam ich einen kräftigen Biss auf meinen Gummifisch, und da war er dann, der erste Wolfsbarsch meines Lebens. Mit 30cm ein echter Löwe!

 

Auch Daniel war kurze Zeit später erfolgreich, verfehlte allerdings den Zielfisch 😄

Hier tat sich dann nichts mehr und nach einem geheimen Zanderspot, den wir erfolglos befischten, ging es auf die andere Seite des Hafengebietes, was mit einer etwas längeren Autofahrt verbunden war.

Hier gab es unendlich viele Möglichkeiten und wir gaben alles, aber wie das so ist, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen kann, der Erfolg blieb aus.

So langsam stellte sich der Hunger ein. Vispoort Hoek van Holland, kann man empfehlen. Touristenpreise (Kibbeling Menü 17 Euro), aber wirklich lecker!

Was macht man, wenn man schon nachts unterwegs war und gut gegessen hat? Genau ...

Der nächste und letzte Spot war dann die Pier in Hoek van Holland, soll wohl auch gut sein. Leider stellte sich das schnell als Ködergrab heraus, also besser nicht in Grundnähe...

Auch hier war für uns nichts zu holen, und der einzige Fisch, den wir zu sehen bekamen, war eine richtig große Meeräsche, die ein Holländer auf Brotflocke fing.

So blieb mein kleiner Wolfsbarsch neben der Krabbe tatsächlich der einzige Fang des Tages. Auch wenn wir natürlich wussten, dass wir mangels Ortskenntnis einen schweren Stand haben würden, so waren die Erwartungen doch enttäuscht worden.

Auf der Rückfahrt fuhren wir noch an einem bekannten Spot an der Waal vorbei. Man könnte ja noch einen Zander verhaften 😀. Aber dort, wo normalerweise die Köder hinfliegen, standen nur ein paar Longhorns und guckten uns dumm an. Kein Wasser im Fluss.

Es war trotzdem ein schöner geselliger Tag mit tollem Wetter und wir alle sind nun wieder um eine Erfahrung reicher. Vielleicht packt uns ja nochmal der Ehrgeiz...

Kai

 

 

 

 

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