Mittwochabend wollten Birgit und ich eine mehrtägige Tour starten, und fast wäre daraus nichts geworden. Hatte mich doch tatsächlich irgendein Bakterienstamm für sich gewonnen ! Also am Morgen erst einmal zum Arzt und dann zur Apotheke. Wir entschlossen uns dann am Abend trotzdem nach Holland zu fahren, musste schon irgendwie gehen! Bereits unterwegs gesellte sich dann auch noch Schüttelfrost dazu. Umkehren? Ja , nein, vieleicht. Vernünftig sein... Wird morgen bestimmt besser... usw. usw. Irgendwann waren wir dann da, meine Stimme allerdings komplett weg und es gab' nur einen Weg: Ins Bett ! Am nächsten Morgen eine nur geringfügige Besserung. Angeln? Unmöglich ! Birgit überlegte kurz alleine rauszufahren... Nee, Scherz! Ich verschlief den Tag ganz einfach und am Abend hatten wir die leise Hoffnung, dass es nun wirklich spürbar besser geworden war. Kleine Stärkung beim Dorfchinesen und dann die Nacht gut durchgeschlafen.
Am nächsten Morgen fiel die Entscheidung leicht - es ging auf's Wasser !
Die Fische spielten an diesem Tag ganz gut mit, Birgit legte gleich zu Beginn mit einem 47er Dickbarsch ordentlich vor !
Dazu gesellten sich immer wieder Zander und Barsch im Wechsel. Meistens eher kleinere Exemplare, aber es war eine kurzweilige Angelei.
Ab und an gab es dann doch mal wieder etwas ordentliches vor die Linse.
Und für die ganz kleinen war dann wieder ich zuständig:
Am Ende hatten wir 22 Fische im Boot, nicht schlecht für eine Angelzeit von 6 Stunden!
Der nächste Tag empfing uns wie schon der Vortag mit Sonnenschein, der dann aber leider von einer massiven Regenfront abgelöst wurde. Kurz bevor der Regen kam, kam auch noch ein richtig guter Fisch bei mir vorbei. Es gab' eine wirklich brachiale Attacke auf meinen Köder und nach einem heissen Tanz durfte ich dann diese wirklich wunderschöne Flusskönigin in den Arm nehmen!
Aber auch während des Regens gab' es die eine oder andere Begegnung mit Flossenträgern aller Art. Das Fotografieren wurde allerdings zunehmend schwierig...
Nach fast zwei Stunden Dauerregen hatten wir die Nase voll und es zog uns in Windeseile vor den Kachelofen in unserer Unterkunft. Klamotten trocknen war angesagt!
Am letzten Tag zeigten sich die Fische sehr launisch und teilweise überhaupt nicht aktiv. Wir genossen das erneut wunderschöne Wetter in vollen Zügen!
Es waren wir immer wunderschöne Tage, wenn man mal vom ersten "Ausfalltag" absieht. Morgen dann mal wieder arbeiten...
Kai & Birgit